Erster Rückschlag für den SV Straelen

//Erster Rückschlag für den SV Straelen
Oberliga-Aufsteiger beginnt stark, kassiert am Ende aber eine verdiente 1:3-Niederlage gegen den TV Jahn Hiesfeld. Innenverteidiger Philipp Cox, der für Frederik Verlinden in die Mannschaft gerückt war, schwer am Kopf verletzt.

Es lief die 77. Minute, als das Fußballspiel völlig in den Hintergrund rückte. Die Straelener Innenverteidiger Philipp Cox und Sander Lenders prallten in der Luft mit den Köpfen zusammen – der Knall war bis auf die Tribüne im Stadion an der Römerstraße hörbar. Cox musste anschließend minutenlang behandelt und mit Verdacht auf einen Jochbeinbruch ins Krankenhaus gefahren werden.
Lenders hielt zwar bis zum Schluss durch, weil der Gastgeber nicht mehr wechseln konnte. Allerdings klagte der Niederländer nach der Partie über Ohrgeräusche – Gehirnerschütterung nicht ausgeschlossen. Damit hat der Oberliga-Aufsteiger bereits nach drei Spieltagen ein großes Problem in der Innenverteidigung. Am Mittwochabend hatte sich Frederik Verlinden am Knie verletzt und fällt voraussichtlich auch noch einige Zeit aus – am heutigen Montag wird die genaue Diagnose erwartet.Dabei hatte der Sonntag zum Vergessen eigentlich wie gemalt für den SV Straelen begonnen. Nur zehn Minuten waren gespielt, da bekamen die rund 250 Zuschauer bereits ein Traumtor geboten. Nach einer Rechtsflanke von Yodan Kim klärte die Hiesfelder Abwehr nicht weit genug. Der Ball landete bei Fabio Ribeiro, der per Dropkick in den Winkel traf. Doch der Straelener Traum vom dritten Sieg im dritten Spiel währte nur kurz. Nicht einmal eine Minute später entschied Schiedsrichter Bastian Lang (Union Frintrop) nach einem Hakler von Philipp Cox im eigenen Strafraum auf Elfmeter. Ioannis Alexiou ließ sich die große Chance zum Ausgleich nicht entgehen – vom Innenpfosten prallte der Ball ins Netz.

Fortan hatte der Gastgeber, der mit den beiden 2:0-Erfolgen gegen die SSVg. Velbert und beim Cronenberger SC einen Traumstart hingelegt hatte, zwar ein optisches Übergewicht. Der TV Jahn Hiesfeld versammelte sich phasenweise mit sechs Spielern auf einer Linie in der Abwehr. Die gegnerische Taktik war schnell erkennbar: Mit weiten Flankenschlägen sollten die schnellen Angreifer Kevin Menke und Joel Zwikirsch in Szene gesetzt werden. Zunächst hatte noch der SV Straelen zwei Gelegenheiten zur erneuten Führung. In der 24. Minute verfehlte Rene Jansen mit einer Direktabnahme deutlich das Ziel; zwölf Minuten später strich der Ball nach einem Freistoß von Kevin Weggen schon wesentlich knapper über die Latte.

Unmittelbar vor der Pause ging die Hiesfelder Rechnung auf: Nach einem Ballverlust von Randy Grens hatte plötzlich Kevin Menke freie Bahn und schlenzte das Spielgerät unhaltbar in den Winkel. Der Dinslakener Trainer Thomas Drotboom schilderte die entscheidende Szene in der Pressekonferenz auf unnachahmliche Weise: „Den Kevin Menke kann man nicht ausschalten. Der wackelt einmal mit dem Arsch und haut den Ball oben in den Knick rein.“

Die bittere Erfahrung, dass sich der Hiesfelder Torjäger tatsächlich nicht ausschalten lässt, musste der Gastgeber fünf Minuten nach dem Seitenwechsel erneut machen. Diesmal wehrte Marian Gbur Menkes Schuss zwar zunächst noch ab, doch den Abpraller verwertete Damiano Schirru zum 3:1.

Damit war die Partie vorzeitig entschieden. Der Straelener Spielfluss aus der ersten Hälfte war dahin. Da fehlte offensichtlich auch der Glaube, gegen die dichtmaschige Abwehr des Gegners etwas ausrichten zu können. „Das Ding ist gegessen“, konstatierte Straelens Vorstandsmitglied Norbert Peters. Die einzige Riesenchance zum Anschlusstreffer vergab Rene Jansen in der 73. Minute; wenig später ereignete sich jene tragische Szene, die den Oberliga-Neuling noch einige Zeit beschäftigen dürfte.

Wenn der SV Straelen am kommenden Sonntag am Uhlenkrug bei Schwarz-Weiß Essen antritt, fehlen eventuell alle drei Spieler, die für die Innenverteidigung vorgesehen sind. SVS-Trainer Rachid Sraizi meinte nach der Partie: „Wir waren häufig einen Schritt zu langsam und im Umschaltspiel nicht aggressiv genug. Das müssen wir wieder besser machen.“

Quelle: RP

By |2017-08-22T08:16:48+00:00August 22nd, 2017|Senioren|0 Comments

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