Wir arbeiten alle am großen Ziel Oberliga

//Wir arbeiten alle am großen Ziel Oberliga

Die Verantwortlichen des Landesliga-Tabellenführers SV Straelen stellen auch in der Winterpause die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten VfL Rhede: Der SV Straelen hat im alten Jahr ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche „Mission Oberliga-Aufstieg“ geschaffen. Großen Anteil daran haben Sportdirektor Ilja Ludenberg und Trainer Stephan Houben. Das Duo arbeitet in der Winterpause daran, den Spitzenreiter der Fußball-Landesliga auch in Zukunft auf Erfolgskurs zu halten.

Der SV Straelen schreibt gerade eine Erfolgsstory. Noch fehlen 15 Kapitel. Können Sie das Ende schon verraten ?

Ilja ludenberg Wenn ich jetzt schon wüsste, wie die Tabelle am 28. Mai nach dem letzten Spieltag aussieht, dann würde ich jede Woche den Lotto-Jackpot knacken. Ich kann nur versprechen, dass beim SV Straelen alle Beteiligten an diesem großen Ziel arbeiten, und zwar weit über den in der Landesliga üblichen Zeitaufwand hinaus. Ich arbeite teilweise an manchen Tagen mehr als während meiner Zeit bei Fortuna Düsseldorf. Das gilt auch für den Trainer und seine Mitstreiter.

Stephan Houben Nein, leider kann ich nicht sagen, ob es ein Happy-End gibt. Auch wenn einige das nicht hören möchten, kann ich nur betonen, dass noch gar nichts entschieden ist und wir noch gar nichts erreicht haben. Ich kann aber versichern, dass wir alles dafür geben werden. Wir arbeiten täglich neben unseren normalen Berufen drei bis fünf Stunden an den dafür nötigen Aufgaben, an Trainingstagen sogar bis zu acht Stunden, um letztendlich erfolgreich zu sein.

Das Trio Randy Grens, Thorsten Lippold und David Kalokoh avancierte in der Hinrunde zum Traumsturm. In der Winterpause sind in Daniel Vogel und Pascal Schmitz zwei erfahrene Spieler für die Defensive hinzugekommen. Wäre die aktuelle Mannschaft bereit für die Oberliga ?

Ludenberg Die Oberliga ist noch mal ein anderes Kaliber. Aber natürlich sind wir schon jetzt dabei, den Kader dafür aufzustellen. Daher haben wir aus rein sportlichen Gründen jetzt reagiert. Wichtig war uns dabei, dass wir die Spieler unabhängig von der Liga von uns überzeugen konnten und sie dabei sogar noch auf Geld verzichtet haben. Das zeigt, dass unser Gesamtkonzept den Jungs gefällt. Wir würden das Abenteuer Oberliga gut vorbereitet angehen. Jetzt müssen wir aber erst mal in der Landesliga unsere Hausaufgaben erledigen. Und das wird schwer genug.

Houben Sicherlich gibt es viele Spieler in meiner Mannschaft, die für diese Aufgabe bereit wären. Die Oberliga erfordert aber noch mehr professionelles Verhalten, mehr Athletik und mehr taktisches Umsetzungsvermögen. Letztendlich sehe ich es aber auch als meine Aufgabe als Trainer an, die Spieler dorthin zu entwickeln. Ich denke, da wären wir im Erfolgsfalle auf einem guten Weg.

Der SV Straelen genießt seit vielen Jahren auch einen guten Ruf als Ausbildungsverein. Zuletzt haben Jannis Pütz und Lukas Rix den Sprung in die erste Mannschaft geschafft, Talente wie Nils Rix oder Maik Hemmers stehen unmittelbar davor. Greift dieses Konzept auch eine Etage höher ?

Ludenberg Prinzipiell greift ein solches Konzept in jeder Liga. Das setzt natürlich auch voraus, dass wir in der Jugendabteilung weiter wachsen. Es ist derzeit sehr schade und auch verwunderlich, dass wenig erkannt wird, dass wir sehr viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs schon im Kader haben. Und aktuell werden es noch mehr ! Wir müssen dies noch besser in die Öffentlichkeit transportieren, aber vor allem müssen die Jungs auch lernwillig und geduldig sein. Unser Trainer hat an seinen früheren Stationen gezeigt, dass er den Nachwuchs einbaut. Dann darf dieser aber auch nicht nach sechs Monaten im Seniorenbereich das Handtuch werfen.

