SV Straelen bildet Jahr für Jahr Bundesliga-Nachwuchsspieler aus

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Auf der Suche nach Juwelen im Stadion an der Römerstraße

Jahr für Jahr richtet die Jugend-Abteilung des SV Straelen in Zusammenarbeit mit Fortuna Düsseldorf einen Talenttag aus. Die Veranstaltung ist für alle Beteiligten ein Gewinn.

Den Namen Benedikt Schmitz sollten sich Fußballfreunde ruhig schon einmal merken. Der junge Mann aus Rees zählt zu den talentiertesten Torhütern am Nie¬derrhein. Im Trikot von Fortuna Düsseldorf hat er sich in der B-Junioren-Bundesliga für höhere Aufgaben empfohlen. Mittler-weile ist der 17-Jährige bereits in den A-Junioren-Kader befördert worden – weitere Karrieresprünge nicht ausgeschlossen.

„Benedikt ist ein guter Junge, der seinen Weg machen wird“, sagt Felix Braunegger, der für den Profi-Club aus Düsseldorf als Scouting-Koordinator der jüngeren Jahrgänge arbeitet. Falls Benedikt Schmitz irgendwann einmal zum gefeierten Bundesliga-Torwart avancieren sollte, wird er sich garantiert an die Straelener Römerstraße erinnern. Denn dort hat vor einigen Jahren alles angefangen. Der talentierte Keeper hatte vom Talenttag erfahren, den die Jugendabteilung des SV Straelen in jedem Frühjahr in Zusammenarbeit mit dem Partnerverein Fortuna Düsseldorf organisiert. Der Schüler aus Rees flog so gekonnt durch den Strafraum im Stadion an der Römerstraße, dass die Scouts vom Flinger Broich sofort Nägel mit Köpfen machten. Seit 2015 ist er für die Fortuna im Einsatz. Zunächst als Torhüter in der C-Junioren-Regionalliga. Inzwischen ist der Traum von einer Profi-Laufbahn ein großes Stück näher gerückt.
So etwas passiert zwar nicht alle Tage. Es handelt sich aber auch nicht um eine absolute Ausnahme.

„Wir arbeiten im Jugendbereich sehr professionell und verstehen uns als Sprungbrett für die stärksten Talente aus dem Kreis. Und es geschieht gar nicht so selten, dass sich die Scouts der Profi-Vereine für unsere Jungs interessieren und ihnen eine Chance bieten“, sagt Dirk Otten, „Jugendkoordinator Ausbildung“ des SV Straelen.
Jüngste Beispiele sind zwei blutjunge Mittelfeldspieler, die im grün-gelben Straelener Dress auf sich aufmerksam gemacht haben. Nick Ernst ist der Sohn von Ronny Ernst, der seine erfolgreiche Profi-Laufbahn beim SV Straelen ausklingen ließ und im Gelderland heimisch geworden ist. Der Junior kickt aktuell noch in der Straelener D-Jugend, schließt sich aber in der kommenden Saison dem Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf an.
Ebenso wie der ein Jahr ältere Ben Steegers, der großen Anteil daran hat, dass die Straelener C-Junioren ungeschlagen die Tabelle der Leistungsklasse anführen. „Beide sind hochtalentierte ,Sechser’, die schon in sehr jungen Jahren den nächsten Schritt machen“, erklärt Otten, dessen Sohn Leon in der abgelaufenen Saison für den MSV Duisburg im Einsatz war.

Da wundert es nicht, dass viele Talente aus der Umgebung dem guten Ruf des SV Straelen folgen. Beim jüngsten Talenttag des Vereins in Kooperation mit Fortuna Düsseldorf stellten sich rund 50 Jungs der Jahrgänge 2005 bis 2008 (C- und D-Junioren) an der Römerstraße vor. „Inzwischen besuchen viele Talente aus dem Fußball-Kreis Moers oder sogar aus dem Raum Mönchengladbach unsere Veranstaltung. Davon profitieren wir in jedem Jahr, da sich jeweils etwa zehn Spieler unserem Verein anschließen“, erzählt Bernd Janhsen, Straelener „Jugendkoordinator Spielbtrieb“. Von einer „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten spricht auch Felix Braunegger, der sich mit einigen Jugendtrainern der Fortuna auf den Weg nach Straelen gemacht hat. „Wir verzichten auch aus Kostengründen auf ein Nachwuchs-Internat. Schließlich laufen auch in der näheren Umgebung und in den Nachbarländern Belgien und Holland interessante Jungs rum. Diese Talente können wir fördern, ohne sie direkt aus dem gewohnten Umfeld reißen zu müssen“, erklärt der Mann, der für den Zweitliga-Spitzenreiter Juwelen entdecken soll.
Der SV Straelen seinerseits hat mit der intensiven Nachwuchsarbeit gar nicht so sehr die eigene erste Mannschaft im Blick, die zurzeit gute Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga besitzt.

„Das wäre der falsche Ansatz. Wenn man auf Dauer erfolgreich sein möchte, muss es in erster Linie immer um die Förderung der jungen Spieler gehen. Wo sie dann letztlich landen, ist zweitrangig“, versichert Otten. Wobei das Beispiel Benedikt Schmitz natürlich gerne Schule machen darf.

TEXT VOLKER HIMMELBERG
FOTOS GOTTFRIED EVERS

By | 2018-05-02T06:19:40+00:00 Mai 2nd, 2018|Allgemein, Nachwuchs, Verein|0 Comments

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