SV Straelen beendet die Negativserie

Die Grün-Gelben können doch noch gewinnen. Torjäger Cagatay Kader bescherte am Mittwochabend mit dem Siegtreffer zum 1:0 in Homberg Rudi Zedi einen gelungenen Einstand auf der Trainerbank.

Präsident Hermann Tecklenburg durfte gestern Abend um 21.20 Uhr die Backen aufplustern und erst einmal kräftig durchatmen. Fußball-Regionalligist SV Straelen hatte soeben im PCC-Stadion mit 1:0 (0:0) beim VfB Homberg gewonnen und damit einer wochenlangen Negativserie von zuletzt sechs sieglosen Spielen in Folge ein Ende gesetzt.

Zumindest auf der Taktiktafel ging Rudi Zedi vor dem Anpfiff schon einmal in die Offensive. Der Sportliche Leiter der Grün-Gelben, der nach der Beurlaubung von Benedict Weeks zurzeit als Interimscoach auf der Bank sitzt, schickte seine Mannschaft mit einer Dreier-Abwehrkette ins Nachholspiel beim VfB Homberg. Vor den Verteidigern Yoo Jiha, Adli Lachheb und Ole Päffgen sollten Fabio Ribeiro und Timo Mehlich für zusätzliche Stabilität im Mittelfeld sorgen. Ansonsten standen die Zeichen auf Sturm und Drang. Toshiaki Miyamoto und Neuzugang Irwin Pfeiffer (links) sowie Vedran Beric und Gianluca Rizzo auf der rechten Seite sollten auf den Flügeln ordentlich Dampf machen und Torjäger Cagatay Kader im Zentrum mit entsprechender Nahrung versorgen.

Die Statistik zum Spiel des SV Straelen
VfB Homberg: Gutkowski – Wellers, M’Bengue, Kogel, Koenders – Twumasi, Palla, Adamski, Talarski, Gurk (71. Marcinek) – Walker.

SV Straelen: Udegbe – Jiha, Lachheb, Päffgen – Miyamoto, Mehlich (68. Ngyombo), Ribeiro, Beric (80. Holtschoppen) – Pfeiffer (60. Lunga), Kader, Rizzo.

Tor: 0:1 (73.) Cagatay Kader.

Zuschauer: 250.

So weit die Theorie. Doch auf der anderen Seite steht natürlich ein Gegner, der den Matchplan durchkreuzen möchte. Rund 250 Zuschauer, die am feucht-kalten Abend ins PCC-Stadion gekommen waren, erlebten einen nervösen Auftakt beider Mannschaften. Gastgeber VfB Homberg hatte zuletzt eine derbe 0:4-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf II hinnehmen müssen und steht im Abstiegskampf bereits mit dem Rücken zur Wand. Und auch beim SV Straelen hat die wochenlange Negativserie, die am Montag in der Entlassung von Benedict Weeks mündete, Spuren hinterlassen.

So machten die beiden Kontrahenten in der ersten Halbzeit zwar einen kämpferisch engagierten Eindruck. Aber das Geschehen spielte sich weitgehend zwischen den Strafräumen ab. Nur zwei Mal wurde es in den ersten 45 Minuten gefährlich – beide Hochkaräter gingen auf das Konto der Gäste. Nach einer halben Stunde schraubte sich Straelens koreanischer Innenverteidiger Yoo Jiha nach einer Ecke zum Kopfball hoch. Hombergs Keeper Philipp Gutkowski konnte den Ball mit einem Reflex so gerade noch entschärfen – nicht wenige Zuschauer waren der festen Überzeugung, dass das Objekt der Begierde da bereits die Torlinie überschritten hatte. Unmittelbar vor der Pause hatte Cagatay Kader seine bis dahin gefährlichste Szene. Der Mittelstümer drang in den Strafraum ein und schoss den Ball an den Pfosten, in den Nachschuss von Adli Lachheb warf sich ein Homberger Verteidiger.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben gefährliche Torraumszenen zunächst Mangelware. Wobei sich mit zunehmender Spieldauer der Eindruck verstärkte, dass der SV Straelen den Auswärtssieg unbedingt wollte. Die Mannschaft wirkte hochmotiviert und sollte sich diesmal auch belohnen.

73 Minuten waren gespielt, als der eingewechselte Kelvin Lunga einfach mal den Torjäger steil schickte. Cagatay Kader lief frei auf das gegnerische Gehäiuse zu, behielt die Nerven und versenkte den Ball an Philipp Gutowski vorbei zum Tor des Abends ins Netz – der SV Straelen kann doch noch gewinnen.

Zum Schluss hatte die Mannschaft nach langer Zeit endlich auch einmal wieder die nötige Portion Glück auf ihrer Seite. Vom VfB Homberg war zwar in der Endphase nicht mehr viel zu sehen. Doch der Gastgeber sollte seine beste Chance des ganzen Spiels tatsächlich noch zu Beginn der Nachspielzeit erhalten. Nach einem Doppelpass kam Außenverteidiger Mike Koenders an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, jagte den Ball aber knapp über die Latte. Das war’s – der SV Straelen ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Sichtlich zufrieden und auch etwas erleichtert zeigte sich Rudi Zedi nach seinem gelungenen Trainerdebüt: „Die Spieler haben all’ das beherzigt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Mannschaft hat zu keinem Zeitpunkt die Geduld verloren und ist dafür am Ende auch belohnt worden. Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung, jetzt geht’s am Samstag bei Rot-Weiß Oberhausen weiter.“

Quelle: RP (Volker Himmelberg)
Foto: Pixelmeister-Design (Andrea Otten)

Nächstes Spiel

09.10.2021

REGIONALLIGA WEST

RW Oberhausen

VS.

14:00 UHR

SV Straelen

TAGE

STUNDEN

MINUTEN

SEKUNDEN

TABELLE

Platz

Club

Spiele

Punkte

1

RW Essen

10

25

2

Wuppertaler SV

11

22

3

RW Oberhausen

10

21

4

Preussen Münster

11

21

5

Bor. Mönchengladbach U23

11

20

6

Fortuna Köln

10

19

7

1. FC Köln U21

10

18

8

Fortuna Düsseldorf U23

10

18

9

SC Wiedenbrück

10

18

10

SV Lippstadt

11

17

11

SV Straelen

11

15

12

SV Rödinghausen

10

13

13

RW Ahlen

11

12

14

Schalke 04 U23

10

11

15

Alemannia Aachen

11

9

16

SF Lotte

9

9

17

Bonner SC

11

7

18

VfB Homberg

11

5

19

Wegberg-Beeck

11

4

20

KFC Uerdingen (AB)

11

-3