Galatasaray im Halbfinale gestoppt

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Der Straelener „U 17-Champions-Cup“ endete mit dem Außenseitersieg des FC Pesch. Galatasaray Istanbul schied im Halbfinale aus. Der SVS-Nachwuchs landete in seiner Gruppe auf dem letzten Platz.

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Spieler des Kölner Vorortvereins FC Pesch jubelnd in den Armen. Gerade hatten sie mit einem 1:0-Sieg gegen Hamborn 07 den Straelener „U 17-Champions-Cup“ gewonnen. Die Kontrahenten aus Duisburg trotteten erschöpft vom Platz, während die Sieger mehrere Freudentänzchen im Mittelkreis hinlegten.

Es folgt das Pressefoto, und irgendwann begannen sich Pesch-Trainer Oguz Kahraman und seine Trainerkollegen zu wundern. Kahraman suchte einen Ansprechpartner des SV Straelen. Er entdeckte ein paar Zuschauer. „Wir kommen aus Köln, schießen Galatasaray raus und freuen uns über den Sieg bei diesem hochkarätigen Turnier. Da hätte ich mir für die Jungs eine kleine Siegerehrung mit ein paar Glückwünschen und einen Pokal gewünscht.“ Das gab es aber alles nicht. Dirk Otten, Jugendkoordinator beim SV Straelen, kann den Ärger der Sieger nicht verstehen. „Wir haben allen Teams im Vorfeld mitgeteilt, dass es keine Siegerehrung geben wird. Die Jungs in dem Alter legen in der Regel auch keinen Wert auf einen Pokal“, erklärt Otten.

Was den sportlichen Teil betrifft, so standen mit dem FC Pesch und Hamborn 07 zwei Teams im Endspiel, mit denen man nicht zwangsläufig rechnen musste. Immerhin waren einige namhaftere Mannschaften von höherklassigen Vereinen am Start wie MSV Duisburg, Viktoria Köln, Rot-Weiß Oberhausen, Tennis Borussia Berlin und natürlich Galatasaray Istanbul.

Auch wenn die Spieler der U 17-Mannschaft von Galatasaray Istanbul auf dem vierten Platz landeten, so war ihre Spielweise dennoch beeindruckend. Körperlich nicht so stark entwickelt, waren sie dafür aber taktisch und fußballerisch sehr gut ausgebildet. Ein Grund dafür ist zweifellos, dass die Jugendlichen fünf Mal in der Woche trainieren. Zusätzlich steht dann am Wochenende noch das Pflichtspiel auf dem Programm. Aktuell ist die Mannschaft in ihrem Jahrgang das drittbeste Team der Türkei. Vier Nationalspieler gehören zum Kader, die nicht in Straelen waren, sondern bei einem internationalen Ländervergleich in Schweden.

Die beiden Kreis Klever Teams, SV Straelen und 1. FC Kleve, belegten in ihren Gruppen jeweils den letzten Platz. Doch war Dirk Otten weit davon entfernt, seiner Mannschaft irgendwelche Vorwürfe zu machen. „Wir waren 25 Jungs, und alle sollten spielen. Gegen Galatasaray haben wir mit der ersten Elf begonnen und so ein 0:0 gehalten. Erst als kräftig durchgewechselt wurde, haben wir noch drei Treffer kassiert“, betont Otten. Ebenso bewertete Dilek Özden, Trainer des 1. FC Kleve, das Auftreten seiner Mannschaft alles andere als negativ. „Wir haben großen Wert auf die Defensivarbeit gelegt. Das hat auch gut funktioniert“, sagt Özden. So erreichte der Nachwuchs des Landesliga-Meisters im ersten Duell ein beachtenswertes 0:0 gegen den B-Jugend-Bundesligisten Viktoria Köln. Gegen den FSV Duisburg kassierte man kurz vor dem Abpfiff das 0:1. „Wir haben ausschließlich die Jahrgänge spielen lassen, mit denen wir auch die Relegation um den Aufstieg in die Niederrheinliga bestreiten“, sagt Özden. Bei den anderen Teams seien vorrangig die älteren B-Jugend-Spieler am Start gewesen. Einer klaren Niederlage gegen den DSC Wanne-Eickel, „die waren klar besser“, so der FC-Coach, folgte noch ein 0:1 gegen den FSV Mönchengladbach. Bei den Klevern macht man sich Hoffnung, den Sprung in die Niederrheinliga zu schaffen, da der Jahrgang zu den besseren gehört.

Auch Dilek Özden zeigte sich vom Auftritt der Spieler aus Istanbul angetan. „Die sind technisch weiter und besitzen eine enorme Handlungsschnelligkeit. Die brauchen einen Kontakt, selbst unter Druck, um den Ball unter Kontrolle zu bringen.

Dafür brauchen andere drei“, betont er. Das ist für ihn auch ein Grund, an so einem Turnier teilzunehmen. Da sehen die Jungs mal, wie weit andere in dem Jahrgang schon sind.

Fest steht, dass dieses Turnier auch im nächsten Jahr stattfindet. Nicht nur wegen der fußballerischen Darbietung war die Veranstaltung ein Erfolg, sondern auch wegen des Abverkaufs. „Bei Halbzeit des Turniers waren 500 Brötchen verkauft. Wir mussten nahezu alles nachordern“, sagt Otten, der fürs nächste Jahr mehr besorgen will. Weniger werden allein die Mannschaften. Nach den Erfahrungen aus diesem Jahr soll die Zahl der Teams auf zwölf reduziert werden.

Quelle RP: (ütz)
By | 2018-05-22T07:21:27+00:00 Mai 22nd, 2018|Allgemein, Nachwuchs, Verein|0 Comments

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