Wir möchten bester Aufsteiger werden

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Der Trainer des Regionalligisten SV Straelen freut sich auf ein Wiedersehen mit der Hafenstraße. Unterdessen ist der Klassenerhalt das Maß aller Dinge.

Seine erste Mission hat Marcus John schon einmal mit Bravour erfüllt. Nach der Trennung von Dietmar Schacht übernahm der Trainer die Mannschaft des SV Straelen im März. Das Ende ist bekannt: Der Oberliga-Aufsteiger machte den Durchmarsch in die Regionalliga perfekt. Seit Sonntag bereitet sich der 44-Jährige, der im Frühjahr vom SC Düsseldorf-West an die Römerstraße gewechselt ist, mit seinen Schützlingen auf die Vierte Liga vor.

Marcus John Das sehe ich ganz genauso. Es wäre doch vermessen, wenn wir mit unseren Möglichkeiten davon ausgehen würden, sofort mit den Großen der Liga mithalten zu können.

Der Verein hat bereits 13 Neuzugänge verpflichtet, darunter einige hoffnungsvolle Talente, die sich für den Profifußball empfehlen möchten. Insgesamt könnte der Regionalliga-Kader 28 Spieler umfassen. Ist das nicht eventuell zu viel?

John Man darf nicht vergessen, dass wir keinen normalen Aufstieg geschafft haben. Der Sprung von der Landes- in die Oberliga lässt sich noch relativ problemlos bewältigen. Aber von der Ober- in die Regionalliga bewegt man sich vom reinen Amateur- in Richtung Profifußball. Das lässt sich nur bewältigen, wenn ein entsprechender Konkurrenzdruck herrscht. Außerdem bin ich als Trainer angesichts der schweren Aufgaben, vor denen wir in Zukunft stehen, ganz froh, wenn ich rotieren kann.

In den vergangenen beiden Spielzeiten hat die Straelener Mannschaft auf dem Platz fast immer den Ton angegeben. Wie kann die Umstellung auf eine eher defensivere Spielweise funktionieren?

John Sicherlich werden wir uns zunächst einmal verstärkt auf die Defensive konzentrieren müssen. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass wir uns nur noch hinten einigeln oder passiv verhalten. Wir werden uns in der Regionalliga auch einmal wieder an Niederlagen gewöhnen müssen. Da kommt es vor allem darauf an, dass alle Beteiligten die Ruhe bewahren.

Haben Sie bei der Kaderplanung das Ziel verfolgt, jede Position nach Möglichkeit doppelt besetzen zu können?

John Das wäre sicherlich wünschenswert, hat aber nicht die entscheidende Rolle gespielt. Zunächst einmal mussten wir den Spielermarkt sondieren und schauen, was für uns machbar ist. Ich bin zufrieden, weil wir gute Spieler bekommen haben. Und daran müssen wir dann gegebenenfalls auch unser Spielsystem ausrichten.

Einige Straelener Spieler sind berufstätig, andere wiederum konzentrieren sich ausschließlich auf den Fußball. Können es die „Arbeiter“ etwas ruhiger angehen lassen?

John Das mit Sicherheit nicht, schließlich spielen wir in der Regionalliga. Es kann natürlich passieren, dass jemand mal aus beruflichen Gründen eine Einheit verpasst. Aber generell sind bestimmte Dinge in dieser Klasse einfach nicht mehr machbar. Wer beispielsweise meint, mitten in der Saison in Urlaub fahren zu müssen, ist erst einmal einige Zeit weg vom Fenster.

Prominentester Neuzugang ist bislang Torwart David Buchholz. Der 33-Jährige kommt vom Drittligisten Sportfreunde Lotte. Sollen weitere gestandene Spieler folgen?

John Wir möchten nach Möglichkeit noch zwei Spieler holen, die unserer jungen Mannschaft sofort helfen können. Ideal wären ein offensiver Mittelfeldspieler, den ich auch im Sturm einsetzen kann. Und ein Innenverteidiger, der sich auch im defensiven Mittelfeld auskennt. Ich hoffe, dass wir noch vor dem Saisonstart Vollzug melden können.

Rot-Weiss Essen hat in der vergangenen Saison einen Etat von rund 1,5 Millionen Euro für seine erste Mannschaft gehabt. Unter dem Strich sprang nur ein Mittelfeldplatz heraus. Zeigt dieses Beispiel schon, was in der Regionalliga los ist?

John Es ist doch völlig klar, dass die Traditionsvereine wie RW Essen, Alemannia Aachen, RW Oberhausen oder Wuppertaler SV ganz andere Möglichkeiten haben. Das gilt auch für die U23-Mannschaften der Bundesligisten. Das ist für uns allerdings überhaupt kein Grund, neidisch nach links und rechts zu schauen.

Wie sehen Sie die Chancen auf den Klassenerhalt. Oder setzt sich der SV Straelen etwa sogar ein anderes Ziel?

John Wir müssen realistisch und auf dem Teppich bleiben. Wer die Regionalliga auch nur etwas kennt, weiß, was da auf uns zukommt. Wir werden uns von Anfang an am Klassenerhalt orientieren. Wir möchten ganz einfach bester der insgesamt vier Aufsteiger werden. Da es am Saisonende nur drei Absteiger gibt, hätten wir unser Ziel dann schon einmal erreicht.

Gibt es in der kommenden Saison Spiele, auf die Sie sich ganz besonders freuen?

John Ich bin in Essen aufgewachsen und habe trotz einer schweren Knieverletzung von 1999 bis 2001 als Spieler tolle Jahre bei den Rot-Weissen erlebt. Deshalb freue ich sehr auf unseren Auftritt an der Hafenstraße.

Quelle: RP

By |2018-06-27T12:33:38+00:00Juni 27th, 2018|Allgemein, Senioren, Verein|0 Comments

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