Zum Siegen verdammt

//Zum Siegen verdammt
Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Dietmar Schacht. Fußball-Oberligist SV Straelen empfängt den Düsseldorfer SC. Anstoß an der Römerstraße ist am Sonntag um 15 Uhr. Von Heinz Spütz

Vor der Begegnung des SV Straelen gegen den Düsseldorfer SC liegen die Fakten klar auf der Hand. Für die Blumenstädter sprangen in diesem Jahr aus den zurückliegenden fünf Begegnungen ein Sieg und vier Unentschieden heraus, ein Ergebnis, das sich auf dem ersten Blick gar nicht so schlecht liest. Aber von den möglichen 15 Punkten wurden gerade mal sieben Punkte geholt, und diese Bilanz ist für eine Mannschaft, die sich als Ziel den Aufstieg in die Regionalliga gesteckt hat, schlichtweg zu wenig.

Auf Grund dieser Entwicklung sah die Vereinsführung des SV Straelen akuten Handlungsbedarf und beendete am Donnerstagnachmittag mit sofortiger Wirkung das Beschäftigungsverhältnis mit Trainer Dietmar Schacht. Bis auf Weiteres wurde den beiden Co-Trainern, Khaled Daftari und Stefan Post, die sportliche Verantwortung für die Mannschaft anvertraut.

Um den Anschluss an die Sportfreunde Baumberg, die mit drei Punkten Vorsprung bei einem weniger ausgetragenen Spiel die Tabelle anführen, nicht ganz aus den Augen zu verlieren, müssen die Grün-Gelben unter allen Umständen beim Heimspiel am Sonntag in vertrauter Umgebung an der Römerstraße die volle Punktzahl eingefahren. Da könnte ein Sieg über das Tabellen-Schlusslicht die genau richtige Initialzündung für den ultimativen Angriff auf die Tabellenspitze sein.

„Wir werden das Wort Aufstieg nicht mehr in den Mund nehmen und nur noch von Spiel zu Spiel denken“, führt Interimstrainer Khaled Daftari aus, „das Ziel von Stefan Post und mir wird sein, den Druck von der Mannschaft zu nehmen und keinen neuen Druck aufzubauen.“

Der mutmaßliche Oberliga-Absteiger aus der Landeshauptstadt, der mit einem Rückstand von 13 Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz den letzten Platz belegt, hat in dieser Partie nichts zu verlieren. Das von Trainer Andreas Billetter stark umgekrempelte und deutlich verjüngte Team, das sich nach dem jüngsten 1:0-Sieg gegen FSV Vohwinkel das letzte Fünkchen Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt bewahrt hat, dürfte gegen den SVS bestrebt sein, seine Außenseiter-Chance zu nutzen und einen Achtungserfolg zu erzielen.

„Wir erwarten einen unangenehmen Gegner, über den wir uns sehr gut informiert haben. In dieser Liga gibt es keine schwachen Mannschaften; die Düsseldorfer werden gegen uns tief stehen und auf Konter setzen; wahrscheinlich läuft alles auf ein Geduldsspiel hinaus“, analysiert Daftari. Die Grün-Gelben haben Donnerstag und Freitag ordentliche Trainingseinheiten abolviert und, wie Daftari sagt, voll mitgezogen. Personell sieht es so aus, dass der eine oder andere Spieler noch grippegeschwächt ist, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auflaufen kann. Die leicht angeschlagenen Aram Abdelkarim und Burak Uca sind fit, ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Daniel Vogel; Sander Lenders wird definitiv ausfallen. Zur Aufstellung oder zu möglichen taktischen Veränderungen konnte und wollte Daftari, ohne eine endgültige Absprache mit dem Trainer-Team getroffen zu haben, keine Auskünfte geben.

Man darf gespannt sein, wie sich die Straelener Spieler, die an der Entlassung des Trainers nicht unbeteiligt gewesen sein sollen, am Sonntag vor heimischer Kulisse präsentieren werden.

Quelle: RP
By | 2018-03-10T07:46:58+00:00 März 10th, 2018|Senioren|0 Comments

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