Die Gallier von der Römerstraße kommen

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Die runderneuerte Mannschaft des SV Straelen traf sich gestern zum Trainingsauftakt. Bis zum Start am 28. Juli wird hart gearbeitet

Der SV Straelen hat vorläufig den Gipfel erreicht. Vierte Liga — da fängt allmählich der Profifußball. Die Folgen bekommen die Verantwortlichen zu spüren, gehen aber ganz gelassen mit dem hohen Aufwand um. Während sich das kickende Personal gestern zum lockeren Aufgalopp unter Regie von Trainer Marcus John an der Römerstraße traf, setzten sich die entscheidenden Männer im Hintergrund in einem Besprechungsraum zusammen. Obmann Stephan Dix kümmert sich inzwischen schon seit Wochen darum, dass der Verein rechtzeitig bis zum Saisonstart die Auflagen des Westdeutschen Fußball-Verbandes erfüllt. In erster Linie geht’s darum, wie sich das „neue“ Stadion an der Römerstraße künftig baulich darstellt. Dix hat den Plan und strahlt Zuversicht aus: „Es wird rechtzeitig so sein, wie wir uns das vorstellen.“

Sportlicher Leiter Stephan Houben ist derweil erfolgreich mit der Kaderplanung beschäftigt. Und bereits zum Scherzen aufgelegt: „Das aktuelle Bild von der Mannschaft gefällt mir schon sehr gut. Das gallische Dorf dürfte bereits in der Lage sein, den einen oder anderen Großen zu ärgern.“ Nicht zu vergessenen Horst Kucharz. Der Fußball-Lehrer steht den beiden Protagonisten mit seinem riesigen Erfahrungsschatz als Berater zur Seite.

Diese drei Männer möchten einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass der Aufsteiger in der Regionalliga nicht von vorneherein chancenlos ist. Und vielleicht sogar länger als ein Jahr gegen Traditionsvereine wie RW Essen, RW Oberhausen oder Alemannia Aachen antreten darf.

An den Spielern soll’s jedenfalls nicht scheitern. Die präsentierten sich gestern schon nahezu topfit und legten sich mächtig ins Zeug. Gegrillt wurde anschließend zwar auch gestern. Doch die Zeiten, in denen Vereinswirt Dieter Niersmans beim ersten Training schon mit den leckeren Würstchen am Spielfeldrand wartete, sind vorbei.

Dafür wird’s auch viel zu früh ernst. Nur fünf Wochen bleiben Marcus John und seinen Assistenten Khaled Daftari, der gerade seine Flitterwochen in Jamaika genießt, und Stefan Post, um die runderneuerte Mannschaft der Grün-Gelben auf das „Abenteuer Regionalliga“ vorzubereiten. Der Vorbereitungsplan sieht inklusive Testspiele wöchentlich sechs Einheiten vor. Es ist schließlich fast schon eine gefühlte Ewigkeit her, dass der SV Straelen einmal in der Landesliga gespielt hat.

Zum Auftakt waren fast alle da. Nur Sander Lenders und Neuzugang Malik Cakmakci, der von der A-Jugend des Drittligisten Preußen Münster kommt, befinden sich noch im Urlaub. Und Torjäger Randy Grens erholt sich noch von den Folgen einer Fußoperationen. Ansonsten konnten sich die Zaungäste bereits mit den neuen Gesichtern vertraut machen. Der „Star“ der Mannschaft machte einen aufgeräumten, lockeren Eindruck und fing ganz sicher die ersten Bälle ab. Es dürfte anscheinend nicht lange dauern, bis David Buchholz, der vom Drittligisten Sportfreunde Lotte gekommen ist, beim SV Straelen heimisch wird. Unmittelbar vor ihm soll beispielsweise Cedrik Mvondo dafür sorgen, der die Hauptstadt Berlin mit dem Dorf am Niederrhein getauscht hat, dass die neue Nummer eins sofort unter Dauerbeschuss gerät. Der erste Auftritt des Innenverteidigers verlief vielversprechend — der junge Mann wirkt nicht unbedingt wie einer, der sich von gegnerischen Stürmern abkochen lässt.

Es sind selbstbewusste Jungs. So wie der gebürtige Reeser Marvin Tenbült, der seit seinem zwölften Lebensjahr alle Nachwuchsmannschaften von Borussia Mönchengladbach durchlaufen hat. Oder Denis Sitter, der vor seinem Wechsel zum Bayern-Regionalligisten Greuther Fürth II im Nachwuchs-Leistungszentrum von Bayer Leverkusen ausgebildet wurde.

Die asiatische Connection des SV Straelen hat’s ebenfalls in sich. Neben dem Koreaner Yodan Kim, der die rechte Außenbahn beackert, vertraut der Aufsteiger auf zwei brandgefährliche Japaner: Shun Terada (zuletzt FSV Vohwinkel) gilt als Knipser, wie er im Buche steht. Sein Landsmann Meguru Odagaki kommt mit der Empfehlung von 22 Saisontoren für den Mittelrhein-Oberligisten Viktoria Arnoldsweiler. Hoffnungen auf einen Stammplatz dürfen sich auch die Neuzugänge Dennis Durmus (MSV Duisburg), der baumlange Innenverteidiger Dion van Horne (VV Venlo) und Dennis Abrosimov (Spvg. Schonnebeck) machen.

Und zwei Kracher sollen in Kürze noch kommen: Einer fürs offensive Mittelfeld, einer für ganz vorne. Stephan Houben arbeitet mit Hochdruck dran. Man darf schon jetzt gespannt sein auf die „Gallier“ von der Römerstraße.

Quelle: RP (Volker Himmelberg)

By |2018-06-25T05:50:03+00:00Juni 25th, 2018|Allgemein, Senioren, Verein|0 Comments

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