Houben Viele weitere Spieler wie Philipp Cox, Marvin Hitzek, Marian Gbur, Sascha Tenbruck und Philipp Brouwers haben in den vergangenen Jahren den Sprung aus der eigenen Jugendabteilung in die Landesliga geschafft. Dies ist auch in Zukunft möglich, selbst wenn die Spielklasse eine Etage höher ist. Wir werden in der Rückrunde vermehrt auf Spieler aus unserer U19-Auswahl wie Hemmers, Tecklenburg, Driessen und Weyers achten. Die Talente bringen ohne Zweifel das Potenzial mit, das wir nutzen möchten. Wichtig ist, dass die Talente den nötigen Ehrgeiz und die nötige Geduld mitbringen. Ich habe in meinen fünf Jahren beim 1. FC Mönchengladbach immer mit vielen Spielern aus der U19 gearbeitet. Das ist mir nach wie vor sehr wichtig. Der Trend im Fußball geht ohne Zweifel in exakt diese Richtung. Viele Bundesligisten lösen ihre U23-Teams auf und stützen sich auf die U19-Mannschaften. Das erkennen wir ganz genau und wollen diesen Weg ebenfalls gehen.

Für die Nachwuchsspieler wäre es sicherlich von Vorteil, erste Erfahrungen im Seniorenbereich in der Bezirksliga sammeln zu können. Trauen Sie der Reserve in der laufenden Saison noch den Aufstieg zu ?

Ludenberg Natürlich wäre es von Vorteil, wenn die Reserve aufsteigt. Und ich traue es ihr auch zu. Aber es wird eine schwierige Mission. In der Rückrunde muss alles passen. Wir werden es versuchen.

Houben Ich würde es mir wünschen. Es handelt sich aber um ein schwieriges Unterfangen. Je höher die Spielklasse, desto größer der Leistungsunterschied zwischen zwei Ligen. Deswegen wäre es gut, mit der zweiten Mannschaft möglichst in einer hohen Spielklasse anzutreten. Ich wünsche unserer Reserve viel Erfolg für die Rückrunde und werde versuchen, sie bestmöglich zu unterstützen.

Vorausgesetzt, die Mission Aufstieg wird erfolgreich abgeschlossen. Bringt der SV Straelen die nötigen Voraussetzungen mit, um sich in der Oberliga etablieren zu können ?

Ludenberg Im April vergangenen Jahres habe ich in einem Interview mit der RP gesagt, dass der Verein alles für die Oberliga mitbringt. Und daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, wir sind jetzt noch besser und breiter aufgestellt. Vor allem gefällt mir, dass unser Präsident Hermann Tecklenburg wieder Feuer gefangen hat und unsere Mission voll unterstützt. Was wir jetzt noch brauchen, ist eine Flutlichtanlage im Stadion, was ja bald Pflicht wird, und auf dem gesamten Trainingsgelände. Dann hätten wir sogar Profiverhältnisse.

Houben Selbstverständlich tut er das. Ich habe bis dato noch in keinem Amateurverein gearbeitet, der so gut in der Breite aufgestellt ist. Unser sportlicher Leiter Ilja Ludenberg und unser Fußballobmann Horst Kucharz sind absolute Fachleute, die das Tagesgeschäft geschickt leiten. Unser Chef Hermann Tecklenburg hat selber lange genug an der Front gearbeitet und unterstützt uns, wo es nur möglich ist. Es gibt viele Oberligisten, die schlechter aufgestellt sind.

An welchen Stellschrauben muss in naher Zukunft gedreht werden, um auf Dauer Erfolg haben zu können ?

Ludenberg Konsequentes, nachhaltiges und geduldiges Arbeiten ist gefordert. Und zwar auf allen Ebenen! Der Vertrag unseres Trainers läuft Ende Juni aus. Ich würde mir wünschen, dass unser Präsident so schnell wie möglich mit ihm verlängert. Einen besseren bekommen wir nicht. Er kennt die Landesliga, die Oberliga und ist bereit, an manchen Tagen acht Stunden für den Klub zu arbeiten. Alles andere kommt dann von alleine.

Houben Wir müssen meiner Meinung nach zusehen, dass die Jugendmannschaften wieder dauerhaft in der Niederrheinliga vertreten sind. Wenn ein Jugendspieler durch eine gute Ausbildung die Jahre in den Niederrheinligen durchläuft, wird es einfacher, ihn in die Seniorenabteilung zu übernehmen. Bei dieser Ausrichtung hat es zuletzt ein wenig gewackelt. Aber alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, dies wieder hinzubekommen. Momentan sieht es tabellarisch ja auch ganz gut aus.

Was möchten Sie persönlich in Zukunft noch mit dem SV Straelen erreichen?

Ludenberg Erreichen möchte man viel. Die Frage ist immer, ob es umsetzbar ist. Sollten wir dieses Jahr den Sprung in die Oberliga schaffen, dann sind wir ein Jahr vor dem Zeitplan! Dann gilt es, sich dort zu etablieren. Wenn man mich lässt, wäre das nächste Ziel die Regionalliga. Schaun mer mal.

Houben Meine Vereinbarung mit dem SV Straelen ist bis zum 30. Juni 2017 datiert. Meine volle Konzentration dient somit momentan dem Ziel, die laufende Saison erfolgreich abzuschließen. Alles andere wird sicherlich in den nächsten Wochen besprochen.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE VOLKER HIMMELBERG – QUELLE: RP

By |2017-01-23T10:33:54+00:00Januar 23rd, 2017|Senioren|0 Comments

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