SV Straelen mischt die Regionalliga auf

//SV Straelen mischt die Regionalliga auf

Klingt verrückt, ist aber wahr: Nach dem verdienten 2:1-Auswärtssieg im Schatten des Kölner Geißbockheims hat der Aufsteiger nur noch vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter RW Essen. Patrick Ellguth schießt Traumtor zum 1:0.

So langsam wird’s etwas unheimlich. Jetzt trumpft der SV Straelen, der seinen glänzenden Saisonstart in der Regionalliga in erster Linie seiner Heimstärke zu verdanken hatte, auch noch auswärts auf. Am Samstag feierte der Neuling bei der U23-Auswahl des Zweitligisten 1. FC Köln einen verdienten 2:1-Erfolg.

Damit haben die Grün-Gelben nach sieben Spielen bereits elf Punkte auf ihrem Konto und belegen aktuell Tabellenplatz sieben. Und es kommt noch besser: Der Rückstand auf Spitzenreiter Rot-Weiß Essen, der sich am Samstag einen unerwarteten Ausrutscher gegen den SV Lippstadt leistete, beträgt gerade einmal noch vier Punkte.

Nur gut, dass die Straelener in Marcus John einen Fachmann auf der Trainerbank sitzen haben, der die Sachlichkeit in Person ist. „Natürlich freue ich mich über unseren gelungenen Saisonstart. Damit haben wir uns schon ein kleines Polster zur Abstiegszone verschafft. Wir haben unsere Qualitäten, wenn wir aus einer disziplinierten und gut organisierten Abwehr heraus spielen. Darauf müssen wir uns auch in Zukunft konzentrieren“, sagte der Coach nach dem Schlusspfiff.

Vor der überraschend guten Kulisse von rund 500 Zuschauern präsentierte sich der SV Straelen bestens erholt von der Pokalpleite in Homberg. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als die rund 50 mitgereisten Straelener Anhänger bereits Grund zum Jubeln hatten. Nach einer weiten Flanke legte Mittelstürmer Shun Terada den Ball zurück auf Patrick Ellguth. Der Neuzugang vom Drittligisten KFC Uerdingen fasste sich ein Herz und traf aus rund 25 Metern Distanz genau in den Winkel – allein schon dieser Treffer Marke „Tor des Monats“ war das Eintrittsgeld wert.

Das frühe 1:0 spielte den Gästen in die Karten. Marcus John hatte seiner Mannschaft im Vorfeld mit auf den Weg gegeben, sich vom Gegner nicht aus der Reserve locken zu lassen. Und an diese Marschroute hielt sich der SV Straelen konsequent. Der 1. FC Köln II, der neben dem ehemaligen Bundesliga-Stürmer Roman Prokoph mit einigen Talenten aus dem erweiterten Profi-Kader aufwartete, fand bis zum Pausenpfiff kein geeignetes Mittel, um die Straelener Abwehr ernsthaft in Verlegenheit zu stürzen. Was sicherlich auch daran lag, dass der Neuling nicht den Fehler beging, mit aller Macht auf den zweiten Treffer zu drängen.

„In der Halbzeit habe ich noch einmal an meine Mannschaft appelliert, unserer Linie treu zu bleiben. Selbst, falls wir den Ausgleich kassieren sollten. Denn schließlich sind wir auf einen ungeduldigen Gegner getroffen, der immer noch auf seinen ersten Saisonsieg wartet“, erklärte John. Der erwähnte Ausgleich sollte tatsächlich fallen. In der 55. Minute leistete sich die Straelener Abwehr ihren einzigen Fehler an diesem Nachmittag, der allerdings prompt bestraft werden sollte. Nach einer Ecke stieg der Kölner Angreifer Kaan Caliskaner völlig unbedrängt zum Kopfball hoch und markierte aus kurzer Distanz das schmeichelhafte 1:1.

Doch der starke Neuling ließ sich durch diesen Gegentreffer in keinster Weise aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Wenig später hatte Marcus John wieder einmal den richtigen Riecher, als er seine beiden Torjäger aus der Oberliga-Meistersaison im Paket einwechselte. Randy Grens und Rene Jansen standen gerade einmal vier Minuten auf dem Platz, als sie in Gemeinschaftsarbeit den erneuten Straelener Führungstreffer produzierten.

Am Anfang stand eine Balleroberung von Jannik Stevens. Das Spielgerät landete schließlich bei Randy Grens. Der Niederländer machte alles richtig. Er täuschte einen Schuss an und ließ damit zwei Kölner Verteidiger ins Leere laufen. Und dann hatte Grens auch noch ein perfektes Auge für seinen Sturmpartner. Rene Jansen hatte als Endstation der gelungenen Kombination keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zu befördern. Ein Ende des Straelener Höhenflugs ist nicht in Sicht. Am Samstag kommt Mitaufsteiger TV Herkenrath an die Römerstraße.

Quelle: RP
Foto: van der Velden

By |2018-09-10T12:10:13+00:00September 10th, 2018|Senioren|0 Comments

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