SV Straelen verpasst Befreiungsschlag

Die Premiere von Steffen Weiß auf der Straelener Trainerbank endet mit einer unglücklichen 1:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach II. Am Samstag muss gegen die Sportfreunde Lotte ein Sieg her.

Das Debüt von Steffen Weiß auf der Trainerbank des SV Straelen endete am Samstag zwar mit einer 1:2 (1:1)-Niederlage bei der U 23-Auswahl von Borussia Mönchengladbach. Damit blieb der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga zunächst aus. Doch noch ist nichts passiert. Die unmittelbare Konkurrenz im Tabellenkeller der Vierten Liga verlor am Wochenende ebenfalls. Und speziell im Vergleich zum punktgleichen Rivalen Bonner SC hat die Mannschaft von der Römerstraße das wesentlich leichtere Restprogramm. Am kommenden Samstag empfängt der SV Straelen den Absteiger Sportfreunde Lotte, eine Woche später geht es zum FC Wegberg-Beeck, der nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt hat. Am letzten Spieltag gastiert der Tabellensechste SV Rödinghausen, für den die Saison längst gelaufen ist, an der Römerstraße. „Feuerwehrmann“ Steffen Weiß erhält also noch genügend Gelegenheiten, den Großbrand in Richtung Oberliga zu verhindern.

Der neue Trainer nahm vor der Begegnung im Rheydter Grenzlandstadion einige Änderungen vor. Während Interimscoach Rudi Zedi in den vergangenen Wochen ein System mit einer Dreier-Abwehrkette und zwei Angreifern installiert hatte, vertraut Weiß ab sofort wieder auf die 4-2-3-1-Variante, mit der der SV Straelen in der jüngeren Vergangenheit seine größten Erfolge gefeiert hat.

Statistik zum Spiel des SV Straelen

Borussia Mönchengladbach U 23: Olschowsky – Gaal, Lofolomo, Doucouré, Kurt, Kemper, Holtby (88. Lockl), Lieder, Meuer, Schröers (90. Skraback), Telalovic (90. Christiansen).

SV Straelen: Kratzsch – Delorge, Baraza, Päffgen, Wolze (61. Stevens) – Ngyombo, Ribeiro (80 Miyamoto) – Lunga, Rizzo (89. Fujuyoshi), Mehlich – Shoshi (63. Pfeiffer).

Tore: 0:1 Arlind Shoshi (15.), 1:1 Semir Telalovic (29.), 2:1 Mika Schröers (70.).

Zuschauer: 345.

Für Robin Udegebe, der sich am Donnerstag krankgemeldet hatte, stand der 19-jährige Kevin Kratzsch im Tor. Kapitän Kevin Wolze spielte von Beginn an als linker Verteidiger, vor ihm Timo Mehlich. Jannik Stevens, Noah Holtschoppen und Toshiaki Miyamoto mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen. Überrascht wurde das Trainerteam von einer Krankmeldung von Torjäger Cagatay Kader, die am Freitag beim Verein einflatterte. Für ihn lief Arlind Shoshi als einzige Spitze auf.

„Wir müssen uns ganz einfach mehr Chancen erarbeiten“, hatte Weiß vor seiner Premiere gefordert. Gesagt, getan: Von Beginn an nahmen die Gäste das Heft in die Hand, übten Druck auf den Gegner aus und erspielten sich erste Tormöglichkeiten. Es dauerte gerade einmal 15 Minuten, bis der Stadionsprecher die Straelener Führung bekannt geben musste. Shoshi ließ die Gladbacher Verteidiger Tom Gaal und Mamadou Doucuré stehen und traf aus halbrechter Position ins kurze Eck.

Keine fünf Minuten später hatte Timo Mehlich das 2:0 auf dem Fuß. Sein Schuss wurde noch von einem Verteidiger abgefälscht. Der anschließende Eckstoß landete auf dem Kopf von Ole Päffgen, der das Ziel nur knapp verfehlte. Kelvin Lunga spitzelte in der 22. Minute den Ball an Borussen-Torhüter Jan Olschowksy vorbei, doch Phil Kemper klärte vor der Linie. Aus dem Nichts der Ausgleich: Semir Telalovic schloss den ersten gelungenen Angriff der Borussia mit dem 1:1 ab. Die ersten Ausrufezeichen im zweiten Durchgang setzten die Gäste. Shoshi (48.) verzog aus halblinker Position, zwei Minuten später dribbelte sich Lunga bis zur Grundlinie durch, fand aber keinen Mitspieler. Erst allmählich bekamen die „Fohlen“ das Spiel besser in den Griff. Nach einer Ecke landete der Kopfball von Enrique Lofolomo an der Latte (58.). Gut zehn Minuten später ließ Glody Ngyombo den Ball auf Fabio Ribeiro abklatschen – dieser rutschte bei der Annahme aus und machte den Weg zur schmeichelhaften Gladbacher Führung durch Mika Schröers frei.

Die größte Chance auf den Ausgleich vergab Kino Delorge in der 80. Minute, als er aus kurzer Distanz den Ball in die Arme des Torhüters beförderte. Nach dem Abpfiff munterte Steffen Weiß seine Spieler und Trainerkollegen sofort auf. Sein Statement nach der etwas unglücklichen Niederlage: „Mein Debüt hatte ich mir natürlich anders vorgestellt. Das Ergebnis ist bedauerlich. Chancen waren da, um hier wenigstens einen Punkt mitnehmen zu können. Meiner Mannschaft hat die nötige Ruhe im Spiel gefehlt.“

Bleibt festzuhalten: Auch in Rheydt machte sich die fehlende Entschlossenheit des SV Straelen beim Torabschluss bemerkbar und verhinderte ein besseres Resultat. Jetzt müssen Ergebnisse her. Am Samstag müssen an der Römerstraße gegen die Sportfreunde Lotte die Weichen in Richtung Klassenerhalt gestellt werden – nur ein Sieg zählt.

Quelle: RP (Heinz Spütz)
Foto: Amafuma.de (Heiko van der Velden)

Nächstes Spiel

07.05.2022

REGIONALLIGA WEST

SV Straelen

VS

14:00 UHR

SV Rödinghausen

TAGE

STUNDEN

MINUTEN

SEKUNDEN

TABELLE

Platz

Club

Spiele

Punkte

1

RW Essen

37

84

2

Preussen Münster

37

84

3

Wuppertaler SV

37

75

4

RW Oberhausen

37

72

5

Fortuna Köln

37

71

6

1. FC Köln U23

37

62

7

SV Rödinghausen

37

61

8

SC Wiedenbrück

37

55

9

RW Ahlen

37

47

10

Fortuna Düsseldorf U23

37

45

11

Schalke 04 U23

37

44

12

Alemannia Aachen

37

43

13

SV Lippstadt

37

43

14

SV Straelen

37

43

15

Borussia Mönchengladbach U23

37

42

16

Bonner SC

37

39

17

FC Wegberg-Beeck

37

31

18

SF Lotte

37

30

19

VfB Homberg

37

25

20

KFC Uerdingen (AB)

37

24