Regionalliga-Absteiger SV Straelen bastelt mit Hochdruck an seinem Kader für die kommende Saison in der Oberliga-Niederrhein. Eine ganz entscheidende Personalie scheint dabei schon geklärt.

Angreifer Shun Terada soll auch in der Oberliga das gelb-grüne Trikot tragen. „Shun hat noch ein Jahr Vertrag und ich gehe fest davon aus, dass er auch in der kommenden Saison beim SV Straelen spielen wird“, erklärte der Sportliche Leiter Stefan Houben.

Trotz Vertrag: Wechsel nicht ausgeschlossen

In der abgelaufenen Saison hatte der Japaner großen Anteil daran, dass der SV Straelen bis zum letzten Spieltag auf den Klassenerhalt hoffen durfte. In 31 Partien traf er elf Mal, lieferte dazu eine Torvorlage. In höheren Ligen weckte das Begehrlichkeiten. Zuletzt waren nach RevierSport-Informationen unter anderem die Regionalligisten Alemannia Aachen und SC Verl, sowie Drittligist Sonnenhof Großaspach an Terada dran.

Auch wenn Houben davon ausgeht, dass Terada noch mindestens ein Jahr in Straelen bleibt, wollte er einem Wechsel keinen Riegel vorschieben. „Wenn Vereine interessiert sind und die Ablösesumme hoch genug ist, ist unser Präsident Herrmann Tecklenburg der erste Ansprechpartner“, erklärte er.

Straelen setzt auf Japaner

Das Beispiel Teradas soll in Straelen nun offenbar Schule machen. Jüngst verpflichtete der Klub vom Niederrhein zwei japanische Talente, die als Perspektivspieler vorgesehen sind. Der 19-jährige Flügelflitzer Kaito Mizuta kam von der Maebashiikuei Highschool, Tatsuya Fukushige von der Aoyamagakui Universität. Der 21-Jährige ist gelernter Linksverteidiger. Mit Keeper Keisuke Ishibashi, der in der vergangenen Saison acht Mal zum Einsatz kam und Offensivmann Meguro Odagaki (14 Regionalliga-Einsätze) hat der SVS zwei weitere Japaner unter Vertrag,

„Diese Japan-Verbindung ist durch Zufall entstanden“, erklärte Houben. „Wir schauen uns auf dem Transfermarkt nicht bewusst nach Japanern um, sondern suchen oberligareife Spieler. Da sind wir sehr multikulturell unterwegs. Japaner haben allerdings eine starke Mentalität, man kann gut mit ihnen arbeiten. Da haben wir in der Vergangenheit positive Erfahrungen gemacht.“

Neben den beiden Talenten stießen bereits Maximilian Funk (TuRU Düsseldorf) und Ole Päffgen (Ratingen 04/19) zur Mannschaft. Weitere Transfers will der SVS in den kommenden Tagen fix machen. „Wir befinden uns aktuell in vielen Gesprächen auf der Zielgeraden“, erklärte Houben, der auf allen Positionen noch Verstärkungen sucht.

Quelle: Reviersport