Die große Thorsten-Lippold-Show

//Die große Thorsten-Lippold-Show
Der Angreifer, der im Sommer zu seinem Heimatverein SV Lürrip zurückkehrt, schießt den SV Straelen vor 180 Besuchern im Alleingang zum 3:1 gegen Arminia Klosterhardt und damit in Richtung Oberliga.
Thorsten Lippold hat nur eine Saison gebraucht, um an der Römerstraße bleibenden Eindruck zu hinterlassen. In seinem vorletzten Heimspiel demonstrierte der 29-jährige Angreifer gestern noch einmal eindrucksvoll, wie wertvoll er für den SV Straelen ist. „Wohl dem, der einen Thorsten Lippold hat“, lobte Trainer Stephan Houben seinen langjährigen Weggefährten nach dem 3:1 gegen Arminia Klosterhardt.

Mannschaftsdienlich, torgefährlich und unermüdlich unterwegs – mit diesen Eigenschaften zurrte Lippold, der im Sommer zu seinem Heimatverein SV Lürrip zurückkehrt, Saisonsieg Nummer 22 praktisch im Alleingang fest.Dennoch wirkten die Spieler des Tabellenführers nach dem Schlusspfiff leicht bedröppelt. Hintergrund: Die allerletzten theoretischen Zweifel am Aufstieg in die Oberliga sind immer noch nicht aus dem Weg geräumt. Drei Runden vor Schluss hat der SV Straelen acht Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten VfL Rhede und weist zudem das um 20 Treffer bessere Torverhältnis auf. Um endgültig auf der sicheren Seite zu sein, soll am kommenden Sonntag ein Sieg beim Viertletzten SV Schwafheim her. „Ich kann die Jungs sogar etwas verstehen. Sie wollen nach dieser anstrengenden Saison jetzt endlich Klarheit haben und feiern“, sagte Houben.

Der Straelener Coach hatte vor der Begegnung mit einer kleinen Überraschung aufgewartet und Torjäger Randy Grens auf die Bank beordert. Ganz vorne sollten es Thorsten Lippold und Rene Jansen richten. Doch vor rund 180 Zuschauern ging der Schuss gegen den Abstiegskandidaten aus Oberhausen, der zuletzt mit zwei 4:0-Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht hatte, zunächst nach hinten los. Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, als der Außenseiter in Führung ging. Nach einer scharfen Hereingabe von der rechten Seite war Straelens Verteidiger Frederik Verlinden wohl als Letzter am Ball, der wenig später am machtlosen Torhüter Marian Gbur vorbei im Netz landete.

Der Spitzenreiter wirkte allerdings nicht sonderlich geschockt und kontrollierte das Geschehen. Bereits in der 24. Minute hätte die große Thorsten-Lippold-Show ihren Anfang nehmen können, doch nach einer sehenswerten Einzelaktion trennte sich der Mönchengladbacher noch etwas zu spät vom Ball. Dafür klappte es sechs Minuten später besser. Der aufgerückte Daniel Vogel wurde wenige Zentimeter vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß schlenzte Lippold gekonnt ins rechte Eck.

Und in der Folgezeit häuften sich die guten Nachrichten für den Tabellenführer. In der Halbzeitpause machte ein Ergebnis aus Hattingen die Runde: Die Sportfreunde Niederwenigern lagen nach 45 Minuten mit 1:0 gegen den VfL Rhede vorne. Und unmittelbar nach Wiederanpfiff sorgte Thorsten Lippold unter dem Jubel des Straelener Anhangs für klare Verhältnisse. In der 48. Minute schob der Mann des Tages den Ball aus kurzer Distanz ganz gelassen zum 2:1 ins untere rechte Eck. Und nur 60 Sekunden später brachte der Stürmer, der jetzt schon 19 Saisontore auf seinem Konto hat, eine gesunde Portion Egoismus mit. Lippold schnappte im gegnerischen Strafraum seinem Mitspieler Yodan Kim den Ball vom Fuß, der Bruchteile von Sekunden später im Netz zappelte. Um 16.09 Uhr war der SV Straelen bereits Oberligist.

Doch parallel sollte der VfL Rhede noch ein Einsehen mit dem Straelener Vereinswirt Dieter Niersmans haben, der sich im Vorfeld noch nicht für eine rauschende Aufstiegs-Party eingedeckt hatte. Der Tabellendritte aus dem Münsterland drehte im zweiten Durchgang mit drei Treffern den Spieß um und wahrte seine Chance auf den Aufstieg. Und sorgte gleichzeitig dafür, dass die Grün-Gelben auch in dieser Woche noch etwas mit dem Tabellenrechner beschäftigt sind. Nach dem Lippold-Doppelpack tat sich auf dem Rasen an der Römerstraße nicht mehr viel. Der Drittletzte aus Klosterhardt, der sich ordentlich verkaufte, war jetzt in erster Linie darauf bedacht, im Abstiegskampf sein halbwegs ordentliches Torverhältnis zu wahren. Und der Tabellenführer hatte den angestrebten Sieg frühzeitig im Sack und nahm lediglich noch etwas enttäuscht das Ergebnis aus Niederwenigern zur Kenntnis.

Gefeiert wird am kommenden Sonntag im Moerser Stadtteil Schwafheim in jedem Fall. Rein rechnerisch kann es zwar immer noch im passieren, dass die „Mission Oberliga-Aufstieg“ erst im letzten Heimspiel gegen den VfL Repelen erfolgreich beendet wird. Doch Geburtstagskind Stephan Houben wartet in Schwafheim auf die Geschenke seiner Schützlinge. . .

Quelle: RP

By |2017-05-09T06:36:09+00:00Mai 9th, 2017|Senioren|0 Comments

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