Der Oberliga-Aufstieg gerät in Gefahr

//Der Oberliga-Aufstieg gerät in Gefahr
Nächster Rückschlag für den Tabellenführer: SV Straelen kassiert eine bittere 0:2 (0:1)-Niederlage beim Abstiegskandidaten Viktoria Buchholz. Die Verfolger SV Sonsbeck und VfB Speldorf machen Boden gut.

Wenige Minuten nach dem Abpfiff wirkte Stephan Houben erstmals in der laufenden Saison ratlos. „Ich weiß nicht, wie wir die schlagen sollen“, meinte der Trainer des Landesliga-Tabellenführers im Hinblick auf das folgende Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen II (23. April). Doch einige Augenblicke später war der Kampfgeist schon wieder geweckt: „Bis dahin fällt mir schon noch etwas ein.“

Muss es auch. Denn Fakt ist: Nach der 0:2 (0:1)-Niederlage bei Viktoria Buchholz und dem damit dritten sieglosen Spiel in Folge ist die „Mission Oberliga-Aufstieg“ noch einmal in Gefahr geraten. Der Vorsprung auf Rang drei, auf den sich der VfB Speldorf mit einem 3:1 gegen die Sportfreunde Königshardt verbesserte, beträgt sieben Runden vor Schluss „nur“ noch sechs Punkte. Die Grün-Gelben besitzen nach wie vor glänzende Chancen auf einen der beiden Aufstiegsplätze, müssen aber spätestens seit Donnerstagabend wieder zittern und rechnen.Houben wollte zwar fairerweise nach der Partie keine Entschuldigung für den unterirdischen Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit gelten lassen. Doch vor rund 150 Zuschauern verloren seine Schützlinge ein Spiel, für das die Bezeichnung „dreckig“ noch geschönt ist. Eine Minute war gespielt, als der SVS-Trainer bereits bei einem Einwurf massiv vom Buchholzer Spieler Marc Mallwitz an der Seitenlinie bedrängt wurde. Nach einer Viertelstunde sah die Straelener Abwehr zu, wie Viktoria-Kapitän Max Clever unbedrängt zum 1:0 einköpfte.

Fortan war der abstiegsgefährdete Neuling mit allen Mitteln darauf bedacht, den knappen Vorsprung irgendwie über die Zeit zu retten. Nach dem Abpfiff gab es kaum noch einen Buchholzer Akteur, dem Schiedsrichter Marvin Bihler nicht die Gelbe Karte wegen Spielverzögerung gezeigt hatte. Auch einige Zuschauer waren nicht an der zügigen Fortsetzung der Partie interessiert – anders lässt sich die absichtliche Richtungsänderung mehrerer Bälle, die zuvor im Aus gelandet waren, nicht erklären. Unterste Schublade war indes, dass sich ein Teil der Viktoria-Anhänger und -Spieler nach dem Schlusspfiff nicht damit begnügte, den Sieg zu feiern. Mit den Fäusten traktierten sie minutenlang die Eingangstür zur Straelener Kabine und lieferten damit eine abstiegsreife Vorstellung.

Zu allem Überfluss hatte der SV Straelen, der sich in der ersten Halbzeit keine einzige Chance erarbeitet hatte, nach dem Seitenwechsel auch noch ein Übermaß an Pech. Nach der Einwechslung von Jannik Stevens für Fabio Ribeiro, der sich in der Anfangsphase eine Kopfverletzung zugezogen hatte, machte der Tabellenführer Dampf. Doch das Runde wollte an diesem Abend einfach nicht ins Eckige. Nach einem Schuss von Rene Jansen klärte ein gegnerischer Verteidiger per Kopf auf der Linie (53.). Einen Schuss von Randy Grens aufs kurze Eck wehrte Viktoria-Keeper Maik Hoppe im Nachfassen ab (64.). Dann flog ein Kopfball von Daniel Vogel wenige Zentimeter über die Latte (66.).

Und dann war er endlich da. Der längst fällige Ausgleich für den Spitzenreiter. Doch die Freude des mitgereisten Straelener Anhangs währte nur wenige Sekunden. Denn nach einem Kopfball von Randy Grens (78.) hatte der Linienrichter eine Abseitsposition gesehen und hob die Fahne – eine äußerst umstrittene Entscheidung. Sechs Minuten später setzte der eingewechselte Philipp Brouwers zu einem unwiderstehlichen Solo an. Einziger Makel war der Abschluss: Der Ball segelte am langen Pfosten vorbei. In der Nachspielzeit war der gebrauchte Abend für den SV Straelen perfekt, als Christian Scharwächter zum 2:0-Endstand traf.

Für Stephan Houben war die Niederlage seiner Mannschaft trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit folgerichtig: „Der ominöse Fußballgott belohnt meistens diejenige Mannschaft mit der nötigen Portion Glück, die hart dafür arbeitet. Und das haben wir leider in der ersten Hälfte nicht getan.“ Noch gibt’s keinen Grund zur Panik – weiter geht’s gegen RWO II.

Quelle: RP

By |2017-04-15T09:30:39+00:00April 15th, 2017|Senioren|0 Comments

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