Am Sonntag beginnt der „Voba-Super-Cup“ mit gleich elf Begegnungen. Bei der Straelener Zweitvertretung und dem TSV Wa.-Wa. feiern die frisch installierten Trainer ihre Debüts. Der Wettbewerb gilt als Prestige-Vorbereitungsturnier.

Am Sonntag ist es soweit: Der traditionelle „Voba-Super-Cup“ geht in die nächste Runde. An der 18. Auflage nehmen 23 Mannschaften aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank an der Niers teil – vom Uedemer SV im Norden bis zum FC Aldekerk im Süden. Schon seit knapp vier Wochen ruht der Ball auf den hiesigen Fußballplätzen. Nun ändert sich das: Die Sommerpause wird unterbrochen von dem Turnier, dass die sportlichen Protagonisten als „wichtiges Vorbereitungsturnier“ oder als „Trainingseinheit mit Ball“ titulieren. Finanziell lohnt sich die Teilnahme für die besten Klubs aber allemal: Der Sieger erhält 1000 Euro, 500 Euro gibt’s für den Finalgegner und dessen Mannschaftskasse. Der Drittplatzierte erhält 300 Euro, der Vierte wird für die Teilnahme am Finaltag mit 200 Euro belohnt. Die ersten Begegnungen der sechs Gruppen warten nun am Sonntag um 15 Uhr.

In der hochkarätigen Gruppe A wartet gleich ein absolutes Spitzenspiel. Beim Straelener Lokalderby treffen die Sportfreunde Broekhuysen und die Zweitvertretung des Oberliga-Klubs SV Straelen aufeinander. Zum ersten Mal wird das Team aus der Blumenstadt vor heimischem Publikum mit seinem neuen Trainer Marcel Blaschkowitz antreten. „Ich gehe völlig unbefangen in dieses Spiel. Die Brisanz sehe ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht“, sagt er. Wohin die Reise mit dem Aufsteiger aus der Kreisliga A in der kommenden Spielzeit geht, sei noch offen. „Für uns kann nur der Klassenverbleib das Ziel sein“, sagt Blaschkowitz. Allerdings kenne er sein Team noch nicht allzu gut, erst am Freitag lädt er zum Trainingsaufgalopp. „Ich kann es gar nicht abwarten, endlich durchzustarten“, sagt der Übungsleiter. Mit ihm wird am kommenden Wochenende Sebastian Clarke für die Sportfreunde Broekhuysen an der Seitenlinie stehen. „Natürlich wird das ein Straelener Derby. Aber das Spiel wird ohne jede Zweifel den Charakter eines Testspiels haben. Nun gilt es für uns, gut in die Saisonvorbereitung zu starten“, sagt der Spielertrainer.

Der Bezirksligist TSV Weeze trifft auf heimischer Anlage auf den A-Ligisten SC Auwel-Holt. „Wir sind schon seit vielen Jahren immer beim Voba-Cup dabei. Für uns ist das eine Art Laufeinheit mit Ball. Aber wir wollen uns natürlich gut präsentieren“, sagt Trainer Marcel Zalewski. Er könne jedoch wohl nur zwölf oder 13 Spieler an den Start bringen, immerhin seien viele Kicker bereit im Sommerurlaub. „Das ist sicher auch eine Chance für viele A-Jugendspieler, sich bei den Senioren zu zeigen“, fügt er an. Auwel-Holts Trainer Lars Allofs sieht seine Elf in der stärksten Gruppe, in der man nichts zu verlieren habe. „Wir wollen wichtige Erfahrungen sammeln. Aber seien wir ehrlich: All unsere Gruppengegner sind Favoriten auf den Sieg“, sagt er. Er selbst könne bei der Auftaktpartie nicht mit von der Partie sein. Da Allofs im Urlaub weilt, wird Co-Trainer Vincent Dams Regie führen.

In der Gruppe B empfängt Union Wetten Fortuna Keppeln – und das auf dem Ascheplatz. „Unser Rasenplatz ist gesperrt. Daher wollten wir eigentlich das Heimrecht tauschen. Leider hat Keppeln dem nicht zugestimmt“, sagt Wettens Trainer Christian Offermanns. Er hält den Voba-Cup zwar nicht für einen Leistungs-Gradmesser, wohl aber spricht er von einem „sehr interessanten Wettkampf“. Er fordert von seinen Kickern, dass sich der Klassenunterschied zum C-Ligisten aus Keppeln bemerkbar macht. Des Weiteren lädt der B-Ligist SV Issum zum Auftakt die Zweitvertretung der Gocher Viktoria ein.

In der Gruppe C bestreitet Wachtendonk-Wankums neuer Trainer Frank Goldau seine erste Partie. Er gastiert auswärts beim GSV Geldern. Goldau konnte bisher erst wenige Trainingseinheiten mit seinen Spielern des TSV durchführen. „Man geht in ein solches Turnier, um zu gewinnen. Die Stimmung im Team ist bisher richtig gut. Aber ich will das Turnier auch nutzen, die Mannschaft kennenzulernen“, sagt Goldau. Für die Konkurrenz aus Geldern ist der Voba-Cup der Auftakt in die Mission „Neustart in der Kreisliga-A“. Den ersten Spieltag komplettiert das Duel zwischen dem Kevelaerer SV und Concordia Goch (Freitag, 19:30 Uhr).

Die Gruppe D dürfte die schwächste sein. Zum Start empfängt die Zweitvertretung von Alemannia Pfalzdorf die Gäste von Grün-Weiß Vernum. „Das ist für uns ein tolles Trainingsspiel. Aber wir wissen nicht, mit welcher Mannschaft Pfalzdorf antreten wird. Das ist für uns sehr schwierig einzuschätzen“, sagt Vernums Trainer Sascha Heigl. Die SG Rheurdt-Schaephuysen spielt gegen den SV Herongen.

In die Gruppe E wurden die beiden Kerkener Vereine FC Aldekerk und TSV Nieukerk gelost. Sie aber spielen erst am dritten Spieltag gegeneinander. Zum Auftakt kickt der TSV gegen Viktoria Winnekendonk. „Die Ausgangssituation für das Spiel ist bei uns sicherlich nicht perfekt. Die Jungs kommen am Samstagabend erst aus Malle zurück. Damit sie nicht gleich aus dem Bett ins Auto und auf den Platz springen, trainieren wir am Sonntagmorgen noch“, sagt TSV-Trainer Wilfried Steeger. Der Bezirksligist FC, der das Erreichen des Viertelfinals als Ziel anpeilt, empfängt Arminia Kapellen.

In der Gruppe F spielt der SV Walbeck gegen den Uedemer SV. „Wir haben sicher eine schwere Gruppe erwischt, da in der Dreierkonstellation ja nur der Erste weiterkommt. Es fehlen bei uns auch viele Spieler. Wir nehmen das Turnier dennoch sehr ernst“, sagt Walbecks Übungsleiter Klaus Thijssen. Das dritte Aufgebot der Gruppe, der SV Sevelen, hat am ersten Spieltag frei.

Quelle: RP