SV Straelen: Eine heiße Spur führt nach Afrika

//SV Straelen: Eine heiße Spur führt nach Afrika
Präsident Hermann Tecklenburg lässt seine Kontakte spielen. Djihad Bizimana, Kapitän der Nationalelf von Ruanda, im Probetraining.

Djihad Bizimana träumt von einer großen Fußball-Karriere. Der 20-Jährige führte am 19. August die Nationalmannschaft von Ruanda als Kapitän aufs Spielfeld, die im Rahmen der Afrikanischen Nationenmeisterschaft die Auswahl von Uganda mit 2:0 bezwang. Szenenwechsel. Am 27. August verfolgt Hermann Tecklenburg, Präsident des SV Straelen, den Auftritt seiner Grün-Gelben bei Schwarz-Weiß Essen. Begleitet wird er von einem alten Freund. Der ehemalige Fußball-Profi Antoine Hey ist seit vielen Jahren als sportlicher Globetrotter auf dem „schwarzen Kontinent“ im Einsatz und verdient seine Brötchen aktuell als Nationaltrainer von Ruanda. Begleitet wird das Duo von einem jungen Mann, der das Spiel ebenfalls aufmerksam verfolgt: Djihad Bizimana.

Schon einen Tag nach dem überraschenden Sieg Ruandas hatte das afrikanische Sportmagazin „Kawowo“ getitelt: „Rwanda midfielder Bizimana off for trials in Germany“. Tatsächlich sollte der talentierte Kicker, der momentan noch in seiner Heimat bei APR FC Kigali unter Vertrag versteht, in der vergangenen Woche ein Probetraining beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf absolvieren. Doch der Traum vom Profifußball hat sich offensichtlich nicht erfüllt – zumindest nicht sofort. Am Dienstagabend machte der junge Nationalspieler erneut Werbung in eigener Sache – diesmal an der Straelener Römerstraße. Beim Oberliga-Aufsteiger hat Bizimana nach wenigen Ballkontakten bleibenden Eindruck hinterlassen.

„Der Junge ist pfeilschnell und kann am Ball alles“, sagt Kato Sürün. Auf den sportlichen Leiter des SV Straelen kommt jetzt jede Menge Arbeit zu, falls in Kürze ein afrikanischer Nationalspieler im grün-gelben Dress auflaufen soll. Da dürften die Verhandlungen mit Antoine Hey, der seinem Schützling offenbar ein Sprungbrett bieten möchte, noch das geringste Problem sein. Schwieriger dürfte sich da schon der Kontakt mit dem Verband in Ruanda gestalten – hört sich jedenfalls nach jeder Menge Papierkram an.

Etwas schneller könnte angesichts der Verletzungsmisere – Frederik Verlinden, Philipp Cox, Lukas Rix, Philipp Brouwers und Ajdin Mehinovic fallen wahrscheinlich noch wochenlang aus – ein alter Bekannter helfen. Verteidiger Daniel Vogel, der in der abgelaufenen Meistersaison zwölf Spiele in der Rückserie bestritten hatte, kehrte am Dienstagabend an die Römerstraße zurück und stellte sich dem neuen Trainer Rachid Sraizi vor. Der 28-Jährige, der in der Jugend von Borussia Mönchengladbach ausgebildet worden ist, hatte zuletzt Kontakt zum Landesligisten FSV Duisburg, soll aber stark an einem Comeback in Straelen interessiert sein.

Neuigkeiten gibt’s übrigens auch von der zweiten Mannschaft des SV Straelen. In die Belange der Reserve hat sich der Präsident jetzt höchstpersönlich eingeschaltet. Ursprünglich sollte Rudi Haksteter als Spielertrainer die Nachfolge von Danny Thönes antreten, der sich „nur“ noch um die Straelener A-Junioren in der Niederrheinliga kümmert. Doch dieser Plan hat sich bereits wieder zerschlagen. Am Dienstag präsentierte Tecklenburg Sandro Nicosia als neuen Trainer der Reserve. Nicosia hat in der Vergangenheit unter anderen den Frauen-Mittelrheinligisten Fortuna Köln trainiert. Zurzeit betreut er außerdem die A-Junioren des TSV Wachtendonk-Wankum in der Leistungsklasse. Auf ausdrücklichen Wunsch des Präsidenten soll der neue Mann in Straelen so etwas wie eine „U 23“-Auswahl aufbauen.

Quelle: RP | Von Volker Himmelberg
By |2017-08-31T08:41:41+00:00August 31st, 2017|Senioren|0 Comments

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