Der Trainer mit der klaren Handschrift

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Der SV Straelen ist in der Fußball-Regionalliga angekommen. Marcus John möchte seinen Vertrag verlängern.

Seit März vergangenen Jahres ist die Erfolgsgeschichte des SV Straelen eng mit dem Namen Marcus John verbunden. Der Nachfolger von Dietmar Schacht auf der Trainerbank löste zunächst die nicht gerade einfache Aufgabe, die Mannschaft im letzten Drittel der Oberliga-Saison zur Meisterschaft zu führen. Und unter seiner Regie spielen die Grün-Gelben inzwischen auch in der vierthöchsten deutschen Spielklasse eine glänzende Rolle. Mit 29 Punkten aus bislang 21 Spielen hat der SV Straelen die Erwartungen in der Regionalliga West bei weitem übertroffen.

Sie können inzwischen 31 Spiele als Sportchef der Grün-Gelben vorweisen. 14 Siege, zehn Unentschieden und gerade einmal sieben Niederlagen – da gibt’s eigentlich nichts zu meckern ?

Marcus John: Ich habe im vergangenen Frühjahr den Auftrag bekommen, mit der Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga perfekt zu machen. Da bin ich natürlich stolz darauf, dass wir das gemeinsam geschafft haben. Insgesamt ist es in der ganzen Zeit bergauf gegangen. Ich habe Glück, dass wir hier gemeinsam schon viele Höhepunkte erleben durften.

Die Bilanz sollte eigentlich auch den Straelener Präsidenten Hermann Tecklenburg beeindrucken. Ihr Vertrag läuft am Saisonende aus. Hat es schon Gespräche über eine Verlängerung gegeben ?

John: Bislang noch nicht. Ich hoffe aber, dass wir uns in der nächsten Woche zusammensetzen. Denn allmählich beginnt die Zeit, in der man sich mit den Planungen für die nächste Saison beschäftigen muss. Und die Spieler möchten natürlich auch gerne wissen, wie es in Zukunft weitergeht.

Am 16. Februar wird mit dem Heimspiel gegen den Wuppertaler SV der Saisonendspurt eingeläutet. Noch stehen 13 Partien auf dem Programm. Wie lautet die Zielsetzung des SV Straelen ?

John: Zunächst einmal gelten nach wie vor die Ziele, die wir uns vor dem Saisonstart gesteckt haben. Wir wollen nach wie vor als bester Aufsteiger den Klassenerhalt schaffen und sind auf einem guten Weg dorthin. Ich persönlich möchte mit der Mannschaft die 45-Punkte-Marke knacken. Dann hätten wir eine tolle Saison gespielt.

Die Kaderplanung läuft bereits auf vollen Touren. Von Regionalliga-Schlusslicht Herkenrath ist Jasper Löffelsend gekommen, der als Rechtsverteidiger eine Alternative zu Yodan Kim darstellt. Außerdem ist die Verpflichtung von Ex-Profi Kai Schwertfeger fix, der im defensiven Mittelfeld eingeplant ist. Sollen noch weitere Verstärkungen kommen ?

John: Wir suchen noch nach einer weiteren Alternative für die Defensive. Man darf schließlich nicht vergessen, dass uns in der Winterpause in Cedrik Mvondo, Sander Lenders und Barkin Cömert drei Spieler verlassen haben, die allesamt als Innenverteidiger eingesetzt werden können. Vielleicht klappt’s mit der Verpflichtung von Babacar M’Bengue, der uns als Gastspieler in den jüngsten Testspielen überzeugt hat.

Präsident Hermann Tecklenburg ist unlängst beim Weihnachtsfrühstück in die Offensive gegangen und hat als Zielsetzung für die kommende Saison einen Platz in der Spitzengruppe ausgegeben. Ist das eine realistische Vorstellung ?

John: Warum nicht ? So etwas hängt natürlich auch mit der Kaderplanung und dem entsprechenden Budget zusammen. Aber das weiß auch unser Präsident.

Können Sie Stärken und Schwächen der Straelener Mannschaft benennen ?

John: Da kommen wir zunächst einmal zu den Schwächen. Auf der einen Seite ist die Abwehr das Prunkstück unserer Mannschaft. Vor diesem Hintergrund gefällt es mir gar nicht, dass wir einige zum Teil recht deutliche Niederlagen kassiert haben. Negativer Höhepunkt war sicher das 0:6 im letzten Spiel vor der Winterpause beim Tabellenzweiten SV Rödinghausen. Und in der Offensive können wir mit Sicherheit noch zulegen. Ich wünsche mir beispielsweise, dass wir nach Standardsituationen erfolgreicher sind. Aber wir arbeiten daran. Unsere eigentliche Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Und ich habe eine Mannschaft, die sich diszipliniert an taktische Vorgaben hält. Der neutrale Zuschauer kann in jedem Spiel erkennen, was wir vorhaben.

Sie sind 44 Jahre jung. Können Sie sich eine Tätigkeit als hauptberuflicher Profi-Trainer vorstellen ?

John: Vorstellen kann ich mir das sicherlich. Aber ich habe einen sicheren Beruf, den ich gerne ausübe und als Familienvater nicht so einfach aufgebe. Zunächst einmal würde ich gerne meine Arbeit beim SV Straelen fortsetzen, weil ich hier sehr gute Perspektiven sehe. Ich kenne die Mannschaft und weiß inzwischen auch, wie der Verein tickt. Das sind alles Dinge, die man nicht unterschätzen sollte. Ich fühle mich jedenfalls in Straelen sehr wohl. Das kann man auch daran sehen, dass mein Sohn Christopher für die D-Junioren des Vereins am Ball ist.

Das Gespräch führte
Volker Himmelberg
Quelle: RP

By |2019-01-17T13:26:33+00:00Januar 17th, 2019|Allgemein, Senioren, Verein|0 Comments

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