Alles spricht für ein prickelndes Prestigeduell

//Alles spricht für ein prickelndes Prestigeduell
Fußball-Landesliga: Tabellenführer SV Straelen hat vor dem Auftritt beim 1. FC Kleve am Sonntag Probleme +++ Bangen um Randy Grens

Immerhin gilt für den SV Straelen: Selbst, falls die Grün-Gelben sich mit Saisonniederlage Nummer vier sollten abfinden müssen, ist noch nicht viel passiert. Stephan Houben wird’s seinen Jungs aus eigener Erfahrung bestätigen können.

Stephan Houben weiß, wie’s geht. Der heutige Trainer des Landesligisten SV Straelen wird den 7. Juni 2015 garantiert nicht vergessen. An jenem Datum sicherte er sich als Linienchef des 1. FC Mönchengladbach am letzten Spieltag mit einem 3:0 bei Union Nettetal die Meisterschaft in der Landesliga und damit den Aufstieg in die Oberliga. Und aus jener Zeit weiß Houben auch noch, dass eine Niederlage am Klever Bresserberg nicht unbedingt ein Beinbruch sein muss. Die Gladbacher hatten zum Saisonstart beim 1. FC Kleve am 24. August ’14 eine 0:1-Niederlage kassiert, um die Rot-Blauen letztlich mit der besseren Tordifferenz auf Distanz zu halten.

Und da ist das prestigeträchtige Derby beim Kreisrivalen vielleicht genau der richtige Gradmesser. Die schlechte Nachricht: Der Tabellenführer reist mit personellen Problemen nach Kleve. Im schwierigen Duell mit einem Gegner, der nach einem schwachen Saisonstart längst in die Erfolgsspur zurückgefunden hat, fällt wahrscheinlich der Traumsturm flach. Mister „Ein Treffer pro Spiel“ hat den größten Teil der Vorbereitung verpasst. Wahrscheinlich kommt der niederländische Top-Torjäger Randy Grens, der eine komplizierte Muskelverletzung hat, allenfalls zu einem Kurzeinsatz. Sein Kollege David Kalokoh (bislang zehn Saisontore) erlitt am Dienstag im Training eine Prellung am Wadenbein und muss eventuell ebenfalls zuschauen. Damit bleibt als Rädchen der Torfabrik aus dem alten Jahr nur Thorsten Lippold (zwölf Saisontreffer), der an der Seite von Neuzugang Rene Jansen (VSF Amern) das Straelener Angriffsduo bilden könnte. Doch nicht nur wegen der angespannten personellen Situation – auch Verteidiger Sander Lenders, der sich noch nicht vollständig von den Folgen einer Lungenentzündung erholt hat, fällt wohl aus – hat Stephan Houben viel Respekt vor dem ersten Pflichtspiel-Gegner im neuen Jahr. „Die Derbys zwischen dem SV Straelen und dem 1. FC Kleve sind für alle Beteiligten immer etwas Besonderes. Da gibt’s im Vorfeld auch keinen Favoriten. Wir hatten bei unserem 3:2 im Hinspiel das Glück des Tüchtigen, weil Kleve in der zweiten Halbzeit einfach besser war und uns vor große Probleme gestellt hat“, warnt Houben.

Beim Klever Trainer Thomas von Kuczkowski und seinen Schützlingen ist die Vorfreude auf das Prestigeduell groß. „Wir wollen dem SV Straelen nicht schon bei uns die Meisterschaft schenken. Keiner kennt Straelens Ausgangsposition besser als wir. Der Druck liegt definitiv beim Gegner. Diesmal sind wir diejenigen, die befreit aufspielen können“, zeigt sich „Kucze“ vor dem Anpfiff angriffslustig. Der Taktikfuchs, der im Sommer zum Bezirksligisten TSV Wachtendonk-Wankum in den Südkreis wechselt, hat sich auch schon überlegt, wie der Tabellenführer ins Straucheln gebracht werden kann. „Wir müssen versuchen, selbst das Spiel zu machen. Es bringt nichts, sich gegen eine solche Top-Mannschaft vorrangig auf die Abwehr zu konzentrieren“, kündigt der Klever Trainer einen mutigen Auftritt des Gastgebers an. Bis auf die Langzeitverletzten Robin Deckers und Pascal Hühner kann „Kucze“ seine stärkste Elf aufs Spielfeld schicken. Die Voraussetzungen für ein prickelndes Derby sind somit gegeben.

Am Sonntag gibt’s für den 45-jährigen Übungsleiter, der mit dem SV Straelen seinen zweiten Titelgewinn in der Landesliga feiern möchte, ab 15 Uhr ein Wiedersehen mit der Bresserberg-Arena. Die Grün-Gelben haben im alten Jahr mit der herausragenden Bilanz von 46 Punkten aus 19 Spielen die Voraussetzungen dafür geschaffen, die schwierige „Mission Oberliga-Aufstieg“ erfolgreich beenden zu können. Ab sofort werden die Karten wieder neu gemischt. Der Vorsprung auf Rang drei und damit den ersten Nichtaufstiegsplatz beträgt sechs Punkte – jetzt müssen die Grün-Gelben beweisen, dass sie reif für die fünfthöchste deutsche Spielklasse sind.

Quelle: RP

By |2017-03-04T10:13:12+00:00März 4th, 2017|Senioren|0 Comments

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