Auf Augenhöhe mit den NLZs

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Wenn man Dirk Otten zuhört, merkt man, mit welch einer Leidenschaft er die Ausbildung der Junioren des SV Straelen vorantreibt. Im FuPa-Wintercheck redet der Jugendkoordinator über seine U13, aber auch über die gesamte Entwicklung der Jugendarbeit beim Regionalligisten. Dabei stellt er heraus, dass sich der SVS vor den kleineren Nachwuchsleistungszentren in der Region nicht verstecken braucht.

Wie zufrieden seid Ihr mit der abgelaufenen Halbserie?
Otten: Maximal zufrieden, denn wir sind in allen Pflichtspielen ungeschlagen geblieben. In der Leistungsklasse Kleve/Geldern gab es acht Siege und drei Unentschieden. Im Pokal stehen wir im Viertelfinale. In hochklassigen Testspielen, haben wir viele Nachwuchsleistungszentren gezeigt, dass wir vollkommen auf Augenhöhe sind.  Zudem haben sich alle Spieler im Kader enorm verbessert, eine klare Evolution in Bezug auf alle Elemente unseres Sports ist zu erkennen.

Wie bewertest Du die Entwicklung der Mannschaft / der einzelnen Spieler?
Otten: Hatte ich schon angerissen gerade. Ich sehe so viele Talente versauern weil einfach falsch oder schlecht trainiert wird. Wenn der DFB eine Optimierung der Leistungsspitze fordert, kann ich nur raten talentierte Spieler spätestens ab eine U11 in einen Leistungsorientierten Verein wie dem SV Straelen zu platzieren. Leider gibt es immer noch sehr viele schlecht ausgebildete Trainer, die natürlich meinen maximalen Respekt haben, aber einfach keine sinnvolle Entwicklung vorantreiben können. Im Umkehrschluss müsste der DFB also viel eher eine Optimierung der Trainerqualität fördern. Mir geht es da einfach noch nicht weit genug. Auch der Kostenapparat sollte mal überdacht werden. Die Jugendausbildung muss noch viel nachhaltiger gefördert werden, die DFB-Stützpunkte (Kreisauswahl) sind mittlerweile vollkommen nicht mehr Up-to-Date. Wir brauchen auch hier dringend Veränderungen.

Wie ist Euer Verletztenstand? Hattet Ihr diesbezüglich Pech oder hattet Ihr meistens die volle Kaderstärke?
Otten: Zwei Armbrüche haben uns ereilt, beide Spieler sind jedoch wieder im Einsatz. Muskuläre Probleme oder sonstige Verletzungen hatten wir nicht zu beklagen. Was sicherlich auch an der Belastungssteuerung im Training liegt.

Gibt es Veränderungen im Team? 
Otten: Wir haben im Winter mit Damien Kaiser genau einen Neuzugang. Das Leistungsniveau im Team ist derart gut, dass mir auch in unserem Fahrtradius von ca. 50 Kilometern maximal zehn Spieler einfallen, die dieses Leistungslevel erreichen können. Insofern hält sich im Winter die Fluktuation in Grenzen.

Verfügt Ihr über gute Bedingungen, um Euch auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten? Gibt es Vereine in Eurer Umgebung, die durch ihre Infrastruktur Vor- oder Nachteile haben?
Otten: Uns fehlt diesen Winter letztmalig ein Kunstrasen. In 2019 wird dieser jedoch kommen und dann finden wir in Straelen nahezu perfekte Bedingungen vor. Wir liegen dann absolut auf Augenhöhe mit den etwas kleineren Nachwuchsleistungszentren wie RW Oberhausen, RW Essen oder auch dem MSV Duisburg. Die Unterlagen zur Zertifizierung zu einem Nachwuchsleistungszentrum liegen übrigens auch schon vor. Mal sehen was da noch so passieren wird. Eventuell werden wir Nachwuchsleistungszentrum Nummer 70 deutschlandweit. Des Weiteren bin ich sehr glücklich ein funktionierendes Co-Trainer-Team zu haben. Mit Christian Barfuß, Yannick Nawrocki und meinem Sohn Leon Otten habe ich exzellente Hilfe, die ich so auch noch ausbilden kann. Sicherlich auch ein Grund warum wir unser Ziel Niederrheinliga so deutlich erreicht haben.

Wie lauten die Ziele bis zur Sommerpause?
Otten: Wir wollen eine bessere Rolle in der Niederrheinliga spielen als im letzten Jahr. Natürlich wird das schwer, immerhin ist es im U13-Bereich die höchste Liga im Verband und den DFB-Strukturen. Wenn ich die letzte Saison in der U13 vergleiche haben in unserer Liga lediglich der 1.FC Bocholt und der SV Straelen diese Liga erneut erreicht. Die Kontinuität zeigt also, dass wir eine besonders gute Ausbildungsphilosophie verfolgen. Da dürfen alle Beteiligten maximal stolz drauf sein. Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung, besser abzuschneiden als im Vorjahr und möglichst viele Spieler in unsere U14-Leistungsklasse zu übernehmen, um sich hier auf die U15-Niederrheinliga vorzubereiten ist das zweite Ziel. Wenn wir dann wieder Spieler an Borussia Mönchengladbach verlieren, wie im letzten Jahr Ben Steegers, dann zeigt es einfach was wir leisten. Seit dem ich nun hier in Straelen, im Bereich Ausbildung, in der Verantwortung stehe produzieren wir jedes Jahr bis zu fünf Spieler die wir in die richtig großen Clubs auf Profi-Niveau bringen. Nur darum geht es.

Gibt es ein Spiel bis zum Saisonende, auf das Ihr Euch besonders freut?
Otten: Ich freue mich maximal auf die Niederrheinliga. Die besten Teams mit guten Trainern zu spielen ist eine besondere Herausforderung. Eine einzelne Begegnung kann ich nicht unbedingt nennen. Ein Highlight wird sicherlich unser internationales Turnier in Prag. Außerdem stehen auch noch einige Testspiele gegen Bundesligisten an. Dort werden wir uns ebenso beweisen müssen wie in den Partien der Vorrunde.

Welche Getränke und welche Hits sind in Eurer Kabine besonders hoch im Kurs?
Otten: Wasser, ISO und Deutsch Rap von A bis Z. Unsere Kabinen-DJs Kulischkin und Brüster leisten hier beste Arbeit.

Welchen Spieler hättet Ihr gerne in Eurem Team und warum?
Otten: Da gibt es wie gesagt schon eine Liste, die wird aber nicht veröffentlicht. Sonst klingelt das Telefon und die kleineren Nachwuchsleistungszentren buhlen dann ebenso um die Spieler, ohne wie immer selbst Arbeit investiert zu haben.

Einfache Nennung reicht

Größte Überraschung in der Liga: SV Veert. Leider Letzter, aber auch unter wirklich schwierigen Bedingungen. Mannschaft und Trainer leisten dort richtig gute Arbeit.
Größte Enttäuschung in der Liga: Sevelen/Issum. Viele gute Spieler, aber keine Ergebnisse und Entwicklung. 
Amateurspieler der Hinrunde am Niederrhein: Da gibt es sicherlicht in jedem Jahrgang so einige.

Quelle: RP

By |2018-12-29T12:13:02+00:00Dezember 29th, 2018|Allgemein, Nachwuchs, Verein|0 Comments

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