Durchatmen bei Grün-Gelb

//Durchatmen bei Grün-Gelb

Der SV Straelen präsentierte sich gegen den Tabellendritten Sportfreunde Baumberg wieder von seiner besseren Seite.

Nach der Pleite des SV Straelen vor einer Woche beim VfB Homberg, die den Verlust der Tabellenführung bedeutete, präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Marcus John am Samstagabend in heimischer Umgebung wieder von ihrer besseren Seite.

Grün-Gelb bezwang in einem gutklassigen und unterhaltsamen Oberliga-Spiel die Sportfreunde Baumberg mit 4:3 (2:1). Die Gäste aus Monheim, die auf fremden Plätzen mehr Siege als auf dem eigenen Kunstrasen zustande brachten, kamen als Tabellendritter an die Römerstraße. Und auch wenn deren Verantwortlichen bereits Mitte März auf einen Regionalliga-Aufstieg verzichtet hatten, gingen die konterstarken Gäste mit der klaren Absicht in das Spiel, die Saison sportlich möglichst optimal, am liebsten mit dem Meistertitel abschließen zu wollen.

In den ersten gut 20 Minuten war davon allerdings wenig zu sehen. Die Straelener, die Kevin Weggen im offensiven Mittelfeld aufboten und mit Thorsten Lippold als Sturmspitze begannen, übernahmen aus einer stabilen Grundordnung heraus das Kommando. „Mir ist unerklärlich, weshalb meine Mannschaft so nervös begann“, sagte Baumbergs Trainer Salah El Halimi, der erst nach einer halben Stunde mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden gewesen sein dürfte.

Das war der Zeitpunkt, an dem Robin Hömig einen Freistoß aus gut 25 Meter Entfernung zum 1:1-Ausgleich in den Straelener Kasten beförderte – genau in die Ecke des Tores, die Keisuke Ishibashi zu kontrollieren hatte. Ein krasser Fehler des japanischen Keepers. Den ersten nicht weniger heftigen Aussetzer hatte sich eine Viertelstunde vorher der Baumberger Schlussmann Daniel Schwabke geleistet, der den Ball beim Abschlag offenbar wegen des für ihn ungewohnten Naturrasens – so die Vermutung seines Trainers – nicht richtig traf. Das Spielgerät landete bei Lippold, der das Geschenk annahm und zum umjubelten Führungstreffer verwertete. Der Straelener Rückkehrer war es dann auch, der sechs Minuten vor der Pause die Grün-Gelben zur 2:1 in Führung schoss.

Lange Freude hatten die Straelener daran nicht. Denn kaum hatte das Spiel nach dem Seitenwechsel wieder begonnen, fiel eine Baumberger Flanke im SVS-Strafraum unglücklich auf den Oberarm von Innenverteidiger Daniel Vogel. Den Strafstoß verwandelte Kosi Saka sicher zum 2:2-Ausgleich.

Doch auch nach diesem Treffer knickten die Straelener kein bisschen ein. Sie schüttelten sich kurz, drückten die Brust wieder heraus und nahmen beherzt Kurs auf das Baumberger Tor. Vor der Abwehr der Grün-Gelben räumte Fabio Ribeiro, der auf der Sechser-Position eine herausragende Leistung bot, alles ab, was dem Straelener Tor gefährlich zu werden drohte. Sein Pendant ein, zwei Linien weiter vorne war Kevin Weggen, der wie ein Berserker schuftete und Wege ohne Ende ging. So blieb Straelen die spielbestimmende Elf mit sehenswerten Angriffszügen aus der Tiefe des Raumes in die Schnittstellen der Baumberger Abwehr. Die daraus resultierenden Einschussmöglichkeiten von Jansen und Abdelkarim vereitelte zunächst Gäste-Keeper Schwabke. Geschlagen geben musste sich die Nummer eins dann jedoch in der 59. Minute, als Lippold einen Weggen-Pass aufnimmt und mit klugem Blick Abdelkarim auf der entgegengesetzten Seite des Strafraums bedient – und der vollendet konzentriert zum 3:2. Als Jansen in der 78. Minute einen erneut schnell vorgetragenen Angriff der Straelener, an dem Abdelkarim und Weggen die linke Abwehrseite der Baumberger aufrissen, zum 4:2 abschloss, schien der Heimelf der Sieg sicher zu sein.

Doch das Gefühl währte nur zwei Minuten. Der Grund dafür: Ein Baumberger Gegenzug konnte vor dem Straelener Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden. Der Freistoß des eingewechselten Ali Ilbay wurde abgefälscht und schlug unerreichbar zum 3:4 ein. Das Zittern auf Seiten der Straelener, die sich nur bei einem Sieg weiter Hoffnung auf den Aufstieg machen konnten, begann von Neuem. „Damit hatte ich nach dem 4:2 nicht mehr gerechnet“, gestand SVS-Vorsitzender Hermann Tecklenburg, der sichtlich erleichtert darüber war, dass seine Mannschaft hinten heraus nichts mehr anbrennen ließ, vielmehr noch gute Möglichkeiten hatte, die Führung auszubauen.

Quelle: RP
Foto: Thomas Binn

By |2018-05-14T08:32:00+00:00Mai 14th, 2018|Senioren|0 Comments

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