Trotz 0:2 – Feiertag für den SV Straelen

//Trotz 0:2 – Feiertag für den SV Straelen

Alle Achtung: Der SV Straelen musste sich zwar am ersten Regionalliga Spieltag bei RW Oberhausen geschlagen geben. Doch der Aufsteiger, der von 300 mitgereisten Anhängern unterstützt wurde, hat sich sofort Respekt verschafft.

Es kommt äußerst selten vor, dass Hermann Tecklenburg trotz einer Niederlage „seines“ SV Straelen gute Laune hat. Am Samstag war einer dieser Tage, die grün-gelb im Kalender angestrichen werden können. Der Präsident verfolgte auf der Tribüne des Niederrhein-Stadions mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht das Geschehen auf dem Rasen.

Dort hatte der Regionalliga-Aufsteiger zwar letztlich bei Rot-Weiß Oberhausen mit 0:2 (0:1) das Nachsehen. Doch die Mannschaft verschaffte sich vor rund 2200 Zuschauern – darunter 300 (!) Fans aus der Heimat – mit einem beherzten und vor allem auch spielerisch starken Auftritt am ersten Spieltag viel Respekt. „In dieser Form muss sich der SV Straelen in der Regionalliga nicht verstecken“, meinte nach dem Schlusspfiff ein Mann, der es wissen muss: RWO-Trainer Mike Terranova.

Zu diesem Zeitpunkt war Straelen trotz des Ergebnisses in Siegerlaune. Die Mannschaft, weil sie solch eine Form der Unterstützung vorher noch nicht erlebt hatte – die Spieler bedankten sich mit Applaus von den Fans. „Egal, was demnächst noch passiert. Dieses Spiel geht als Highlight in unsere Vereinsgeschichte ein“, geriet Elmar Rogmann, stellvertretender Vorsitzender des SVS, ins Schwärmen. Ähnlich fühlte sich Geschäftsführer Norbert Peters: „Ich habe eine Gänsehaut.“ Angetan vom bemerkenswerten Straelener Auftritt zeigte sich auch ein Mann, der den sportlichen Höhenflug vor inzwischen drei Jahren entscheidend mit in die Wege geleitet hat. „Der SV Straelen hat mit einer engagierten Leistung Spaß gemacht. Als ich kurz nach meinem Amtsantritt vor drei Jahren von einer möglichen Zukunft in der Regionalliga gesprochen habe, bin ich vielfach belächelt worden. Jetzt ist sie da“, sagte der ehemalige Sportdirektor Ilja Ludenberg, der auf der Tribüne freudig einige alte Bekannte begrüßte.

Zum Spiel: Im Stadion Niederrhein war genau eine Stunde absolviert, als Rene Jansen zum Pechvogel des Tages avancierte. Zuerst setzte Aram Abdelkarim den Ball an den Pfosten, bevor der Straelener Angreifer völlig frei und ungehindert den Ball aus kurzer Distanz über das leere Gehäuse setzte. In dieser Szene spielten dem Top-Torjäger der abgelaufenen Oberliga-Saison offensichtlich die Nerven einen Streich. Es wäre zu diesem Zeitpunkt der völlig verdiente Ausgleich in einem Spiel gewesen, indem sich der Aufsteiger über weite Strecken des Spiels als mindestens ebenbürtiger Gegner präsentierte. Ganze 120 Sekunden später jubelte die große Straelener Fangemeinde etwas zu früh. Ahmad Jafari hatte soeben per Kopf den Ball am herausgeeilten RWO-Keeper Robin Udegbe vorbei ins Netz befördert. Doch Schiedsrichter Marco Goldmann entschied auf Stürmerfoul. Ludenberg: „Das muss man nicht pfeifen. Auf der anderen Seite hätte er den Treffer wahrscheinlich gegeben.“

So musste der SV Straelen letztlich mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage im Gepäck die Heimreise zurück in den Kreis Kleve antreten. „Wir haben das Spiel durch zwei unglückliche Situationen verloren. Der erste Schuss ist abgefälscht, beim zweiten Tor trifft der Schütze den Ball natürlich genau richtig. Aber wir hatten auch richtig gute Chancen, von denen du normal gegen RWO nicht so viele kriegst. Wir haben verloren, können aber auf einer richtig guten Leistung aufbauen“, meinte der Straelener Trainer Marcus John.

Die Partie hatte mit einer Schrecksekunde für den Neuling begonnen. Kurz nach dem Anpfiff ließ Oberhausens Tim Hermes die erste Chance ungenutzt. Er scheiterte an David Buchholz, der sofort hellwach reagierte. Wie im Vorfeld angekündigt, versteckte sich der Neuling keineswegs. In der vierten Minute verpasste Rene Jansen denkbar knapp eine Hereingabe von Jannik Stevens.

Die nächste gute Gelegenheit des SVS folgte nach 18 Minuten. Ein Schuss von Aram Abdelkarim nach Kombination mit Rene Jansen wurde allerdings noch abgeblockt. Die Führung des haushohen Favoriten fiel praktisch aus dem Nichts. Der pfeilschnelle Shaibou Oubeyapwa hielt aus rund 25 Metern einfach mal drauf – der abgefälschte Ball senkte sich per Bogenlampe unhaltbar über David Buchholz ins Netz (34.).

Nach der Pause gaben die Gäste den Ton an und waren ganz dicht am Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Abpfiff die Entscheidung: Yassin Ben Balla hämmerte den Ball von der Strafraumkante unhaltbar für Buchholz ins Tor.

Quelle: RP
Foto: Venn

By |2018-07-30T08:42:26+00:00Juli 30th, 2018|Senioren|0 Comments

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