SV Straelen hat wieder einen Torjäger

//SV Straelen hat wieder einen Torjäger

Aufsteiger SV Straelen feiert einen verdienten 2:1-Erfolg beim SC Verl. Mann des Tages ist einmal mehr der japanische Mittelstürmer Shun Terada, der wie schon beim 2:2 in Essen einen Doppelpack schnürt.

Es klingt merkwürdig, ist aber Fakt: Regionalligist SV Straelen ist am Samstag seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat mit dem 2:1 (1:1) beim SC Verl fast schon so etwas wie einen Pflichtsieg eingefahren. Beim Blick auf die Straelener Aufstellung dürften inzwischen die meisten Konkurrenten in der Vierten Liga blass werden.

Torhüter Martin Kompalla kommt von der Ersatzbank des Zweitligisten VfL Bochum. Innenverteidiger Adli Lachheb hat in Liga zwei für Erzgebirge Aue und den MSV Duisburg die Knochen hingehalten. Sein Nebenmann Patrick Ellguth hatte in der abgelaufenen Saison maßgeblichen Anteil am Aufstieg des KFC Uerdingen in die Dritte Liga. Kevin Weggen hat mit dem VfB Lübeck schon heftig ans Tor zu Liga drei geklopft.

Die Außenverteidiger Marvin Tenbült und Jannik Stevens sind von Borussia Mönchengladbach ausgebildet worden, Linksaußen/Spielmacher Aram Abdelkarim von Fortuna Düsseldorf. Außenstürmer Björn Kluft hat fast alle Traditionsvereine durch, die sich mittlerweile in Deutschlands unteren Ligen tummeln. Der einzige „Amateur“ in der Startformation von Samstag hat sich inzwischen zum Torjäger gemausert. Shun Terada, in der Sommerpause vom Oberliga-Absteiger FSV Vohwinkel gekommen, schnürte wie schon beim 2:2 bei RW Essen einen Doppelpack und hat damit fünf der inzwischen 14 Straelener Saisontore geschossen.

Nur Marcus John verwendet noch Sätze, die ein Trainer eines Aufsteigers allerdings auch in seinem Repertoire haben muss: „Das sind drei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.“ Für alle anderen gilt: Wer jetzt noch von einer „jungen, unerfahrenen Mannschaft“ spricht, die in der Regionalliga für „Überraschungen“ sorgen möchte, hat entweder a) keine Ahnung oder b) auf dem „Promillehügel“ im Stadion an der Römerstraße zu tief ins Glas geschaut.

Zum Spiel im fast 200 Kilometer entfernten Verl: Der Gastgeber, der seit vielen Jahren zum Regionalliga-Inventar gehört, erwischte den besseren Start und ging in der 14. Minute verdient in Führung, als der völlig frei stehende Matthias Haeder seinem Gegenüber Kompalla keine Abwehrchance ließ. Doch der Gegentreffer hatte die Wirkung eines Wecksignals für die Grün-Gelben, die fortan an das Geschehen in der „Sportclub-Arena“ dominierten. Nach einer halben Stunde gab’s zunächst den verdienten Ausgleich. Björn Kluft, der von Spiel zu Spiel immer stärker wird, betätigte sich einmal mehr als Vorbereiter. Sein präziser Pass in die Gasse landete bei Shun Terada, der von der Strafraumgrenze aus mit einem Schuss ins linke Eck eiskalt vollstreckte.

Nach dem Seitenwechsel blieb der SV Straelen am Drücker – der Führungstreffer der Grün-Gelben war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. In der 70. Minute gab’s dann den verdienten Lohn für den gelungenen Auftritt der Gäste und für die Fans vom Niederrhein, die die weite Anreise auf sich genommen hatten. Diesmal war es Jannik Stevens, der den Ball im Mittelfeld eroberte und den neuen Torjäger in Szene setzte. Terada steuerte auf das gegnerische Tor zu, ließ noch den Verler Keeper Robin Brüseke aussteigen und markierte das 2:1 – damit war auch schon der Deckel drauf.

Nächsten Samstag folgt im Heimspiel gegen den Bonner SC die nächste Pflichtaufgabe. Dann feiert auch Ex-Profi Tugrul Erat (Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg) seinen Einstand, der in Verl noch freiwillig verzichtet hatte.

Quelle: RP

By |2018-10-02T15:59:30+00:00Oktober 2nd, 2018|Senioren|0 Comments

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