Der SV Straelen dominiert die Oberliga Niederrhein zu Saisonbeginn nach Belieben. Doch die Trainerin Inka Grings ist trotzdem unzufrieden.

Vier Spiele, vier Siege, 14:1 Tore: Der Topfavorit aus Straelen untermauert seine Titel-Ambitionen. Am vergangenen Wochenende siegte Straelen beim SC Velbert gar mit 6:1. Eigentlich dürfte es bei diesem Saisonstart nichts zu meckern geben – eigentlich.

„Auch wenn wir zuletzt 6:1 gewonnen haben, bin ich unzufrieden. Wir dürfen uns nicht ausruhen und haben noch viel Arbeit vor uns. Wir sind noch lange nicht bei hundert Prozent unserer Möglichkeiten. Das wissen auch die Jungs“, betont Grings.

Aber auch die ehrgeizige 41-jährige Fußballlehrerin weiß, dass ihre Schützlinge aktuell einen guten Job machen. „Natürlich. Besser geht es aber immer. Und wir sind so gepolt, dass wir noch besser werden wollen. Aber natürlich freuen wir uns auch, dass aktuell eine Euphorie herrscht. Diese soll uns auch ein bisschen tragen“, sagt Grings.

In den ersten Begegnungen gegen Cronenberg (2:0), Meerbusch (4:0) und TuRU Düsseldorf (2:0) hatten die Straelener auch das eine oder andere Mal etwas Glück. Am Ende setzte sich aber jeweils die hohe Qualität des SVS-Kaders durch. „Wir haben eine gute Mannschaft beisammen. Für diesen Kader bin ich sehr dankbar. Wir haben Spieler in den Reihen, die den Unterschied ausmachen können. Und das haben wir in den ersten Spielen auch gesehen. Die Mannschaft ist sehr wissbegierig und fleißig. Die Arbeit mit den Jungs macht mir großen Spaß“, erzählt die Fußball-Europameisterin.

Niederrheinpokal-Aus ärgert Grings immer noch
So ganz blütenweiß ist die Straelener Weste jedoch nicht. Zwar gewannen die Grün-Gelben alle vier Ligaspiele, sind aber zu Saisonbeginn im Niederrheinpokal gescheitert. Beim Düsseldorfer Landesligisten Rather SV unterlag Straelen überraschend mit 1:2 und musste frühzeitig die Segel streichen. „Das ärgert mich immer noch. Da haben wir den Gegner einfach unterschätzt. Das ist einfach Fakt. Wir haben eine große Chance verpasst, um in diesem attraktiven Wettbewerb länger vertreten zu sein“, meint Grings.

Der Regionalliga-Absteiger kann sich voll und ganz auf die Liga konzentrieren. In den nächsten drei Wochen stehen auch drei Knaller-Spieler an. Zuerst kommt Bocholt nach Straelen, dann reist der Tabellenführer an den Essener Uhlenkrug zum ETB, ehe der starke Aufsteiger FC Kray an der Römerstraße gastiert. Grings: „Wir schauen erst einmal auf Bocholt. Das ist ein Klub, der seit Jahren hohe Ziele hat und diese auch kundtut. Wir spielen am Samstag um 16 Uhr gegen einen attraktiven Gegner. Ich freue mich jetzt schon auf diese Partie. Ich hoffe, dass uns viele Zuschauer unterstützen werden.“

Quelle: Reviersport