Tabellenführer SV Straelen präsentiert sich von Spiel zu Spiel in überragender Verfassung. Inzwischen gibt’s kaum noch Zweifel daran, dass die Mannschaft ihr Ziel erreicht. Sonntag geht’s zum FSV Duisburg.

FSV Duisburg – SV Straelen (So., 15.30 Uhr). Vier Stammspieler fallen aus, das gewohnte System muss über den Haufen geworfen werden. Nicht gerade ideale Voraussetzungen, um ein Fußballspiel erfolgreich bestreiten zu können.

Der SV Straelen trat am Mittwochabend gegen den PSV Wesel auf, als sei nichts gewesen. Nach neun Minuten lag der Tabellenführer mit 2:0 vorne – so etwas schafft unter den genannten Bedingungen nur eine echte Spitzenmannschaft.Inzwischen haben auch die allergrößten Skeptiker keine Zweifel mehr daran, dass in der kommenden Saison an der Römerstraße wieder Oberliga-Fußball geboten wird. „Natürlich planen wir mittlerweile in Richtung Oberliga. Wobei wir unser Ziel erst erreicht haben, wenn auch rechnerisch nichts mehr passieren kann“, sagt Trainer Stephan Houben.

Es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, bis der designierte Meister zumindest Aufstiegsplatz zwei in der Tasche hat. Zu souverän treten die Grün-Gelben in den vergangenen Monaten auf. Die letzte Niederlage datiert vom 16. Oktober. Damals verlor der SV Straelen mit 4:5 bei Rot-Weiß Oberhausen II. Der Verfolger ist inzwischen außen vor, da RWO seine „U23“-Auswahl vom Spielbetrieb zurückzieht. Die imponierende Bilanz der Houben-Schützlinge seitdem: Elf Siege, zwei Unentschieden.

Am Sonntag tritt der Spitzenreiter bei einem Gegner an, der zuletzt in zwei Auswärtsspielen mit zwölf Toren auf sich aufmerksam gemacht hat. Der FSV Duisburg gewann am Sonntag mit 6:3 bei Schlusslicht Arminia Klosterhardt, dem er am Dienstag ein 6:1 beim Eisenbahner-Sportclub in Essen-Rellinghausen folgen ließ. „Das ist wieder eine Herausforderung für uns. Der FSV hat bei seinen Heimspielen viele Fans im Rücken, die natürlich gegen den Tabellenführer eine Überraschung erleben möchten“, sagt Houben.

Der Gegner könnte allerdings am Sonntag ein ungewöhnliches Torhüter-Problem haben. Der kroatische Ex-Profi Aleksandar Zivkovic, den der Verein erst in der Winterpause verpflichtet hatte, hat seine Zelte offenbar schon wieder in Richtung Bayern abgebrochen. Momentan hat der FSV Duisburg damit nur noch einen 19-jährigen Keeper namens Talha Bayram im Kader. Beim SV Straelen haben Torjäger Randy Grens und Yodan Kim ihre Gelbsperren abgesessen. Die Mittelfeldspieler Pascal Schmitz und Fabio Ribeiro sind hingegen noch angeschlagen und dürften weiter pausieren.

Doch im Grunde genommen ist im Augenblick egal, wen Stephan Houben aufs Feld schickt: Der SV Straelen gewinnt (fast) immer.

Quelle: RP