Die Sensationellen von der Römerstraße

//Die Sensationellen von der Römerstraße

Womit niemand gerechnet hatte, ist tatsächlich passiert: Aufsteiger SV Straelen führt zur Halbzeit der Saison die Tabelle an. Die Mannschaft ist damit ein ernsthafter Titelkandidat. Am Sonntag führt die Reise nach Velbert.

SSVg. Velbert – SV Straelen (So., 14.15 Uhr). Der SV Straelen hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine unglaubliche Entwicklung hingelegt. Im Frühjahr 2015 stand die Mannschaft kurz vor dem Abstieg in die Bezirksliga.

Erst am letzten Spieltag herrschte nach einem Derbysieg bei den Sportfreunden Broekhuysen endgültig Sicherheit in Sachen Klassenerhalt. Das ist eine gefühlte Ewigkeit her. Denn in wenigen Wochen wird Präsident Hermann Tecklenburg beim Westdeutschen Fußball-Verband die Lizenz für die Regionalliga beantragen. Sportlich lässt ihm das Team um Trainer Dietmar Schacht gar keine andere Wahl: Die Grün-Gelben lassen sich einfach nicht aus der Erfolgsspur bringen und sind längst ein ernsthafter Titelkandidat.

„Wir wussten zwar alle, dass wir eine tolle Mannschaft haben. Aber natürlich konnte niemand damit rechnen, dass es so gut läuft“, sagt Kato Sürün, Sportlicher Leiter des Clubs von der Römerstraße. Maßgeblichen Anteil an der Tabellenführung hat der Meistermacher, der sich im Sommer verabschiedet hat. Stephan Houben, der gerade den Bezirksligisten TSV Wachtendonk-Wankum auf Trab bringt, vermittelte dem Aufsteiger drei Neuzugänge, die zum Feinsten gehören, was die Oberliga Niederrhein zu bieten hat. Kevin Weggen ist mit Abstand bester „Sechser“ der Liga – seine punktgenauen Diagonalpässe übers halbe Spielfeld sind reif fürs Profigeschäft. Spielmacher Aram Abdelkarim verwöhnt die Fußball-Feinschmecker Woche für Woche, Drilon Istrefi ist ein brandgefährlicher Außenstürmer. „Wir sind Stephan sehr dankbar dafür, was er für den Verein geleistet hat. Er hat bis zum Schluss hervorragend mit uns zusammengearbeitet“, betont Sürün.

Auch Houbens Nachfolger hinterließ innerhalb kürzester Zeit eine Duftmarke. Der Niederländer Rachid Sraizi, zuvor Co-Trainer des Zweitligisten Fortuna Sittard, verordnete den Grün-Gelben eine höchst attraktive Spielweise und katapultierte den Aufsteiger damit frühzeitig an die Tabellenspitze. „Ein richtiger Fußball-Lehrer“, schwärmt Sürün. Kann man wohl laut sagen: Der Mann mit der implantierten Taktiktafel ist inzwischen Leiter einer Nachwuchs-Akademie in China. Aktuell hat ein mit allen Wassern gewaschener Ex-Profi mit Herz auf dem rechten Fleck das Sagen auf der Straelener Trainerbank. Dietmar Schacht, einst beinharter Verteidiger und auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn Kapitän des FC Schalke 04. Auch unter seiner Regie kennt Grün-Gelb nur eine Richtung: nach oben. Vor der Winterpause hat der Tabellenführer noch zwei unangenehme Aufgaben vor der Brust. Am Sonntag geht’s zunächst zur SSVg. Velbert, die vor der Saison als Topfavorit gehandelt wurde, aber gleich am ersten Spieltag eine 0:2-Niederlage hinnehmen musste – an der Römerstraße. Velbert ist im Moment nur Mittelmaß. Am Mittwochabend musste sich die Mannschaft im Nachholspiel gegen den FSV Vohwinkel mit einem 1:1 begnügen. Gegen Spitzenreiter Straelen muss ein Sieg her – ansonsten dürfte sich das Thema Regionalliga erledigt haben. Eine Woche später (Samstag, 16. Dezember, 14.15 Uhr), gastiert der Drittletzte Cronenberger SC, der im Abstiegskampf dringend Punkte benötigt, an der Römerstraße.

Kato Sürüns Empfehlung an seine sensationell guten Kicker: „Wir müssen einfach hochkonzentriert abrufen, was wir können. Dann stimmen nach 90 Minuten auch die Ergebnisse.“

Quelle: RP

By |2017-12-08T11:01:31+00:00Dezember 8th, 2017|Senioren|0 Comments

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