Gegen Tabellenführer Viktoria Köln siegt die Elf von Inka Grings durch zwei ganz späte Treffer mit 2:0.

Dass Totgesagte länger leben, bewiesen die Halbfinal-Rückspiele der Champions League unter der Woche. Doch auch Regionalligist SV Straelen gab sich trotz der schwierigen Ausgangslage und der vermeintlich unlösbaren Aufgabe gegen Viktoria Köln nie auf und erhielt die Chance auf die Rettung am Leben.

Die Hausherren konzentrierten sich vorrangig auf die Defensivarbeit und machten ihre Sache im Gegensatz zur Vorwoche äußerst gut. Und wenn der Ball doch mal den Weg aufs Tor fand, war David Buchholz zur Stelle – er parierte stark gegen Golley (16.). Weil später Bunjaku und erneut Golley den Ball ebenfalls nicht im Tor unterbrachten, ging es mit einem 0:0 in die Pause. Auch nach dem Wechsel fanden die Gäste ihren Meister immer wieder in SVS-Schlussmann Buchholz und plötzlich nahmen auch die Hausherren offensiv am Spiel teil: Mehrfach sorgte Shun Terada für mächtig Wirbel im Kölner Strafraum (60., 64., 83.).

In der Schlussphase war es aber dann wieder der Spitzenreiter, der das Kommando übernahm. Mitten in die Drangphase der Viktoria konterte Straelen dann aber – und traf: Aus der Distanz fasste sich Aram Abdelkarim ein Herz und versenkte den Ball (89.). Als Köln danach alles auf eine Karte setzte, vollendete der kurz zuvor eingewechselte Dennis Sitter einen weiteren Konter und besiegelte damit den so wichtigen Erfolg (90.+4).

Der SV Straelen belegt zwar weiterhin den 15. Platz, der nach den Ergebnissen aus der 3. Liga nun endgültig als Abstiegsplatz feststeht, verkürzte aber den Rückstand auf die Konkurrenz, die mit Ausnahme des Bonner SC keinen Dreier einfahren konnte. In der kommenden Woche kommt es nun zum Abstiegsendspiel in Wattenscheid. Derweil muss die Viktoria doch noch um den Aufstieg bangen, weil Rot-Weiß Oberhausen sich knapp in Lippstadt durchsetzte.

SV Straelen: David Buchholz, Adli Lachheb, Yodan Kim, Jannik Stevens, Babacar M’Bengue, Kevin Weggen, Ahmad Jafari (72. Marvin Tenbült), Patrick Ellguth (89. Denis Sitter), Kai Schwertfeger, Aram Abdelkarim (90. Jasper Löffelsend), Shun Terada – Trainer: Inka Grings

FC Viktoria Köln: 
Sebastian Patzler, Sascha Eichmeier (56. Simon Handle), Tobias Willers, Stefano Maier, Daniel Reiche, Timm Golley (56. Kevin Holzweiler), Hamza Saghiri, Mike Wunderlich, Felix Backszat (72. Sven Kreyer), Marcel Gottschling, Albert Bunjaku – Trainer: Patrick Glöckner

Schiedsrichter: 
David-Markus Koj (Aachen) – Zuschauer: 920
Tore: 1:0 Aram Abdelkarim (89.), 2:0 Denis Sitter (90.+4)

Quelle: Fupa