Zwei Sonntagsschüsse und ein Punkt

//Zwei Sonntagsschüsse und ein Punkt
Verdientes Unentschieden an der Römerstraße

Der SV Straelen erreicht im Duell der Neulinge ein 2:2 (0:0) gegen den SV Lippstadt. Die Gästefans sorgen für eine tolle Stimmung, wie sie das Stadion an der Römerstraße schon lange nicht mehr erlebt hat.

Vorab schon einmal zwei Komplimente in Richtung des Gegners. Der SV Lippstadt ist die mit Abstand stärkste Mannschaft, die sich im bisherigen Saisonverlauf im Stadion an der Römerstraße vorgestellt hat. Und wenn rund 100 Anhänger an einem Dienstag eine 170 Kilometer lange Anreise auf sich nehmen, um ihre Lieblinge am Niederrhein mit ausgelassener Party-Stimmung zu unterstützen, dann ist das mehr als aller Ehren wert. Der Regionalliga-Neuling aus Westfalen hat die Saison unter das Motto „Ehrliche Emotionen“ gestellt. Der Auftritt beim SV Straelen hat gezeigt, dass es sich dabei nicht um einen schön klingenden Marketingspruch handelt, sondern tatsächlich gelebt wird.

Zum Spiel: Der Gastgeber aus Straelen, der vier Tage zuvor mit einer ausgezeichneten Vorstellung um ein Haar bei RW Essen gewonnen hätte, bot eine Halbzeit lang Fußball zum Abgewöhnen. Das musste zumindest zum Teil auch Trainer Marcus John auf seine Kappe nehmen. Die eigentlich unumstrittenen Leistungsträger Jannik Stevens, Aram Abdelkarim, Björn Kluft und Kevin Weggen, die sich an der Hafenstraße die Lunge aus dem Leib gerannt hatten, saßen zunächst nur auf der Bank. Stattdessen tauchten in der Aufstellung vor Torhüter Martin Kompalla acht Feldspieler auf, die ihre Qualitäten in erster Linie in solider Defensivarbeit haben. Und in Randy Grens und Shun Terada zwei Stürmer, die völlig in der Luft hingen.

Dennoch ging’s mit einem 0:0 in die Pause. Weil der SV Lippstadt kein geeignetes Mittel gegen die Straelener 5-3-2-Formation fand. Und in der 40. Minute Pech hatte, als Straelens Keeper Martin Kompalla zunächst gegen Mittelstürmer Exauce Andzouana glänzend reagierte und der folgende Nachschuss am Pfosten landete.

In der Pause zeigte Marcus John dann einmal mehr, dass er zu den sehr guten Trainern gehört. Nur die können nämlich rechtzeitig eigene Fehler eingestehen und entsprechend handeln. Straelens Coach brachte zwei Männer, die im Verlauf der Partie noch eine entscheidende Rolle spielen sollten und die jeweils mit dem Ball befreundet sind: Aram Abdelkarim und Björn Kluft.

Zunächst einmal gehörte jedoch auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte den Gästen aus Lippstadt. In der 57. Minute der Führungstreffer für den Tabellenfünften. Adli Lachheb und Patrick Ellguth nahmen einen gegnerischen Angreifer im Strafraum in die Zange – Schiedsrichter Robin Braun entschied auf Elfmeter. Diesen verwandelte Robin Hoffmann mit herzerfrischender Selbstverständlichkeit.

Doch anschließend drehten die bereits erwähnten Ausnahmekönner im grünen Dress wie aus dem Nichts den Spieß um. In der 69. Minute schlenzte Aram Abdelkarim nach einer schönen Einzelleistung den Ball aus 25 Metern Distanz ins Netz. Fünf Minuten später traf Björn Kluft mit einem Freistoß, der an Freund und Feind vorbei segelte, zum 2:1 – Fußball paradox. Anlass für den „Vorsänger“ der Lippstädter Fans zum Spruch des Jahres: „Leute, wir sind hier in der Dämmerung am Arsch der Welt. Die Jungs brauchen uns jetzt.“

Die Anhänger der Gäste mussten nicht lange leiden. In der 82. Minute hämmerte Kevin Holz den Ball humorlos zum 2:2-Endstand unter die Latte – ein Resultat, mit dem beide Neulinge gut leben können.

Quelle: RP

By |2018-09-26T08:58:11+00:00September 26th, 2018|Senioren|0 Comments

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