Der SV Straelen trifft schon wieder nicht

Straelen · Wie schon in den Partien gegen den 1. FC Köln II und den SV Rödinghausen gibt’s auch gegen den FC Schalke 04 II eine Nullnummer. Der Tabellenletzte überzeugt, tritt aber im Abstiegskampf auf der Stelle.

Der SV Straelen ist mit einem torlosen Remis gegen die Nachwuchskicker des Bundesligisten FC Schalke 04 in die Rückrunde gestartet. Die Mannschaft demonstrierte erneut, dass sie sich im aussichtslos erscheinenden Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hat. SVS-Trainer Bekim Kastrati scheint die richtige Mischung aus Spielern gefunden zu haben, von denen ein großer Teil in der Vergangenheit eher ein Schattendasein fristete, die aber eine Leidenschaft an den Tag legen, die bis auf die Zuschauerränge spürbar ist.

Innenverteidiger Dacain Dacruz Baraza äußerte sich unmittelbar nach dem Spiel kämpferisch: „Wir sind mit einer Punkteteilung in die Rückrunde gestartet und haben zu Null gespielt. Das ist positiv und gibt Hoffnung für die nächsten Aufgaben.“ Die zuletzt erzielten Ergebnisse passen definitiv nicht zu den gezeigten Leistungen. So bemerkenswert die Nullnummern gegen den 1. FC Köln II, SV Rödinghausen und jetzt gegen die Knappen auch sein mögen, sie helfen dem Tabellenletzten kein Stück weiter. Entsprechend groß war der Frust bei Ex-Profi Marcel Heller angesichts der Tatsache, dass Saisonsieg Nummer drei noch auf sich warten lässt. Gäste-Trainer Jakob Frimpel reagierte nach dem Schlusspfiff erleichtert: „Über die gesamte Spielzeit gesehen lag das Chancenplus bei den Straelenern. Wir nehmen den einen Punkt gerne mit.“

Die Statistik zum Spiel des SV Straelen

SV Straelen: Paris – Cirillo, Baraza, Päffgen, Miyamoto – Ndiaye, Joep Munsters, Heller (80. Ibrahimi), Niek Munsters, Yamada (46. Mata) – Dünnwald (77. Vicario).

FC Schalke 04 II: Heekeren – Lelle, Müller, Kyerewaa, Castelle (75. Amadin), Kozuki, Balouk (63. Bokate), Calhanoglu, Sané (63. Flotho), Boboy, Kurt (80. Mfundu).

Tore: Fehlanzeige.

Zuschauer: 650.

Schiedsrichter: Alexander Schuh (Düsseldorf).

Nächstes Spiel: 1. FC Kaan-Marienborn – SV Straelen (Sa., 14 Uhr).

Die Talente aus der Knappenschmiede legten einen Blitzstart hin und hätten in den Anfangsminuten in Führung gehen können, scheiterten jedoch mehrfach an SVS-Schlussmann Julius Paris, der erneut eine tadellose Partie ablieferte. Im weiteren Spielverlauf bekamen die Gastgeber die Partie immer besser in den Griff. Vor rund 650 Zuschauern entwickelte sich eine vom Kampf geprägte Parte, bei der echte Torchancen auf beiden Seiten Mangelware blieben.

Kastrati wechselte zu Beginn des zweiten Durchgangs den pfeilschnellen Ken Mata ein. Eine Maßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlte. In Zusammenarbeit mit Marcel Heller auf dem anderen Flügel sorgte der Youngster für eine echte Belebung des Straelener Offensivspiels. Nach 53 Minuten hatte Marco Cirillo den Straelener Führungstreffer auf dem Fuß, im direkten Gegenzug traf Niklas Castelle auf der anderen Seite nur das Außennetz. Die Dominanz der Gäste aus der ersten Halbzeit war längst verloren gegangen, das eindeutig torgefährlichere Team war der SV Straelen. Doch es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass beste Möglichkeiten ungenutzt bleiben. So auch wieder an diesem nasskalten Samstagnachmittag, bis Schiedsrichter Alexander Schuh nach vierminütiger Nachspielzeit dem torlosen Treiben ein Ende setzte.

„Ich bin mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden, da hätten wir auch zurückliegen können. Dann haben wir in der Pause etwas umgestellt und eine richtig gute zweite Hälfte gespielt“, sagte Kastrati in der Pressekonferenz. „Ich werde meinen jungen Spielern mit Sicherheit keinen Vorwurf machen, aber wir hätten heute mindestens ein oder zwei Tore machen müssen.“ Auch der Trainer gibt sich weiterhin kämpferisch: „Die Mannschaft lebt, die Mannschaft versucht alles und die Mannschaft ist fit. Wir geben alle unser Bestes, um in den nächsten Spielen endlich mal wieder zu treffen und nach Möglichkeit Siege zu feiern.“

Für die Straelener Überlegenheit in der zweiten Halbzeit hatte sein Schalker Kollege Frimpel eine simple Erklärung: „Nach der Pause war es auf sehr schwierig bespielbarem Boden ein sehr wildes Spiel. Und das tut uns nicht gut, da meine jungen Spieler dafür auch nicht die nötige Physis auf dem Platz haben.“

Zwei Aufgaben warten bis zur Winterpause noch auf den SV Straelen, in denen unbedingt der Ergebniskrise ein Ende gesetzt und das Punktekonto auf eine ansehnlichere zweistellige Zahl erhöht werden soll. Am kommenden Samstag reist die Mannschaft zum starken Aufsteiger nach Kaan-Marienborn, im letzten Spiel des Jahres stellt sich Rot-Weiß Oberhausen an der Römerstraße vor.

Quelle: RP (Heinz Spütz)

Foto: amafuma.de

Nächstes Spiel

04.02.2022

Regionalliga West

1. FC Düren

VS

14:00 UHR

SV Straelen

TAGE

STUNDEN

MINUTEN

SEKUNDEN

TABELLE

Platz

Club

Spiele

Punkte

1

SC Preußen Münster

19

44

2

Borussia Mönchengladbach II

20

36

3

Wuppertaler SV

19

35

4

1. FC Kaan-Marienborn (AUF)

20

34

5

Alemannia Aachen

19

33

6

RW Oberhausen

20

32

7

Schalke 04 II

19

30

8

SV Lippstadt

19

30

9

SV Rödinghausen

19

28

10

Fortuna Köln

18

26

11

SC Wiedenbrück

20

24

12

Fortuna Düsseldorf II

19

23

13

1. FC Düren (AUF)

20

23

14

FC Bocholt (AUF)

18

20

15

1. FC Köln II

20

20

16

RW Ahlen

19

19

17

SG Wattenscheid (AUF)

20

18

18

SV Straelen

20

9