SVS siegt 1:0 — Tradition schießt keine Tore

//SVS siegt 1:0 — Tradition schießt keine Tore

Es bleibt dabei: Dem SV Straelen liegen die Teams aus der Spitzengruppe der Regionalliga besonders. So biss sich Rot-Weiß Oberhausen die Zähne an einer bärenstarken SVS-Defensive aus und musste mit einer 0:1-Niederlage die Heimreise antreten. Ein großer Name kehrte ohne Zählbares zurück ins Ruhrgebiet. Denn Tradition alleine reicht schon lange nicht mehr.

Hochzufrieden war SVS-Trainer Marcus John auf der anschließenden Pressekonferenz. „Wir sehen, dass wir gegen die oberen Mannschaften ganz gut mithalten können“, sagte er. Dazu kassierte der Aufsteiger mal wieder kein Gegentor. „Wenn man hinten mal zu null spielt, hat man schon mal einen Punkt sicher. Dafür muss man keine Mathematik studiert haben“, resümierte John.

Nach dem Sieg belegen die Grün-Gelben nun den 13. Tabellenplatz und haben aktuell sechs Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz. So richtig vergrößern konnten sie den Abstand nach ganz unten aber nicht, da auch Kaan-Marienborn, Düsseldorf und Bonn ihre Spiele gewannen.

Gästetrainer Mike Terranova, der sich seinen 42. Geburstag sicherlich anders vorgestellt hatte, war  bedient. Seine Elf hätte bei einem Sieg nämlich bis auf fünf Punkte an Spitzenreiter Viktoria Köln herankommen können, doch dazu kam es nicht.

„Wir wussten, dass Straelen ein Gegner ist, der sehr aufs Umschaltspiel bedacht ist. Deshalb wollten wir viel über die Flügel kommen und das Zentrum damit schließen“, erklärte Terranova seinen Matchplan. Und genau dieses Umschaltspiel macht den SV Straelen gegen die Top-Teams so gefährlich. So wunderten sich die 1150 Zuschauer an der Römerstraße auch nicht, dass die Hausherren erst einmal kompakt standen und den Gegner das Spiel machen ließen. Da den Kleeblättern aber herzlich wenig im auf dem Weg nach vorne einfiel, traute sich der SVS mit der Zeit mehr und mehr im Angriff zu.

Die erste gefährliche Möglichkeit auf Seiten der Gastgeber hatte Aram Abdelkarim, doch seinen Freistoß konnte RWO-Keeper Robin Udegbe entschärfen (13. Minute). Eine weitere Chance von Abdelkarim folgte 13 Minuten später, doch nach einem starken Solo ging sein Schuss knapp am Gehäuse vorbei. Ein Signal, dass die RWO-Defensive nicht ganz in den Tiefschlaf gefallen war, gab es dann erst in Minute 32: Dominik Reinert hatte sich auf der rechten Seite im Strafraum durchgetankt, doch sein Zuspiel auf den einschussbereiten Tarik Kurt wurde im letzten Moment von Keeper Martin Kompalla vereitelt. Nur sechs Minuten später jagte Dario Schumacher einen Freistoß von der Strafraumgrenze in die Mauer Das war der Schlusspunkt in einer ereignisarmen ersten Hälfte.

Durchgang zwei startete nach 60 Sekunden mit einem vielversprechenden RWO-Angriff, doch Tarik Kurt ließ eine Chance ungenutzt. Straelen blieb per Umschaltspiel weiterhin gefährlich. Eine Doppelchance von Aaram Abdelkarim und Shun Terada wurde von RWO-Verteidiger Kai Nakowitsch geblockt. Hier wäre die Führung für den SVS drin gewesen (51.). Dann folgte das Tor des Tages: Aus einem abgewehrten Oberhausener Eckball entwickelte sich erneut eine brandgefährliche Umschalt-Situation des SVS. Abdelkarim setzte den von hinten aufgerückten Jannik Stevens gut in Szene, der überlegt in die lange Ecke zur 1:0-Führung einschob (63.).

„Meine Spieler gucken da in die Sonne und verpassen es eben, im richtigen Moment das taktische Foul zu ziehen“, sagte Terranova angefressen über das Gegentor. RWO antwortete jetzt mit wütenden Angriffen, ohne jedoch die SVS-Defensive ernsthaft ins Schwimmen bringen zu können. Bis auf einen Schuss von Raphael Steinmetz, den Kompalla um den Pfosten lenkte (85.), war zunächst keine weitere echte Torchance dabei.

Spannend wurde es noch einmal in den fünf Minuten Nachspielzeit, als Terranova auch noch seinen baumlangen Innenverteidiger Jannik Löhden mit in das Sturmzentrum beorderte. So legte dieser auf Christian März ab, der jedoch in Martin Kompalla seinen Meister fand. Danach verhielt sich Straelen clever, so dass RWO-Trainer Mike Terranova am Ende wohl wenig Lust auf eine ausschweifende Geburtstags-Party hatte.

Quelle: RP
Foto: Gottfried Evers

By |2018-11-19T12:50:46+00:00November 19th, 2018|Senioren|0 Comments

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