Das Wiedersehen mit der Hafenstraße

//Das Wiedersehen mit der Hafenstraße

Um 19.30 Uhr geht’s los: Regionalliga-Aufsteiger SV Straelen tritt vor mehreren Tausend Zuschauern bei RW Essen. Das Ganze gab’s schon einmal. Vor gut 20 Jahren entführten die Grün-Gelben mit Jos Luhukay auf der Bank einen Punkt.

Eingefleischte Anhänger des SV Straelen wissen es natürlich: Wenn der Aufsteiger am Freitagabend unter Flutlicht zu einem Meisterschaftsspiel an der Essener Hafenstraße antritt, handelt es sich dabei nicht um eine Premiere. Vor zwei Jahrzehnten erlebte der Verein von der Römerstraße seine erste sportliche Hochzeit.

Seinerzeit mischten die Grün-Gelben in der Oberliga Nordrhein mit – damals ebenfalls die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball. In der Saison 1998/99 gehörte Rot-Weiß Essen, Deutscher Meister von 1955, genau wie heute zu den Ligarivalen. Am 4. Oktober 1998 verlor der SV Straelen sein Heimspiel mit 2:4. Doch im Rückspiel wählte ein Mann die richtige Taktik, der kurze Zeit später von der Römerstraße aus als Profitrainer richtig durchstarten sollte: Jos Luhukay. Unter Regie des Niederländers, der nach den Stationen 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC Berlin und VfB Stuttgart inzwischen den englischen Proficlub Sheffield Wednesday trainiert, erreichte der SV Straelen bei seinem ersten Auftritt an der Hafenstraße am 28. März 1999 ein 0:0.

Im folgenden Sommer sollten sich die sportlichen Wege beider Vereine wieder trennen. RW Essen gewann den Titel in der Oberliga Nordrhein und machte somit den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. Für die damals noch dritthöchste Liga rüstete RWE personell auf. Zu den Verstärkungen gehörte unter anderen ein gewisser Marcus John.

Und damit zurück in die Gegenwart. „Für eine erneute Nullnummer würde ich sofort unterschreiben“, sagt Marcus John, der den SV Straelen in die Vierte Niederlage geführt und dort mit seiner Mannschaft trotz der jüngsten 0:3-Niederlage gegen Mitaufsteiger TV Herkenrath einen glänzenden Saisonstart hingelegt hat. Die Vorzeichen vor dem Flutlicht-Kick, dem ganz Straelen entgegenfiebert, sind klar: Auf der einen Seite der Traditionsverein RW Essen, der die „Schweineliga“ – so die nicht ganz ernst gemeinte Bezeichnung einer groß angelegten Plakataktion im vergangenen Jahr – endlich wieder verlassen möchte. Auf der anderen Seite Aufsteiger SV Straelen, der sein Glück immer noch nicht so richtig fassen kann, in Liga vier mitmischen zu dürfen.

„Ich traue RW Essen in dieser Saison die Meisterschaft zu, obwohl die Mannschaft mit viel Verletzungspech in die Saison gestartet ist. Von zehn Spielen gegen dieses Topteam verlieren wir wahrscheinlich acht. Doch wenn wir einen dieser Tage erwischen, an denen bei uns alles stimmt, ist eine Überraschung möglich“, sagt John.

Der Trainer, im Stadtteil Steele aufgewachsen, ist übrigens nicht der einzige „Essener Junge“ im Straelener Kader. Besonders traurig ist Torwart David Buchholz, weil er das Spiel wegen einer Knieverletzung verpasst. Wahrscheinlich auf der Bank sitzt Verteidiger Dennis Abrosimov, Neuzugang von der Spvgg. Schonnebeck.

Ein Sieger steht vorab bereits fest: Der Straelener Anhang, der sich scharenweise auf den Weg in die Ruhrmetropole macht. Vereinswirt Dieter Niersmans öffnet um 16 Uhr das Clubheim, damit sich die Fans vor der Abreise auf den Schlager einstimmen können.

Quelle: RP

By |2018-09-21T12:30:06+00:00September 21st, 2018|Senioren|0 Comments

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