Ein Heimsieg für die Vereinsgeschichte

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Erster Erfolg in der Regionalliga: SV Straelen bezwingt den SC Wiedenbrück vor 500 Zuschauern verdient mit 1:0 (1:0)

Als Schiedsrichter Martin Tietze die Partie nach fünfminütiger Nachspielzeit abpfiff, kannte der Jubel im Lager der Grün-Gelben keine Grenzen mehr. Soeben hatte Aufsteiger SV Straelen mit einem 1:0 (1:0) gegen den SC Wiedenbrück den ersten Dreier in der Regionalliga eingefahren – ein Sieg für die Vereinsgeschichte.

Schon vor dem Spiel herrschte reges Treiben auf der Sportanlage an der Römerstraße. Mittendrin im Geschehen: Vereinswirt Dieter Niersmans. Ein Mann, den so schnell vermutlich nichts aus der Ruhe bringt. Er ist mit seinem Team für die Verpflegung rund um das Stadion zuständig. Zwei große Bierwagen, ein großer Grillstand und unzählige freiwillige Hände, die mit anpacken. „Ich bin seit 9 Uhr auf der Anlage. Der Aufwand ist schon deutlich größer geworden als in der vorigen Saison. Es sind viele Kleinigkeiten, die anfallen. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir keine Fremdunternehmen für das Catering oder sonstige Dinge benötigen. Das gibt es in dieser Liga vermutlich nicht oft“, erzählte er.

Wertvolle Unterstützung bekommt das Straelener Urgestein aus der Familie. „Ich bin froh, dass mein Sohn Rolf und seine Jungs vom GSV Geldern II anpacken. Gleich möchte ich auch etwas früher abhauen, weil unser Präsident Hermann Tecklenburg und seine Frau Martina ihren Geburtstag in Wachtendonk feiern. Da will ich pünktlich eintreffen.“

Weiterer Aktivposten rund um die „Mission Regionalliga“ ist Stephan Dix, kaufmännischer Leiter der Fußball-Abteilung, der federführend den Stadionumbau geplant hat. „Es macht einen schon wahnsinnig stolz, wenn man jetzt auf den fertigen Gästebereich schaut. Ich habe gut 30 Prozent meiner Arbeitszeit in den vergangenen Wochen in das Stadionprojekt gesteckt. So etwas würde sicherlich kein normaler Chef mitmachen“, blickt Dix augenzwinkernd auf die Zeit des Umbaus zurück. Der Chef heißt Hermann Tecklenburg und hat viel Verständnis für die Aktivitäten seines Mitarbeiters.

Apropos Gästeblock: Dieser wurde gebührend durch einen einzigen (!) Fan der Gäste aus Rheda-Wiedenbrück eingeweiht. Dieser unterstützte zumindest in der ersten Halbzeit seine Mannschaft lauthals nach Leibeskräften. Ein Sonderlob hatte Dix noch für den neu gegründeten Fanclub „Sektion Promillehügel“ übrig. „Es ist unglaublich, was die vergangene Woche in Oberhausen für eine Stimmung gemacht haben.“

Rund 500 Zuschauer verfolgten die Straelener Regionalliga-Premiere an der Römerstraße – da gibt’s sicherlich noch Luft nach oben. „Wir hatten mit 700 bis 800 Besuchern gerechnet. Ich gehe davon aus, dass uns die Hitze einige Zuschauer gekostet hat“, meinte Dix.

Der sportliche Teil des Nachmittags ist schnell erzählt. Der SV Straelen ließ von Anfang an wenig vermissen. Besonders im kämpferischen Bereich war man dem Gegner aus Ostwestfalen überlegen. Erstmals im Trikot der Blumenstädter lief übrigens Patrick Ellguth auf, der kurzfristig vom Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen verpflichtet wurde und in Zusammenarbeit mit Adli Lachheb in der Innenverteidigung sofort einen bärenstarken Eindruck hinterließ.

Die erste große Gelegenheit verpasste Rene Jansen, der nach einer Flanke von Aram Abdelkarim einen Flugkopfball über das Gehäuse setzte (18.Minute). Pech dann nach gut einer halben Stunde, als der bis dahin unheimlich fleißige Meguru Odagaki nach einem harten Pressschlag verletzt ausgewechselt werden musste. „Die genaue Diagnose steht noch aus. Er hat sich nach ersten Einschätzungen am Meniskus oder am Innenband verletzt“, berichtete Straelens Trainer Marcus John nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Der Premieren- und gleichzeitig Siegtreffer fiel in Minute 33.

Nach einer schönen Hereingabe von der linken Seite gab es ein allgemeines Durcheinander im Strafraum – plötzlich lag der Ball im Netz. Rene Jansen warf die Arme jubelnd in die Luft. Doch das erste Straelener Regionalliga-Tor geht auf das gegnerische Konto. Nach Vorarbeit von Shun Terada beförderte der Wiedenbrücker Verteidiger Tristan Duschke den Ball ins eigene Netz.

Die Gäste kamen im gesamten ersten Durchgang nur ein einziges mal gefährlich vor das Tor. Die Situation entschärfte Torhüter David Buchholz allerdings mustergültig. Im zweiten Durchgang zeigte sich Wiedenbrück deutlich agiler, ohne jedoch für ernsthafte Gefahr sorgen zu können. Es fehlte augenscheinlich der letzte entscheidende Pass. Die beste Chance zum Ausgleich ließ in der 78. Minute David Hüsing ungenutzt, der aus aussichtsreicher Position nicht treffen konnte.

Der SVS verlegte sich jetzt mehr und mehr auf Konter und wäre durch den eingewechselten Denis Sitter in der Nachspielzeit fast noch zum 2:0 gekommen. Trainer Marcus John war nach dem Schlusspfiff voll des Lobes für seine Jungs: „Mir ist nach dem Abpfiff ein großer Stein vom Herzen gefallen. Das war eine super Mannschaftsleistung. Wir haben das Spiel mit Sicherheit nicht unverdient gewonnen.“

Eis essend und grinsend wie ein Honigkuchenpferd verfolgte ein sichtlich zufriedener Hermann Tecklenburg als Zuschauer die Pressekonferenz. Kein Wunder: Die Kicker hatten soeben die sportlichen Voraussetzungen für eine gelungene Geburtstags-Party unter dem Motto „120 Jahre Tecklenburg-Voss“ geschaffen.

Quelle: RP
Foto: Andrea Kerpen

By |2018-08-06T11:54:36+00:00August 6th, 2018|Allgemein, Senioren, Verein|0 Comments

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