Noch einen Schritt zum Titel

//Noch einen Schritt zum Titel

SV Straelen setzt sich beim SC Düsseldorf-West durch und ist wieder Tabellenführer. Konkurrent Schonnebeck patzt.

Als Schiedsrichter Kevin Domnick gestern um 16.49 Uhr in Düsseldorf das Spiel SC West gegen SV Straelen abpfiff, war der Grundstein für den größten sportlichen Erfolg des SVS gelegt. Die Gäste hatten das Duell mit 2:1-Toren gewonnen. Zeitgleich endete die Partie des Straelener Konkurrenten Schonnebeck 2:2 beim VfB Homberg. Schonnebeck führte vor dem Spieltag die Tabelle mit einem Punkt an. Die Elf hatte bis gestern alles in der eigenen Hand – jetzt nicht mehr. Denn vor dem letzten Spieltag steht die Mannschaft von SVS-Trainer Marcus John mit einem Zähler Vorsprung an der Spitze.

Doch bevor es soweit war, mussten die Gäste ihr Spiel im Laufe der 90 Minuten grundlegend ändern. Was die Grün-Gelben in der ersten Halbzeit präsentierten, hatte mit Aufstiegskandidat nur wenig zu tun. Angriffsbemühungen scheiterten reihenweise bereits im Ansatz. Strafraumszenen waren auf beiden Seiten Mangelware. Das Unverständnis für die gezeigte Leistung wuchs bei den mitgereisten Straelener Fans umso mehr, da diese über den aktuellen Spielstand zwischen Homberg und Schonnebeck informiert waren. In Homberg führte der Tabellenführer seit der 18. Minute mit 1:0. Die Chancen des SV Straelen auf den Titel waren zu diesem Zeitpunkt mehr als nur gering.

So lobte Julien Schneider, Trainer des SC West, sein Team für die ersten 45 Minuten: „Mit dem Auftritt im ersten Durchgang war ich sehr zufrieden. Wir haben die Straelener schlecht aussehen lassen.“ Etwas einfacher brachte es Marcus John auf den Punkt und sprach von einer ersten Hälfte, die seine Mannschaft ganz klar verschlafen habe.

In der Gäste-Kabine sind zur Pause deutliche Worte gefallen. Die schienen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Alles, was die Straelener in der ersten Halbzeit vermissen ließen, zeigten sie nun. Sie hatten die Partie in den Griff bekommen und die Spielregie übernommen. Die fast logische Folge war die erlösende 1:0-Führung in der 67. Spielminute. Ahmad Jafari, der sieben Minuten im Spiel war, stieg nach einer Flanke am höchsten und köpfte unhaltbar ein. Mitte der zweiten Halbzeit war es wiederum der Iraner Jafari, der nach einem Eckball erneut per Kopf traf. „Da habe ich offenbar mit meiner Einwechselung ein goldenes Händchen bewiesen“, freute sich John.

Plötzlich wurde es unruhig unter den Straelener Zuschauern und auf der Trainerbank. Der Grund dafür lag knapp 30 Kilometer südlich. Im PCC-Stadion führte Gastgeber VfB Homberg plötzlich mit 2:1 gegen Schonnebeck. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Straelener mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze. Über zu wenig Spannung konnte sich gestern niemand beklagen: Der SC West verkürzte sechs Minuten vor der regulären Spielzeit auf 1:2. Zur selben Zeit traf die SpVg. Schonnebeck zum 2:2-Ausgleich. Der Vorsprung des SVS war auf einen Zähler geschmolzen.

Die Straelener Spieler schienen über den Spielstand in Homberg nicht informiert zu sein. 90 Minuten waren in Düsseldorf abgelaufen, zwei Minuten Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter an. Nach Informationen auf der Sportanlage des SC West war der Spielstand in Homberg unverändert. Die Partie wurde abgepfiffen. Der SVS hatte sein Spiel mit 2:1 gewonnen. In Homberg wurde immer noch gespielt. Dort blieb es schließlich beim 2:2 – und damit war der SV Straelen wieder Tabellenführer der Oberliga.

Die SVS-Fußballer schienen noch nicht begriffen zu haben, was gerade passiert war. Doch Co-Trainer Khaled Daftari sorgte im Mannschaftskreis dann schnell für Aufklärung. „Jungs, wir sind gerade Spitzenreiter geworden, und jetzt will ich sehen, dass sich jeder freut“, so die Ansage von Daftari. Das klappte jedoch so richtig erst in der Kabine, was auf der Platzanlage nicht zu überhören war.

Das Resümee von Marcus John fiel pragmatisch aus: „Dass es kein einfaches Spiel wird, wusste ich. Wir haben es am nächsten Sonntag zu Hause gegen Fischeln jetzt selber in der Hand, den Aufstieg perfekt zu machen.“ Am nächsten Sonntag gastiert Absteiger VfR Fischeln an der Römerstraße.

Einen Punkt Vorsprung auf die SpVg. Schonnebeck und eine um drei Zähler bessere Tordifferenz weist der SV Straelen auf. Die Mannschaft ist jetzt nur noch einen Schritt von der Regionalliga entfernt. Aber selbst der muss noch gegangen werden.

Quelle: RP

By |2018-05-28T07:31:16+00:00Mai 28th, 2018|Senioren|0 Comments

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