Bekim Kastrati übernimmt den SV Straelen

Der 43-jährige Ex-Profi soll das sieglose Schlusslicht aus der Abstiegszone führen und sitzt im Spiel bei Rot Weiss Ahlen erstmals auf der Bank. Offensiv-Neuzugänge Marcel Heller und Philipp Kenan Dünnwald-Turan.

Präsident Hermann Tecklenburg hat auf die sportliche Talfahrt des Fußball-Regionalligisten SV Straelen reagiert und am Donnerstag einen neuen Trainer präsentiert. Bekim Kastrati heißt der Mann, der das Schlusslicht nach sieben Niederlagen in den ersten sieben Meisterschaftsspielen wieder in die Spur bringen soll. „Ich habe Bekim im Rahmen meiner früheren Vorstandstätigkeit bei Fortuna Düsseldorf kennen gelernt. Anschließend haben wir uns nie so richtig aus den Augen verloren“, sagt Tecklenburg. Der Bauunternehmer ist eng mit Holger Krebs befreundet. Dieser hatte 2018 als Sportlicher Leiter des damaligen Landesligisten Teutonia St. Tönis Kastrati als Trainer engagiert – der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Der inzwischen 43-jährige Deutsch-Albaner hatte die Teutonia, Vorgänger des Fusionsclubs SC St. Tönis, zwei Jahre später in die Oberliga geführt.

Jetzt hat Bekim Kastrati einen Vertrag an der Römerstraße unterschrieben, der zunächst bis zum Saisonende gültig ist. Er ist im Besitz der sogenannten „B+“-Trainerlizenz und darf mit Genehmigung des Westdeutschen Fußball-Verbandes den Regionalligisten in der laufenden Saison trainieren. Erstmals wird der Nachfolger von Sunday Oliseh, der am Donnerstag der Mannschaft vorgestellt wurde, am Freitagabend im Auswärtsspiel bei Rot Weiss Ahlen auf der Bank sitzen.

Speziell Anhängern des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach dürfte der Name noch etwas sagen. Kastrati ging in der Saison 2005/06 für die U 23-Auswahl der Borussia auf Torejagd und avancierte mit 29 Treffern zum Torschützenkönig der damaligen Oberliga Nordrhein. In jener Spielzeit trug er insgesamt vier Mal das Trikot mit der Raute in der Bundesliga, schloss sich aber anschließend dem Zweitligisten Eintracht Braunschweig an. Bekim Kastrati kann in seiner Vita außerdem drei Einsätze für die albanische Nationalmannschaft vorweisen.

Während der Vertragsverhandlungen hat Hermann Tecklenburg kein Geheimnis daraus gemacht, dass Kastrati sich auf eine komplizierte Aufgabe gefasst machen muss. „Wir haben aktuell die wahrscheinlich schwierigste Mannschaft, die jemals für den SV Straelen aufgelaufen ist. Die Spieler kommen aus zehn Nationen. Bekim muss daraus eine Mannschaft machen. Für ihn ist das natürlich auch eine Riesenchance. Wenn er das schafft, hat er sich endgültig einen Namen als Trainer gemacht“, so der Straelener Präsident.

In dessen Büro wurden ganz nebenbei am Donnerstag noch zwei weitere Verträge unterzeichnet. Der ehemalige Bundesliga-Profi Marcel Heller, der die rechte Außenbahn deutlich beleben soll, ist ab sofort spielberechtigt und wird in Ahlen seine Premiere im Straelener Trikot feiern. Der 36-jährige Aachener, der in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt, Darmstadt 98 und den FC Augsburg im Einsatz war, ist auch als Führungsspieler vorgesehen. „Er wird uns mit seiner enormen Erfahrung sofort helfen“, sagt Tecklenburg.

Hellers Flanken sollen unter anderen einen neuen Abnehmer finden. Von Scunthorpe United aus der englischen National League – der fünfthöchsten Spielklasse auf der Insel – kommt Mittelstürmer Philipp Kenan Dünnwald-Turan. Der 26-Jährige bringt viel Regionalliga-Erfahrung mit. Vor seinem England-Abstecher war der gebürtige Düsseldorfer unter anderen für den Wuppertaler SV, Fortuna Köln und den Bonner SC im Einsatz. Sollten die Modalitäten mit dem englischen Verband rechtzeitig geklärt werden können, soll Dünnwald-Turan ebenfalls schon in Ahlen spielen.

Quelle: RP (Volker Himmelberg)
Foto: amafuma.de (Heiko van der Velden)

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TAGE

STUNDEN

MINUTEN

SEKUNDEN

TABELLE

Platz

Club

Spiele

Punkte

1

SC Preußen Münster

34

79

2

Wuppetaler SV

34

66

3

Borussia Mönchengladbach II

34

66

4

SV Rödinghausen

34

58

5

Kaan-Maienborn (AUF)

34

55

6

Fortuna Köln

34

54

7

RW Oberhausen

34

53

8

Alemannia Aachen

34

53

9

Schalke 04 II

34

49

10

1. FC Düren (AUF)

34

48

11

SV Lippstadt

34

46

12

SC Wiedenbrück

34

41

13

Fortuna Düsseldorf II

34

39

14

1. FC Köln II

34

38

15

FC Bocholt (AUF)

34

36

16

RW Ahlen

34

29

17

SG Wattenscheid (AUF)

34

27

18

SV Straelen

34

17