SV Straelen ist bereit für das Abenteuer

//SV Straelen ist bereit für das Abenteuer

Regionalliga-Aufsteiger bietet trotz einer 1:3-Niederlage gegen den Drittligisten Fortuna Köln eine starke Vorstellung. Der Verein steht kurz vor der Verpflichtung eines Innenverteidigers. Adli Lachheb bringt Zweitliga-Erfahrung mit.

Die knapp 300 Zuschauer, die sich am Samstagabend auf den Weg zum Stadion an der Römerstraße gemacht hatten, staunten schon vor dem Anpfiff nicht schlecht. Denn Adli Lachheb hinterlässt einen starken ersten Eindruck – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Tunesier, der dem SV Straelen möglicherweise dabei helfen soll, den Klassenerhalt in der Regionalliga zu schaffen, ist ein 1,94 Meter großes Kraftpaket.

Der Nordafrikaner, der vor einigen Jahren kurz vor dem Sprung in die Nationalmannschaft seines Heimatlandes stand, ist aktuell noch beim Nordost-Regionalligisten Germania Halberstadt unter Vertrag. In seiner besten Zeit absolvierte Lachheb insgesamt 72 Zweitligaspiele für Erzgebirge Aue und den MSV Duisburg. Er bringt also neben seinen unzweifelhaften Stärken als Abwehrspieler genau die Portion Erfahrung mit, die der jungen Straelener Mannschaft eventuell noch fehlt, um die „Mission Regionalliga“ erfolgreich bestreiten zu können.

Gegen Fortuna Köln spielte sich ein weiterer Neuzugang in den Vordergrund, dessen Verpflichtung allerdings schon längere Zeit in trockenen Tüchern ist. Meguru Odagaki, in der abgelaufenen Saison noch Torjäger des Mittelrheinligisten Viktoria Arnoldsweiler, überzeugte als Spielmacher und war an nahezu jeder gefährlichen Aktion des Gastgebers beteiligt. „Der Junge hat ein starkes Spiel gemacht und ist sich für keinen Weg zu schade“, lobte Straelens Co-Trainer Khaled Daftari nach der Partie.

Dennoch steht auch in seinem Fall noch in den Sternen, ob er am kommenden Samstag im Oberhausener Niederrheinstadion auflaufen kann. Hintergrund: Odagaki benötigt ebenso wie sein Landsmann Shun Terada und der Südkoreaner Yodan Kim eine Aufenthaltsgenehmigung, die bis zum 30. Juni 2019 gültig ist. Houben: „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.“

Zum Spiel: Der SV Straelen geriet bereits nach neun Minuten in Rückstand, als der Kölner Angreifer Ali Ceylan plötzlich an der Strafraumgrenze frei zum Schuss kam und den Ball unhaltbar im Winkel versenkte. Doch die passende Straelener Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ein Kölner Verteidiger brachte seinen Torhüter Andre Poggenborg in unnötige Bedrängnis. Lachender Dritter war Fabio Ribeiro, der im richtigen Moment dazwischen ging und zum 1:1 einschob.

Anschließend entwickelte sich eine ausgeDanach wie gesagt, ausgeglichene Begegnung – von einem Klassenunterschied war jedenfalls nichts zu sehen. Die nächste Großchance besaßen die Gäste. Fortuna-Angreifer Serhat Güler steuerte in der 28. Minute frei auf SVS-Keeper David Buchholz zu, schickte den Ball aber irgendwo Richtung Venlo auf die Reise.

Auf der anderen Seite wurde es kurz vor der Pause noch zweimal richtig gefährlich. Zunächst fasste sich in der 40. Minute Odagaki ein Herz und zwang Kölns Keeper Poggenborg mit einem platzierten Schuss zu einer Glanzparade. Der Favorit aus der Domstadt hatte eine Minute vor der Pause noch einmal mächtig Glück, als Poggenborg im letzten Moment vor dem einschussbereiten Jafari klärte.

In der zweiten Hälfte waren zunächst einmal wieder die Gäste an der Reihe. Mit einem unhaltbaren Distanzschus sorgte Kristoffer Andersen für die Kölner 2:1-Führung. Anschließend nutzte David Buchholz die Gelegenheit, sein Können zu zeigen. Zunächst parierte er in der 62. Minute einen Foulelfmeter – und anschließend per Fußabwehr auch noch den Nachschuss.

Anschließend vergaben Fabio Ribeiro. (77.) und Denis Sitter (83. Min.) große Möglichkeiten zum Ausgleich. Kurz vor Schluss kassierte der Gastgeber noch das 1:3. Aber dieser Treffer interessierte zu diesem Zeitpunkt schon niemand mehr.

Vor dem Auftritt in Oberhausen hatten die Grün-Gelben noch ein Erfolgserlebnis. Beim Regionalliga-Absteiger SC Wegberg-Beeck siegte der SV Straelen mit 2:1 (0:0. Der Führungstreffer des Gastgebers ging auf das Konto eines weiteren Japaners: Sakae Iohara (59.). Doch Torjäger Rene Jansen (71.) und Denis Sitter (87.), Neuzugang von der Spvg. Greuther Fürth, drehten den Spieß noch um.

Quelle: RP

By |2018-07-23T11:15:55+00:00Juli 23rd, 2018|Allgemein|0 Comments

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