Der Tabellenführer präsentiert sich ausnahmsweise vorne einmal viel zu harmlos.

Dass die Siegesserie des SV Straelen irgendwann einmal reißen würde, war klar. Und dass man beim Tabellendritten verliert, kann passieren. Aber die Art und Weise, wie sich die Grings-Elf beim FC Monheim präsentierte, war nicht eines Spitzenreiters würdig. Nach einer indiskutablen Leistung fand Trainerin Inka Grings einige markige Worte: „Der Sieg der Monheimer ist hochverdient. Sie sind wesentlich entschlossener aufgetreten. Wir hatten zu viele Ausfälle im Spiel. Das muss jetzt analysiert werden. Und dann geht es weiter.“ Monheims Trainer Dennis Ruess zog folgendes Fazit: „Unser Sieg ist nicht unverdient. Wir hatten einen klaren Plan, nämlich Weggen und Zaskoku aus dem Spiel zu nehmen. Das ist uns gut gelungen. Die Lösungsansätze der Straelener waren gering. Unser Torwart hat gute Momente gehabt.“

Im ersten Durchgang genoss Fehlervermeidung auf beiden Seiten oberste Priorität. Das Geschehen spielte sich zwischen den Strafräumen ab, vor den Toren geschah wenig Gehaltvolles. Quasi mit dem Pausenpfiff parierte Monheims Keeper Björn Nowicki einen Terada-Kopfball auf der Linie.

In der zweiten Hälfte ging der Tabellenführer couragierter zur Sache und hätte in der 58. Minute durch Gökan Lekesiz in Führung gehen müssen. Wieder war Nowicki zur Stelle. Zwei Minuten später die Entscheidung. Nach einem auf den kurzen Pfosten gezogenen Eckball stürmte Monheims Philip Lehnert von hinten heran und versenkte die Kugel zum einzigen Treffer in dieser Partie.

Der SVS warf in den letzten zehn Minuten alles nach vorne. Sämtliche Bemühungen verpufften – vermutlich hätten die Straelener bis zum Einbruch der Dunkelheit auch keinen Treffer mehr erzielt.

SV Straelen: Szczepankiewicz – Päffgen, Lachheb, Zaskoku, Fukushige, Weggen, Funk (83. Kim), Odagaki (46. Mizuta), Lekesiz, Shun Terada (63. Ryo Terada), Abdelkarim (69. Jesic).

Quelle: RP (Heinz Spütz)
Foto: Heinz Spütz