Der SV Straelen stellt höhere Ansprüche

//Der SV Straelen stellt höhere Ansprüche

Das halbe Dutzend ist voll: Landesligist setzt seinen Höhenflug mit einem verdienten 3:1 gegen Union Nettetal fort.

Trainer Sandro Scuderi kann sich inzwischen den Luxus erlauben, trotz des Erfolgs nicht ganz zufrieden zu sein.

Der SV Straelen möchte zwar erst in der kommenden Saison ein Wörtchen im Kampf um die Meisterschaft in der Landesliga mitsprechen. Doch die Ansprüche an der Römerstraße steigen bereits jetzt. „Ich freue mich, dass meine Mannschaft ein Spiel gewonnen hat, das mich als Trainer nicht ganz so zufrieden gestellt hat“, meinte Sandro Scuderi nach der Begegnung.

Unmittelbar zuvor hatten die Grün-Gelben immerhin einen Gegner geschlagen, der sich erstgestern endgültig aus dem Rennen um den Aufstieg verabschiedet hat. Der SV Straelen hat damit inzwischen schon sechs Meisterschaftsspiele in Folge ungeschlagen überstanden. Und ein Ende dieser Serie ist nicht absehbar. Denn in der aktuellen Form ist das Team auch am kommenden Sonntag im Kreis-Derby beim Tabellenführer 1. FC Kleve nicht chancenlos.

Ein weiteres Indiz für das gestiegene Straelener Selbstvertrauen lieferte bereits die Startaufstellung. Obwohl sich seine Schützlinge am Donnerstag beim Abstiegskandidaten VfB Uerdingen drei Gegentreffer eingehandelt hatten, entschied sich Scuderi erneut für die Offensiv-Formation mit der Doppel-Spitze Randy Grens und David Kalokoh sowie Spielmacher Sebastian Clarke.

Speziell in der Anfangsphase hatte der Gastgeber deutliche Vorteile. Bereits in der 14. Minute fiel der verdiente Führungstreffer. Randy Grens setzte aus der eigenen Hälfte heraus zu einem unwiderstehlichen Sololauf an. Seine etwas ungenaue Hereingabe wehrte ein Nettetaler Verteidiger ins Aus ab. Der folgende Eckball segelte unbehelligt in den Strafraum – am zweiten Pfosten lauerte Clarke und erzielte per Kopf seinen zehnten Saisontreffer.

Vom Tabellenfünften aus Nettetal, der sich gestern die dritte Niederlage in Serie einhandelte, war wenig bis nichts zu sehen. Ex-Profi Chiquinho, der auch schon 42 Jahre auf dem Buckel hat, rieb sich in vielen Zweikämpfen auf und war gegen den Straelener Youngster Marvin Hitzek in der Regel zweiter Sieger. In der 28. Minute gab Blerim Rrustemi einen harmlosen Schuss auf das Tor von SVS-Keeper Marian Gbur ab – das war’s auch schon.

Die Gäste waren jetzt optisch überlegen, lieferten aber brotlose Kunst ab. Kurz vor der Pause hätte sogar das 2:0 fallen müssen. Doch Andreas Schulz, der sich ausnahmsweise in den Strafraum gewagt hatte, verstolperte nach einem perfekten Zuspiel von Grens den Ball. Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste noch einmal die Schlagzahl. Sehr zur Freude der Union-Anhänger auf der Tribüne, die jetzt allmählich Oberwasser bekamen und die beste Phase ihrer Mannschaft erlebten.

In der 57. Minute sah Philipp Cox nach einem Foul an Chiquinho die Gelbe Karte. Den fälligen Freistoß nutzte Tom van Bergen dazu, um seinen künftigen Mannschaftskameraden Marian Gbur zu einer Glanzparade zu zwingen. Fünf Minuten später war’s passiert. Nach Vorarbeit von Chiquinho, der in der Schlussphase verletzt ausgewechselt werden musste, traf Rrustemi mit einem Schuss ins kurze Eck zum 1:1. Eine Szene, die den Straelener Sportdirektor Ilja Ludenberg ärgerte: „Wir müssen noch lernen, in solchen Phasen ruhiger zu bleiben und ein Spiel auch mal nach Hause zu schaukeln.“

Doch den verdienten Dreier holten sich die Grün-Gelben trotz des Gegentreffers. Zum einen, weil Lukas Nabbefeld in der 69. Minute wie aus dem Nichts das 2:1 markierte. Zum anderen, weil David Kalokoh sieben Minuten später nach Vorarbeit von Randy Grens im Stile eines Torjägers auf 3:1 erhöhte – die Serie des SV Straelen hält.

Quelle: RP

By |2016-03-29T06:35:28+00:00März 29th, 2016|Senioren|0 Comments

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