Regisseure eines Sieben-Tore-Spektakels

//Regisseure eines Sieben-Tore-Spektakels

Thomas Dörrer, scheidender Sonsbecker Trainer, und Sandro Scuderi,  Coach des SV Straelen, stehen im Mittelpunkt einer torreichen Partie.

Am Ende gewinnt der Nachfolger gegen seinen Vorgänger deutlich.

Thomas Dörrer und Sandro Scuderi mögen sich. Das war am Sonntagnachmittag im Duell der beiden Landesligisten SV Sonsbeck und SV Straelen deutlich zu sehen. Der scheidende Trainer der gastgebenden Sonsbecker und sein Nachfolger haben vor vielen Jahren noch zusammen gekickt und sind sich seither immer wieder mal über den Weg gelaufen. Das Resultat der Partie ändert nichts an ihrem guten Verhältnis: Die Platzbesitzer unterlagen den Grün-Gelben deutlich mit 2:5 (0:2).

Sauer war Dörrer nach dem Abpfiff bei herrlichem Sommerwetter nur auf seine eigenen Akteure, nicht aber auf den Kontrahenten, der sein Team zu einem torreichen Spektakel dirigierte. „Ich bin mega angepisst“, maulte Dörrer, nachdem er Scuderi herzlich gratuliert hatte. „Ich habe sehr viel Zeit investiert, um eine Taktik für mein Team zu entwickeln. Nichts davon haben wir umgesetzt. Straelen spielt – das wissen wir – viel über die zentralen Positionen und kaum über die Flügel. Wenn man das weiß, dann ist auch klar, wie wir selbst auftreten müssen. Stattdessen leisten wir uns unglaubliche Fehler und lassen den Gegner, der keine erkennbare Spielanlage hatte, munter seine Tore schießen.“

Scuderi sah das Spiel aus seiner Sicht naturgemäß viel positiver: „Wir haben da weiter gemacht, wo wir letzte Woche in der ersten Spielhälfte aufgehört haben. Trotz der hohen Temperaturen sind meine Jungs weite Wege gegangen und haben den Dreier gewollt. Ein dickes Lob an unsere fünf A-Junioren im Team. Zwei von ihnen habe ich eingewechselt und beide, Simon Trappe sowie Luca Hurtz, haben dann auch noch ihr Tor gemacht. Klasse.“

Über ihr Verhältnis zueinander urteilten der Niederrheiner Dörrer und der Halb-Italiener mit sizilianischen Wurzeln, Scuderi, dann wieder ähnlich: „Sandro und ich sind einige Zeit bereits Weggefährten. Es wird hier in Sonsbeck einen reibungslosen Übergang von mir zu ihm auf der Trainerbank geben. Anschließend nehme ich mir ein Sabbat-Jahr und mache erstmal Pause. Danach bin ich garantiert wieder für alle Schandtaten auf dem Fußballplatz zu haben.“, meinte Dörrer.

Scuderi sagte: „Ich ziehe den Hut vor Thomas, der sich außerordentlich loyal verhält. Seine erstaunliche Serie nach der Übernahme des Traineramts von Thomas Geist sorgte auch abseits von Sonsbeck für positiven Gesprächsstoff. Ich übernehme hier eine Truppe, die viel Freude macht. Das Feedback von Guido Lohmann und Thomas Dörrer bestärkt mich in meiner Einschätzung.“

Hier der Spielfilm zur Partie im Willy-Lemkens-Sportpark:

20. MinuteDas 0:1 fällt durch einen Treffer von Straelens Defensivmann Daniel Lukaschek, der sein zweites Saisontor erzielt.

23. MinuteNur drei Minuten später gelingt den Gästen bereits der zweite Treffer. Der 25-jährige Niederländer Randy Grens überwindet Jonas Grüntjens im Sonsbecker Kasten zum 2:0 für Straelen.

44. MinuteDie Gäste verpassen den dritten Einschuss, weil Lukas Nabbefeld bei seiner Großchance über die Querlatte zielt.

57. MinuteFelix Terlinden gelingt der zu diesem Zeitpunkt verdiente Anschlusstreffer, da Sonsbeck endlich mehr Zugriff zum Spielgeschehen hat und nun deutlich am Drücker ist.

72. MinuteRiesenchance für Sonsbeck zum Ausgleichstreffer, aber Sebastian Leurs sieht den mitgelaufenen Terlinden nicht, der freistehend den Ball hätte mit ins Straelener Tor spazieren können – wenn er den Ball von Leurs denn serviert bekommen hätte.

75. MinuteNotbremse von Jonas Grüntjens gegen Randy Grens, der eine verunglückte Rückgabe erläuft. Rot gegen Grüntjens und Foulelfmeter für Straelen, den Sebastian Clarke gegen den eingewechselten Michael Burda im Sonsbecker Tor sicher zum 3:1 verwandelt.

83. MinuteDie Moral der Sonsbecker immerhin ist noch intakt, und Kapitän Michael Müller verwandelt den von André Laermans verursachten Strafstoß zum 2:3-Anschlusstreffer für die Gastgeber.

85. MinuteDer eingewechselte A-Juniorenspieler Simon Trappe markiert das 4:2 für Straelen gegen jetzt desolate Sonsbecker, deren Hintermannschaft einem Hühnerhaufen gleicht.

90. + 3. Minute Auch der zweite von Scuderi ins Spiel genommene Nachwuchsmann, Luca Hurtz, darf nochmal einnetzen. Nach einem weiteren Konter heißt es schließlich 5:2 für Straelen – sicher ein oder zwei Tore zu hoch, aber verdient.

Quelle: RP

By |2016-05-08T19:53:15+00:00Mai 8th, 2016|Senioren|0 Comments

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