Abenteuer Regionalliga kann beginnen

//Abenteuer Regionalliga kann beginnen

Für den SV Straelen beginnt eine neue Zeitrechnung +++ Zum Auftaktspiel bei RW Oberhausen tritt der Neuling als krasser Außenseiter an +++ Shun Terada und Meguru Odagaki noch nicht spielberechtigt

Da weiß der SV Straelen direkt schon einmal, wo der Hammer hängt. Wenn am Samstag um 14 Uhr im Oberhausener Niederrhein-Stadion das erste Saisonspiel der Regionalliga angepfiffen wird, treffen zwei Welten aufeinander. Hier der ehemalige Bundesligist, der sich allmählich wieder Hoffnungen auf sportlich bessere Zeiten machen darf. Auf der anderen Seite der Amateurverein von der Römerstraße, der innerhalb von zwei Jahren sensationell den Durchmarsch von der Landesliga in die Anfangsstation des deutschen Profifußballs hingelegt hat.

Hier eine riesige Fangemeinde, die ihren RWO unerschütterlich unterstützt – zum Spiel werden wenigstens 5000 Zuschauer erwartet. Sobald abends auch nur ein Flutlichtmast die Emscher überstrahlt, machen sich viele Oberhausener direkt auf die Socken. Eine Trainingseinheit ihrer Lieblinge ist schließlich in ihren Augen spannender, als jeder Fernsehkrimi. Beim SV Straelen hat sich in der Sommerpause der erste offizielle Fanclub namens „Sektion Promillehügel“ gegründet. Was nach „Ultras“ klingt, sind in Wahrheit fünf handzahme Jungs, die beim Straelener Vereinswirt Dieter Niersmans brav ihr 0,3er Fläschchen Diebels ordern.

Soll heißen: Das Abenteuer Regionalliga beginnt für den SV Straelen unter dem Motto „David gegen Goliath“, krasser Außenseiter gegen haushoher Favorit. „In den ersten Wochen werden einige Dinge auf uns einprasseln, an die sich meine Mannschaft erst noch gewöhnen muss. Die meisten meiner Spieler bekommen es zum ersten Mal mit einer richtigen Fankultur zu tun. Und einige Gegenspieler bringen eine geradezu brutale Qualität auf den Platz“, sagt der Mann, der in den Reihen der Grün-Gelben die meiste Regionalliga-Erfahrung mitbringt. Marcus John war während seiner Spielerlaufbahn für Rot-Weiß Essen, den SC Paderborn, den 1. FC Bocholt und Olympia Wilhelmshaven in dieser Klasse unterwegs. Auf der Trainerbank feiert der 44-Jährige allerdings seine Premiere in Liga vier. Dabei ist durchaus etwas Lampenfieber mit im Spiel. „Das gilt für die gesamte Mannschaft. Wir haben in der vergangenen Saison Großartiges geleistet, das wir ab sofort bestätigen müssen“, erklärt John.

Dennoch reist der SV Straelen natürlich keineswegs nach Oberhausen, um die Höhe der Niederlage in Grenzen zu halten. John verspricht: „Wir werden garantiert nicht mauern. Die Zuschauer sollen einen SV Straelen sehen, der sein eigenes Spiel aufzieht.“

Und wer sich die Mannschaft einmal etwas näher anschaut, die in der grün-gelben Farbkombination den Oberhausener Rasen betritt, wird schnell feststellen, dass es keinen Grund zum Versteckspiel gibt. In der Abwehr tauchen zwei Neuzugänge auf, die in Liga vier keinen Vergleich scheuen müssen. David Buchholz, vom Drittligisten Sportfreunde Lotte an die Römerstraße gewechselt, ist ein absoluter Könner zwischen den Pfosten. Innenverteidiger Adli Lachheb, der wie berichtet am Donnerstag einen Einjahres-Vertrag unterschrieben hat, bringt ganz viel Zweitliga-Erfahrung mit. Jannik Stevens hatte als bester Linksverteidiger der Oberliga großen Anteil am Aufstieg – zu Beginn seiner Laufbahn durfte der 26-Jährige beim Zweitligisten VfL Bochum auch schon das eine oder andere Mal an der Seite des späteren Weltmeisters Christoph Kramer kicken. Die „Doppel-Sechs“ Fabio Ribeiro und Kevin Weggen bringt unzweifelhaft ebenfalls das nötige Rüstzeug für die neue Umgebung mit. Ähnliches gilt für Spielmacher Aram Abdelkarim, der die Liga aus seiner Zeit bei Wattenscheid 09 kennt.

Der Gastgeber aus Oberhausen, der in der neuen Spielzeit nach Möglichkeit im Konzert der Aufstiegskandidaten mitmischen möchte, begegnet dem Aufsteiger vom Niederrhein durchaus mit Respekt. Indiz: Der frühere Bundesliga-Torwart Fred Bockholt, der inzwischen in seiner Freizeit gerne den Tennisschläger in der Senioren-Niederrheinliga schwingt, wurde einige Male an der Römerstraße gesichtet – dort hatte er im RWO-Auftrag den Auftaktgegner beobachtet.

Vor der Regionalliga-Premiere musste der SV Straelen auch noch eine schlechte Nachricht verkraften: Die Aufenthaltsgenehmigung für die beiden Neuzugänge aus Japan lässt noch auf sich warten. Die Papiere, die bis zum 30. Juni 2019 gültig sein müssen, sollen jetzt in der kommenden Woche zum ersten Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück vorliegen.

Marcus John bedauert die zeitliche Verzögerung des Verwaltungsakts sehr: „Beide haben in der Vorbereitung überzeugt und in meinen Überlegungen für die Startelf eine Rolle gespielt.“

Quelle: RP
Foto: Michael Schnieders

By |2018-07-30T08:36:03+00:00Juli 30th, 2018|Senioren|0 Comments

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