Am Mittwochabend gilt’s für den Aufsteiger SV Straelen. Mit einem Sieg im Nachholspiel beim Schlusslicht TV Herkenrath kann die Mannschaft die Weichen in Richtung Klassenerhalt stellen. Ansonsten wird’s eng.

Das Ziel ist klar. Der Tross des SV Straelen möchte am Mittwochabend gegen 22 Uhr in den Mannschaftsbus steigen und mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise in Richtung Römerstraße antreten. Beim abgeschlagenen Tabellenletzten TV Herkenrath, der sich längst mit dem Abstieg abgefunden ist, ist ein Sieg Pflicht. Damit endlich wieder Ruhe einkehrt im Lager der Grün-Gelben.

Die Konstellation vor dem Nachholspiel in der Belkaw-Arena in Bergisch-Gladbach ist klar. Mit einem Sieg verbessert sich der SV Straelen in der Tabelle auf Platz zehn und kann bei acht Punkten Vorsprung auf Rang 15 gelassen in den Saisonendspurt von dann noch acht Spielen gehen. Bereits ein Unentschieden wäre allerdings zu wenig. Zum einen, weil die Mannschaft im neuen Jahr noch sieglos ist und dringend einen Knotenlöser benötigt. Zum anderen, weil das Straelener Restprogramm nicht gerade von Pappe ist. Und natürlich auch, weil die Verfolger in der unteren Tabellenhälfte aktuell fleißig punkten.

Am vergangenen Samstag war bei der verdienten 0:1-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen immerhin schon ein leichter Aufwärtstrend erkennbar. Zwar versteckten sich die Spieler des Gastgebers in der ersten Hälfte über weite Strecken wie das Kaninchen vor der Schlange und durften froh sein, dass sich der Gegner nicht unbedingt von seiner treffsichersten Seite zeigte. Andererseits hätte mit einer gewissen Portion Glück am Ende auch noch ein schmeichelhafter Punkt herausspringen können.

Trainer Marcus John ist zuversichtlich, dass in Bergisch-Gladbach der ersehnte erste Sieg im Kalenderjahr 2019 herausspringt. Vor allem auch deshalb, weil sich die Spieler am Montag beim Training sehr einsichtig zeigten. „Wir haben das Essen-Spiel noch einmal in Ruhe analysiert. Die Spieler wissen, dass sie den Gegner zu spät attackiert haben und wir auch deshalb kaum gefährliche Aktionen über die Flügel hatten. Ich bin guter Dinge, dass wir die Erkenntnisse schon in Herkenrath auf dem Platz umsetzen können“, sagt John.

Somit spricht einiges dafür, dass die Startelf vom Samstag auch in Bergisch-Gladbach aufläuft – nur mit einer etwas offensiveren Ausrichtung. Keisuke Ishibashi, der zurzeit die angeschlagene Nummer eins David Buchholz zwischen den Pfosten vertritt, hat sich allemal eine weitere Chance verdient. Mit einigen spektakulären Paraden verhinderte der Japaner eine höhere Niederlage gegen RWE. In der Innenverteidigung dürften Patrick Ellguth und Neuzugang Babacar M’Bengue weiterhin gesetzt sein. Adli Lachheb ist nach wie vor verletzt und wird wahrscheinlich noch weitere zwei Wochen lang ausfallen. Im Mittelfeld bleibt’s bei der „Doppel-Sechs“ Fabio Ribeiro und Kai Schwertfeger. Kevin Weggen dürfte sich gegen den Tabellenletzten, der am Samstag mit einer mehr als respektablen Nullnummer bei Borussia Mönchengladbach II auf sich aufmerksam machte, etwas weiter nach vorne orientieren.

Falls es etwas länger 0:0 stehen sollte, hat Trainer John im Angriff noch die eine oder andere Option. Randy Grens und Meguru Ogadaki machten gegen Essen nach ihrer Einwechslung verhältnismäßig viel Betrieb – jedenfalls hatte der SV Straelen mit den beiden Jokern auf dem Platz seine stärkste Phase. Von einer möglichen Revanche für die 0:3-Niederlage in der Hinserie kann übrigens keine Rede sein. Die Herkenrather Mannschaft, die im September an der Römerstraße auf dem Platz stand, hat den Verein in der Winterpause nahezu komplett verlassen.

Ab 19.30 Uhr kann’s der SV Straelen allen Kritikern zeigen. Ein Sieg – und die Krise ist im beginnenden Frühjahr Schnee von gestern.

Quelle: RP