Mit ei­nem hart um­kämpf­ten 2:0-Sieg über TuRU Düs­sel­dorf be­en­det die Mann­schaft von In­ka Grings die eng­li­sche Wo­che in der Ober­li­ga und klet­tert an die Ta­bel­len­spit­ze. Nächs­ter Geg­ner ist der SC Vel­bert.

Die Bi­lanz der Gings-Elf vor dem Spiel ge­gen TuRu Düs­sel­dorf war nicht von schlech­ten El­tern: Ein 2:0-Sieg im Heim­spiel ge­gen den Cro­nen­ber­ger SC und ein 4:0-Aus­wärts­sieg beim TSV Meer­busch. Da be­deu­tet un­term Strich 6:0 Punk­te und 6:0 To­re.

Nach dem Spiel ge­gen die Ober­bil­ker ist man schon fast ge­neigt, von ei­nem Traum­start zu spre­chen, zu­min­dest, was die rei­ne Fuß­ball-Ma­the­ma­tik an­geht: 9:0 Punk­te und 8:0 To­re – Platz eins nach drei Spiel­ta­gen. Die ers­te Duft­mar­ke wur­de ge­setzt.

In­ka Grings hat­te die Mann­schaft im Ver­gleich zum letz­ten Spiel beim TSV Meer­busch auf zwei Po­si­tio­nen ver­än­dert. In der In­nen­ver­tei­di­gung rück­te Ma­xi­mi­li­an Funk für Fat­lum Zas­ko­ku in die Start­elf. Aram Ab­del­ka­rim nahm zu­nächst auf der Aus­wech­sel­bank Platz. Auf sei­ner Pos­ti­on spiel­te „Meg“ Oda­ga­ki. Hin­ter der Spit­ze wur­de wie be­reits ge­gen den Cro­nen­ber­ger SC Fat­mir Fa­ra­ti auf­ge­stellt.

Ran­dy Grens, ver­letz­ter Stür­mer des SV Strae­len, schau­te sich das Spiel ne­ben dem Ver­eins­prä­si­den­ten von der Tri­bü­ne aus an und war gu­ter Din­ge, in der Win­ter­pau­se wie­der voll ein­grei­fen zu kön­nen.

Dann mach­te vor dem Spiel auf der Platz­an­la­ge die Run­de, dass Jan Bek­ke­ma, der zwei­te Tor­wart beim SV Strae­len, den Ver­ein ver­las­sen hät­te. Auf dem Spiel­be­richts­bo­gen war Bo-guk Seo, ein Feld­spie­ler, als Er­satz­tor­wart vor­ge­se­hen. Bek­ke­ma war auf dem Sport­platz und gab auf Nach­fra­ge an, dass es Schwie­rig­kei­ten mit dem Ver­ein we­gen sei­ner Spiel­be­rech­ti­gung gä­be. Noch ha­be er ei­nen Ver­trag beim SV Strae­len, aber mor­gen (al­so Mon­tag) nicht mehr.

Zum ei­gent­li­chen Spiel: Die Gast­ge­ber lie­ßen von Be­ginn an kei­ne Zwei­fel dar­über auf­kom­men, wer der Chef im Ring ist und gin­gen be­reits nach zehn Mi­nu­ten in Füh­rung. Ei­ne zen­ti­me­ter­ge­naue Flan­ke von Ole Päff­gen brauch­te Fe­ra­ti nur noch ein­ni­cken. Wei­te­re sehr gu­te Chan­cen wur­den leicht­fer­tig ver­ge­ben. Die Gäs­te aus der Lan­des­haupt­stadt ver­ste­cken sich, wie von Grings er­war­tet, nicht. Sie spiel­ten mit, oh­ne da­bei tat­säch­lich ge­fähr­lich zu wer­den. Ei­ne Aus­nah­me war da die 39. Spiel­mi­nu­te, als Da­ni­el Sze­ce­pan­kie­wicz im Tor der Strae­le­ner sei­ne gan­ze Klas­se auf­blit­zen ließ, um ei­nen Dis­tanz­schuss zu ent­schär­fen.

Ob­wohl die Gäs­te nach dem Wie­der­an­pfiff bes­ser ins Spiel ka­men, ent­wi­ckel­te sich trotz der ei­nen oder an­de­ren Mög­lich­keit auf bei­den Sei­ten ein eher hö­he­punkt­ar­mes Spiel. Die Par­tie leb­te viel­mehr von der Span­nung, denn die Grings-Trup­pe konn­te sich zu kei­nem Zeit­punkt in Si­cher­heit wäh­nen.

Zehn Mi­nu­ten vor Ab­lauf der re­gu­lä­ren Spiel­zeit wur­den von bei­den Mann­schaf­ten die Vi­sie­re end­gül­tig hoch­ge­klappt. Die Par­tie mit Chan­cen hü­ben wie drü­ben nahm noch ein­mal rich­tig Fahrt auf. Den Schluss­punkt setz­te qua­si mit dem Schluss­pfiff der ein­ge­wech­sel­te Kai­to Mi­zu­ta , der be­reits in Meer­busch ei­ne über­ra­gen­de Par­tie ab­ge­lie­fert hat­te, mit dem Tref­fer zum 2:0-End­stand.

TuRU-Trai­ner Fran­cis­co Car­ras­co gab in der Pres­se­kon­fe­renz an, in der ers­ten Halb­zeit ei­ne aus­ge­gli­che­ne Par­tie ge­se­hen zu ha­ben. In der zwei­ten Hälf­te ha­be sei­ne Mann­schaft al­les ver­sucht und al­les ge­ge­ben, um ei­nen Punkt mit­zu­neh­men. Die Strae­le­ner dür­fe sich ger­ne bei ih­rem Tor­wart be­dan­ken. Das nö­ti­ge Glück ha­be sei­ner Mann­schaft am heu­ti­gen Tag lei­der ge­fehlt.

Strae­lens Trai­ne­rin Grings sah es ähn­lich und sprach von ei­nem har­ten Fight. Sie war glück­lich, mit der Mann­schaft ge­siegt zu ha­ben, mehr aber auch nicht. Ihr Tor­wart ha­be die Mann­schaft durch sei­ne glän­zen­de Leis­tung im Spiel ge­hal­ten. „Wir sind noch nicht da, wo wir hin­wol­len. Die eng­li­sche Wo­che mit den drei Sie­gen war si­cher gut. Mehr als neun Punk­te ge­hen nicht. Aber sie war auch ganz wich­tig für das Selbst­ver­trau­en der Spie­ler.Das al­les ist aber kein Grund ab­zu­he­ben, wir müs­sen ganz ein­fach die Kir­che im Dorf las­sen. An­de­re kön­nen über uns so viel er­zäh­len, wie sie wol­len. Bei uns re­det kei­ner von ei­nem Durch­marsch“, for­mu­lier­te sie ab­schlie­ßend.

Das nächs­te Spiel des SV Strae­len fin­det Sonn­tag beim SC Vel­bert statt. Der Sport­club ver­lor am Wo­chen­en­de mit 1:2 bei der Spvg. Schon­ne­beck und star­te­te mit ei­nem Sieg und zwei Nie­der­la­gen.