Noch könnte der Oberligist SV Straelen neue Spieler verpflichten. SVS-Trainerin Inka Grings hofft jedenfalls, dass das noch passiert. Denn aktuell habe sie nur 17 Spieler zur Verfügung. Am Sonntag spielt ihr Team beim SC Velbert.

Obwohl die Oberliga-Saison bereits drei Spieltage alt ist, herrscht auf dem Transfermarkt noch jede Menge Bewegung. Denn bis zum 31. August können die Vereine noch Spieler verpflichten. Auch der Kader des SV Straelen veränderte sich in dieser Woche noch. Nicht mehr dabei ist, wie berichtet, der niederländische Torhüter Jan Bekkema, der vor der Saison vom SC Heerenveen an die Römerstraße gewechselt war. Mit Justin Dautzenberg hat der SVS bereits einen Nachfolger gefunden. Und auch Sotirios Kokkinis ist nicht mehr dabei. Der 19-Jährige, der ebenfalls erst vor der Saison nach Straelen gewechselt war, wird künftig wieder bei seinem früheren Verein VVV Venlo spielen. „Ich habe mit Hermann Tecklenburg gesprochen und ihm gesagt, dass ich gerne wieder gehen möchte“, sagt Kokkinis. Zum Einsatz gekommen war er in den bisherigen drei Oberliga-Spielen noch nicht.

In Venlo wird er erst einmal mit der Reserve des VVV trainieren. „Im Training bin ich dort schon“, sagt Kokkinis. Einen Vertrag hat er in Venlo noch nicht unterschrieben. Ob er sich demnächst auch bei der Venloer Erstvertretung in der ersten niederländischen Liga präsentierern darf, wird sich erst noch zeigen müssen. „Das muss man einfach mal abwarten und hängt davon ab, wie er sich hier entwickelt“, sagt Robert Pinior vom VVV Venlo auf Nachfrage unserer Redaktion.

Straelens Trainerin Inka Grings war vom Abgang des 19-Jährigen etwas überrascht. „Bei mir hat er sich nicht gemeldet, ich habe es selbst nur aus dritter Hand erfahren“, sagt sie. „Aber wenn sich jemand sportlich verändern möchte, soll man ihn am besten nicht aufhalten“, sagt die 40-Jährige. „Ich wünsche ihm dennoch alles Gute.“ Fest steht aber bereits, dass sich der Kader des SVS bis Ende August noch weiter verändern wird. Das hat Stephan Houben, der sportliche Leiter des SV Straelen, Anfang der Woche bereits angekündigt. Über Neuzugänge freuen wird sich definitiv Straelens Trainerin, auch wenn sie sich diesbezüglich am Donnerstag etwas diplomatisch ausdrückte: „Bis zum 31. August kann noch viel passieren“, sagt sie. „Aktuell habe ich aber nur 17 Spieler im Kader. Damit bin ich noch nicht zufrieden.“

Denn die Ex-Profi-Spielerin Grings ist erfahren genug, um zu wissen, dass es mit einem so kleinen Kader ansonsten schwierig werden könnte, den Wiederaufstieg in die Regionalliga zu realisieren. Auch wenn die Grün-Gelben – Stand jetzt – noch voll im Soll liegen. Drei Spiele, neun Punkte: besser geht es nicht.

So soll es aus Straelener Sicht am besten weitergehen. Am Sonntag steht für die Blumenstädter das zweite Auswärtsspiel der Saison an. Gespielt wird ab 15 Uhr beim SC Velbert, der im Vorjahr als Aufsteiger den Klassenerhalt schaffte, in diesem Jahr aber nur eines der ersten drei Saisonspiele gewann. „Wir freuen uns auf das Spiel“, gibt sich Grings selbstbewusst. Verletzte Spieler hat sie nicht zu beklagen. „Alle Spieler, die ich zur Verfügung habe, sind einsatzfähig“, sagt sie. Mit der aktuellen Bilanz ist sie zufrieden. „Wir sind gut in die Saison gekommen, die Stimmung im Team ist gut und die Spieler trainieren ordentlich“, sagt sie.

Velbert schätzt sie als starken Gegner an, der „unangenehm spielt, sehr kompakt steht, und der auch als Team gut arbeitet“, sagt die 40-Jährige. Dass die Velberter erst drei Punkte auf dem Konto haben, was derzeit nur für Rang 14 in der Oberliga-Tabelle reicht, will sie nicht überbewerten: „Velbert ist definitiv stärker, als es die Tabelle gerade aussagt. Es wäre aber auch vermessen, schon nach drei Spieltagen eine Mannschaft zu beurteilen, wie stark oder schwach sie ist.“

Dass das Transferfenster so lange geöffnet ist, findet Grings wie bei den Profis „unglücklich“. Denn bis zum Ende des Transferzeitraums werden bereits einige Spieltage gespielt sein. Aus Trainer-Sicht sei es schwierig, wenn trotz Vorbereitung und erfolgtem Ligastart immer noch Spieler kämen und gingen. „Es wäre aus meiner Sicht sinnvoller, wenn zum Saisonbeginn die Transferphase abgeschlossen ist.“

Quelle: RP