Verein bringt alles für die Oberliga mit

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Interview mit Ilja Ludenberg, dem Sportdirektor des SV Straelen Fortuna Düsseldorf ist die sportliche Heimatadresse von Ilja Ludenberg. Seit einem Jahr wagt sich der 47-Jährige an die ehrgeizige Aufgabe heran, als Sportdirektor den SV Straelen wieder auf Vordermann zu bringen. Der Anfang ist gemacht.

Ilja Ludenberg war lange auf der großen Fußball-Bühne unterwegs. Als Scout und Stadionsprecher „seiner“ Düsseldorfer Fortuna; von 1997 bis 2011 als verantwortlicher Teammanager der „U23“-Auswahl des aktuellen Zweitligisten. Seit Beginn der laufenden Saison möchte der 47-Jährige als Sportdirektor seinen Teil dazu beitragen, dass beim Landesligisten SV Straelen wieder sportlich erfolgreichere Zeiten anbrechen.

Sie haben Ihren Vertrag bereits unterschrieben, als der SV Straelen in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit noch um den Klassenerhalt kämpfte. Hätten Sie auch bei einem Bezirksligisten angeheuert ?

Ludenberg Ja. Ein Abstieg hätte etwas mehr Arbeit bedeutet. Allerdings hatte ich damals keinen Zweifel daran, dass die Mannschaft drin bleibt.

Was reizt einen Fußball-Experten, der sich schon im Profibereich bewährt hat, an einem Amateurverein vom Niederrhein?

Ludenberg Die sportlichen Perspektiven. Den Straelener Präsidenten Hermann Tecklenburg kenne ich noch aus seiner Zeit als Vorstandsmitglied von Fortuna Düsseldorf. Schon in den ersten Gesprächen haben wir Ziele definiert, die wir hier gemeinsam erreichen möchten. Und es lässt sich noch einiges bewegen. Denn eine bessere Infrastruktur als in Straelen lässt sich im Amateurfußball kaum finden. Der Verein bringt alles für die Oberliga mit.

Die erste Saison unter Ihrer Regie als Sportdirektor nähert sich dem Ende entgegen. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Ludenberg Alle Beteiligten wussten, dass es sich um ein Übergangsjahr handelt. Im Moment bin ich noch nicht ganz zufrieden, da wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wollten. Aber man darf nicht vergessen, dass uns das Verletzungspech in der Hinrunde einen üblen Streich gespielt und eine schwarze Serie ins Rollen gebracht hat.

In den vergangenen vier Meisterschaftsspielen gab’s nur noch einen Punkt. Hat sich die Mannschaft in Sachen Klassenerhalt zu früh auf der sicheren Seite gefühlt?

Ludenberg Wenn man die mäßige Vorstellung als Maßstab nimmt, die wir in Hönnepel-Niedermörmter geliefert haben, kann man diesen Eindruck gewinnen. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt hat. Jedenfalls lassen Trainer Sandro Scuderi und ich uns mangelhafte Einstellung sicher so nicht noch einmal gefallen.

Der Abstieg wäre der Super-GAU, wesentlich wahrscheinlicher ist der souveräne Klassenerhalt. Ist die Straelener Mannschaft schon in der nächsten Saison reif für den Aufstieg in die Oberliga?

Ludenberg Das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen hoffen wir, dass sich in dieser Saison zwei der drei Topteams in unserer Gruppe für die Oberliga qualifizieren. Dann ist die Konkurrenz schon mal nicht ganz so groß. Wir haben uns für die kommende Spielzeit bereits sinnvoll verstärkt. Neben Trainer Stephan Houben kommen vom 1. FC Mönchengladbach auch noch Kapitän Frederik Verlinden, der das Zeug zum Führungsspieler hat, und Torjäger Thorsten Lippold. Tom van Bergen von Union Nettetal und Sascha Tenbruck, der von Viktoria Goch zu uns zurückkehrt, werden die Abwehr stabilisieren. Außerdem beobachten wir weiter den Markt. Priorität hat allerdings, dass wir uns mittelfristig mit den talentierten Spielern aus den eigenen Reihen, vor allem unserer sehr guten Jugend, in der Oberliga etablieren möchten.

Im einen oder anderen Bereich gibt’s an der Römerstraße noch Luft nach oben. Wie wollen Sie beispielsweise dafür sorgen, dass in Zukunft wieder mehr Fans ins Stadion kommen ?

Ludenberg Das ist alles eine Frage der Außendarstellung. Wir müssen vor Ort wesentlich mehr Werbung machen. Die Straelener Fußballfreunde müssen das Gefühl haben, dass sie etwas verpassen, wenn sie nicht unsere Spiele besuchen. In der nächsten Saison sind in Randy Grens, Coen Aarts, David Kalokoh und Tom van Bergen vier Niederländer für uns am Ball. Da lässt sich auch jenseits der Grenze noch Interesse wecken.

Noch ein letzter Blick in die Zukunft: Wird der Straelener Traum von der Oberliga-Rückkehr Wirklichkeit?

Ludenberg Ich habe meine Aufgabe als Sportdirektor angetreten, weil ich davon überzeugt bin. Wir haben längst damit begonnen, an den richtigen Rädchen für eine erfolgreiche Zukunft zu drehen.

Quelle: RP

By |2016-04-27T09:17:12+00:00April 27th, 2016|Allgemein, Nachwuchs, Senioren, Verein|0 Comments

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